Comminique zur Demo "Stacheldraht zu Altmetall" in Zürich

Heute Samstag, dem 26.09.15 sind über 2000 Menschen in Zürich auf die Strasse gegangen. Mit der Parole “Stacheldraht zu Altmetall – Bleiberecht überall!” zog die Demo vom Helvetiaplatz durch den Kreis 4.

Es waren Parolen zu hören wie “Friede den Hütten, Kireg den Palästen! Feuer und Flamme den Ausschaffungsknästen!” oder “Say it loud, say it clear, Refugees are Welcome here”. Kurz vor dem Helevtiaplatz bahnte sich der Demoumzug selbstbestimmt den Weg zur Langstrasse. Die Polizei versuchte den Gang zur Langstrasse mit Gewalt zu verhindern, wobei sie den Wasserwerfer einsetzte. Die Menschen sind jedoch nicht zurückgewichen. Als Folge der Wasserwerferattacke wurde eine demonstrierende Person von den Füssen gerissen. Die betreffende Person erlitt beim Aufprall auf den Randstein eine schwere Kopfverletzung; sie lag kurz bewusstlos am Boden und wurde ins Spital gebracht. Sie wird mindestens eine Nacht dort bleiben müssen. Trotz der Gewalt der Polizei erkämpfte sich der Demoumzug den Weg an die Langstrasse. Die Demo löste sich selbstbestimmt am Helvetiaplatz auf.
Diese Demonstration war Ausdruck antikapitalistischer, revolutionärer Praxis. Die Eliten Europas verursachen auf dem ganzen Globus Kriege und Krisen. In der kapitalistischen Welt sind sie es, welche dem Profitstreben und den Nationalinteresssen folgend, imperialistische Kriege führen, mit ihren Konzernen ganze Erdteile versklaven, Waffen exportieren und dabei für Hunger und Tod sorgen. Ihre Antwort auf die von ihnen produzierten Flüchtlingsströmen zeugt schlichtweg von Unmenschlichkeit: Schiffe werden versenkt, Zäune gebaut, Flüchtlinge mit Tränengas und Gummischrot angegriffen. Es werden Menschen unter widerlichen Bedingungen interniert und unter dem Vorwurf des “illegalen Aufenthalts” inhaftiert. Die Verantwortung liegt bei den bestehenden, regierenden Institutionen. Diese Institutionen funktionieren im Sinne der Erhaltung des kapitalistischen Systems. Aus diesem Grund sehen wir es als wichtig an, sich ausserparlamentarisch und revolutionär zu organisieren und einen Widerstand der aufs Ganze geht, aufzubauen.

Wir sind nicht die Einzigen! Seit Wochen und Monaten kämpfen Menschen in ganz Europa gegen diese unmenschlichen Zustände – An den Grenzen Griechenlands, Ungarns, Kroatiens, Österreichs und anderswo kämpfen Migrant*innen für Bewegungsfreiheit. Viele unterstützen sie ganz praktisch und leisten Fluchthilfe. Solidarische Grüsse senden wir an dieser Stelle an die #OpenBorderKaravane, welche in diesem Moment auf dem Weg nach Ungarn ist. Auch in der Schweiz bleibt es nicht nur bei Demonstrationen: So besetzten beispielsweise diese Woche in Renens VD Geflüchtete und Unterstützer*innen ein Haus, um der prekären Unterbringungspraxis etwas entgegensetzen zu können.

Das Ziel ist die Entmachtung der herrschenden Klasse, die Beseitigung des Kapitalismus und den Aufbau einer klassenlosen, solidarischen Gesellschaft. Wir wollen in einer Gesellschaft leben, in welcher die Bedürfnisse aller an erster Stelle stehen und nicht der Profit der grossen Konzerne. Eine solche Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung wird erkämpft.

Dass uns nichts geschenkt wird, wurde heute wieder klar. Umso klarer ist auch, dass wir nicht nachgeben:
Alle, die den unmenschlichen Status Quo verteidigen gehören angegriffen!

stacheldraht zu altmetall

Protest gegen SVP bi de Lüüt am 21.9. in Dornach

Gefunden unter http://ch.indymedia.org/de/2015/09/95899.shtml.

Mit Geld, Geld und nochmals Geld verwirrt und verblödet die SVP die Massen. In Scharen strömen all diejenigen, die meinen, sie seien irgendwie zu kurz gekommen, an die Veranstaltungen der Blocher-Partei.

Diese präsentiert ihnen anstelle von Politik Sündenböcke: Hetze gegen AusländerInnen, Hetze gegen alles „unschweizerische“ und autoritäres Getue genügen – wenn das nötige Kleingeld vorhanden ist – vollends um die grössten Rassisten in irgendwelche Ämter, bis hinauf zum Bundesrat zu wählen.

Dieser widerlichen Propaganda setzen wir unseren Widerstand entgegen! Immer wieder werden die SVP-Veranstaltungen gestört. So auch diejenige im Restaurant Schlosshof in Dornach, am Montag 21. September, an der unter anderem Christoph Blocher als Redner auftrat. Die Bullen wollten den lautstarken Protest nicht bis zur Scheune, in der sich die SVP versammelte, durchlassen. Sie setzten Pfefferspray und Gummischrot gegen etwa 40 bis 50 AntifaschistInnen ein, schafften es jedoch nicht, diese zu vertreiben. Nach etwa 20 Minuten wurde die Kundgebung selbstbestimmt aufgelöst.

Flüchtlinge bleiben, SVP vertreiben!

Anmerkung aufbau.org: Laut verschiedenen Medienberichten wurde durch die Störaktion die Ankunft von Christof Blocher verzögert, und ein SVP-Apero musste in die Festhalle "evakuiert" werden, wo die Leute eingeschlossen wurden.

Solidarischer Abendspaziergang in Winterthur (18.9.)

von facebook kopiert:

Heute Abend trafen sich rund 400 Personen in Winterthur um gegen das unmenschliche Migrationsregime der westeuropäischen Staaten zu demonstrieren.

Wir besammelten uns am Hauptbahnhof und zogen danach lautstark durch die Strassen Winterthurs.

Unterwegs wurden kurze Reden und Parolen gehalten, die den heuchlerischen Umgang mit der aktuellen Flüchtlingskatastrophe anklagten.

Obwohl wie angekündigt die Strassen video-überwacht wurden und die Polizei mit einem massiven Aufgebot präsent war, liessen wir uns davon nicht aufhalten, uns selbstbestimmt die Strasse zu nehmen.

No border, no nation - refugees welcome!

 

Weitere Fotos auf: https://www.facebook.com/Revolution%C3%A4rer-Aufbau-Winterthur-1587352024845736/timeline/

Beitrag von Radio Stadtfilter dazu: https://soundcloud.com/stadtfilter/abendspaziergang

Erfahrungsbericht und Kommentar zur Kundgebung für Flüchtlinge

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Erfahrungsbericht und Kommentar zur Kundgebung für Flüchtlinge (05.09.15)

Am Samstag, dem 5. September, beteiligten sich bis zu 3000 Personen an einer Kundgebung für Flüchtlinge in Zürich. Ausgehend von der Platzkundgebung am Helvetiaplatz konnte vor Ort trotz Polizeischikane und Spaltungsversuchen eine kraftvolle Demonstration für eine gelebte internationale Solidarität und eine wirkungsvolle antirassistische Praxis durchgesetzt werden.

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