Von Linksunten

Kriegsprofiteure angreifen

Mit diesem Schriftzug haben wir an der diesjährigen Demo in Zürich (2017) zum Internationalen Frauentag die UBS denunziert. Das Blut, welches an ihren Händen klebt, haben wir mit roter Farbe im Eingangsbereich symbolisiert.

Weltweit und auch in der Schweiz profitieren die Rüstungsindustrie und die Finanzbranche von den Kriegen, die rund um den Globus von den imperialistischen Mächten angezettelt werden. Obwohl die Finanzierung der Herstellung, der Produktion und des Vertriebs international geächteter Waffen, insbesondere von Atomwaffen und Streumunution in der Schweiz verboten sind, finanzieren die UBS, die Credit Suisse und die Kantonalbanken Rüstungskonzere, die in die Produktion von Atomwaffen involviert sind. Betrachten wir den Finanzplatz Schweiz bietet sich folgendes Bild: es gibt keine einzige Bank, die nicht in umstrittene Konzerne investiert. An der Spitze steht die UBS, die Atomwaffenproduzenten 3685 Millionen US-Dollar zur Verfügung gestellt hat. Ausserdem finanziert sie drei der acht wichtigsten Produzenten von Strumunition und deren Bestandteilen.

Geschäft mit dem Krieg

Die Liste der in der Sicherheits- und Wehrtechnik tätigen Firmen umfasst laut Swissmem rund 50 Mitglieder. Die drei Grössten, Ruag, Mowag und Oerlikon Contraves machen Umsätze in Milliardenhöhe. Branchenprimus Ruag hat zwar auch eine zivile Sparte, doch 2/3 des Umsatzes verdient Ruag mit militärischen Produkten. Neben Systemen und Komponenten für die militärische Luftfahrt baut der Konzern Handgranaten, Mörser sowie Luft-Boden-Raketen.

Neben den "Grossen Drei" hält eine ganze Reihe von kleinen Unternehmen Nischen im Wehrgeschäft besetzt: Die Wavecom Elektronik in Bülach stellt Geräte für die elektronische Kriegsführung her. Die Vectronix in Heerbrugg SG produziert militärische Nachtsichtgeräte. Die Contraves-Tochter Ilee in Urdorf ZH fabriziert Ziellaser für Gewehre. Die Omnisec in Dällikon ZH gilt als Spezialist für militärische Verschlüsselungstechnik. Auch Ascom und Siemens Schweiz haben eigene Rüstungsabteilungen. Der Bereich "Civil and National Security" von Siemens entwickelt Produkte und Lösungen für die taktische Simulation. Als Zulieferer der Waffenkonzerne agieren die Hartchrom Defense Technology in Steinach SG, die u.a. Geschützrohre verchromt. Die Nitrochemie in Wimmis BE stellt Sprengstoffe her. Die Precicast in Novazzano TI und Jena Gallay SA in Genf liefern Turbinenteile für Kampfflugzeuge. Colibrys in Neuenburg hat Sensoren für "Smart Bombs" entwickelt, und die Revue Thommen in Waldenburg BL fabriziert Cockpitinstrumente, die auch in Kampfflugzeugen eingebaut werden.

Widerstand tut not

Diese Kriege und die kapitalistisch-patriarchalen Verhältnisse, die sie hervorbringen, müssen gestoppt werden. Die stetig wachsende Anzahl Teilnehmerinnen an der jährlichen Frauendemo in Zürich und die vermehrten Proteste verschiedenster Gruppen zeigen, dass je länger je mehr Menschen nicht mehr gewillt sind, die herrschenden barbarischen Zustände widerstandslos hinzunehmen.

Organisieren wir uns gegen Krieg, Faschismus und Patriarchat.

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