Für einen 1. Mai als Kampftag von unten – nicht als Feiertag des „rot-grünen“ Establishments: Warum das Revolutionäre Bündnis am 1. Mai die Spitze des Demonstrationszuges in Basel beansprucht

Widerstand und Solidarität organisieren – Klassenkampf statt faschistischer Zukunft

Am 1. Mai gehen wir auf die Strasse, um das Gesamte in Frage zu stellen! Das kapitalistische System produziert Elend, Vertreibung und Krieg auf der einen - Überfluss und Dekadenz auf der anderen Seite.

Der grausame Krieg in Syrien, der schon seit Jahren anhält, ist wohl eines der klarsten Beispiele dafür, dass für Kapital und geopolitische Interessen über Leichen gegangen wird. Aber auch die Situation an den europäischen Aussengrenzen mit bewaffnet bewachten Grenzzäunen und tausenden toten Menschen jedes Jahr macht klar, dass die Herrschenden zunehmend Gewalt einsetzen müssen, um die Widersprüche ihrer Welt in Schach halten zu können. Auch in der Schweiz und in Basel ist die Krise des Kapitalismus spürbar. Die Stadtentwicklung, die das Ziel verfolgt, Quartiere unter dem Gesichtspunkt der Profitsteigerung zu gestalten, verdrängt immer mehr Menschen aus den Quartieren, um einer vermögenderen Schicht Platz zu machen. Auch die anstehende AHV-Revision, bei der das Rentenalter für Frauen auf 65 und in einem weiteren Schritt für alle Menschen auf 67 erhöht werden soll, gehört zu den Auswirkungen der Krise.
Es hat sich gezeigt, dass sozialdemokratische Projekte meistens Bestandteil des Problems sind, auch wenn sie sich in turbelenten Zeiten immer wieder als radikalen Wechsel präsentieren. Während in Griechenland Syriza mittlerweile die aufgezwungene Armut verwaltet, hat in Frankreich die SP die Arbeitsrechte stark verschlechtert. In der Schweiz unterstützen Gewerkschaftsführungen die AHV- Alterserhöhung, und die sozialdemokratische Regierung in Basel glänzt seit Jahren durch ihre konzernfreundliche Politik. Die Verhältnisse können sich nur zum Besseren ändern, wenn wir Widerstandsstrukturen aufbauen, soziale Kämpfe auf der Strasse, in den Quartieren oder im Betrieb stärken. Denn ohne Druck von Unten werden sich die Herrschenden nicht zurückziehen – egal wie gewählt wird.
Während in der Türkei und in Rojava gegen den totalitären türkischen Staat gekämpft wird, wehren sich Indigene in den USA gegen das zerstörerisches Pipeline-Projekt DAPL und in den Banlieues französischer Städte stiess die rassistische Polizeigewalt in den vergangenen Monaten auf militante Gegenwehr. Wir solidarisieren uns mit den fortschrittlichen Kämpfen, die auf der ganzen Welt stattfinden. Aber der Kampf gegen die Auswirkungen des Kapitalismus finden auch hier statt: MieterInnen organisieren sich um sich gegen ihren Rauswurf zu wehren, rechtsradikale Demonstrationen und Versammlungen in der Region werden von Antifaschistinnen verhindert und die Kämpfe auf der Welt werden auch hier auf die Strasse getragen.

Gerade der Erste Mai bietet die Gelegenheit, verschiedene politische Kämpfe auf der Strasse zu vereinen. Nur zu oft werden Gruppierungen und Organisationen voneinander getrennt aufgerieben. Der erste Mai mit seiner langen kämpferischen Geschichte bietet einen Rahmen, in dem wir uns gemeinsam mit Millionen von Menschen auf der ganzen Welt gemeinsam und mit allen unseren Themen gegen Fremdbestimmung, Diskriminierung und Ausbeutung wehren!

Für eine Welt ohne Grenzen und Ausbeutung! Heraus zum revolutionären 1.Mai!

22. AprilVeranstaltung zum Widerstand in den USA

25. April: Zyschtigs-Off zum 1. Mai

1. Mai: Antikapitalistischer Block, 10:00 Messeplatz

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