Communiqué Frauendemo 20139. März 2013 Frauen-Demonstration zum internationalen Frauenkampftag 8. März in Zürich Pressecommuniqué: Polizeiaufgebot gegen Frauenräume Ein Polizeiaufgebot versuchte den Frauen den Raum zum demonstrieren zu nehmen – doch die Frauen liessen sich nicht einschüchtern und demonstrierten lautstark durch die Innenstadt. Die diesjährige Demonstration wurde den drei kurdische Kämpferinnen, die in Paris ermordert wurden, gewidmet.
Frauenkampftag 2013
RTS 8. März: Basel Demo 9. März: 1000 Frauen in ZH - Abends Lady Space in der ABS Selbstbestimmte Räume werden uns nicht geschenkt. Weder im Kopf, noch in unserem Körper, noch in unserer Stadt. Die Räume und Rollen, in denen wir uns zu bewegen haben, sind klar vorgegeben. Und sie sind eng. Eigenes Denken und Handeln will erkämpft sein und ist nur kollektiv möglich. Deshalb nehmen wir den 8. März zum Anlass, gemeinsam vorgegebene Grenzen zu sprengen, uns die Strassen unserer Stadt zu nehmen und unsere eigenen Inhalte hinaus zu tragen. Gemeinsam für selbstbestimmte Räume, gegen Kapital und patriarchale Strukturen!
Material: Plakat I Wandzeitung I Pflegestreik I Pflegestreik-Interview I Frauenbündnis I Faltblatt Bündnis I Kampagne 2012 Solidarität mit Pflegehelferin Konietzko
Solidaritätsbotschaft für die Pflegehelferin Angelika-Maria Konietzko und Ihren Kampf gegen unverantwortbare Zustände in der Pflege und gegen die Erzwingungshaft. Mehr Informationen auf dem Blog. Medienmitteilung zum Protest gegen den "Marsch fürs Läbe"Heute versammelten sich rund 200 Personen auf dem Münsterhof, um mit gehörig Lärm den religiösen Fundamentalist_innen ihren Aufmarsch zu vermiesen. Bereits das dritte Jahr in Folge trugen diese zutiefst reaktionären und frauenfeindlichen Organisationen ihre Weltanschauungen auf die Strasse: Sie fordern eine Aufhebung des erkämpften Rechts auf Abtreibung, stehen für frauenfeindliche Gesellschafts- und Familienentwürfe ein und verbreiten ein zusehends rassistisches und völkisches Gedankengut. Wir haben keinen Bock ihren heuchlerischen „Marsch fürs Läbe“ kritiklos über die Bühne gehen zu lassen. Mit Trillerpfeifen, lauten Hupen, Transparenten, Schildern und kreativen Verkleidungen machten wir unserem Ärger Luft und begleiteten das Trauerspiel lautstark auf der ganzen Route. Heute versammelten sich rund 200 Personen auf dem Münsterhof, um mit gehörig Lärm den religiösen Fundamentalist_innen ihren Aufmarsch zu vermiesen. Bereits das dritte Jahr in Folge trugen diese zutiefst reaktionären und frauenfeindlichen Organisationen ihre Weltanschauungen auf die Strasse: Sie fordern eine Aufhebung des erkämpften Rechts auf Abtreibung, stehen für frauenfeindliche Gesellschafts- und Familienentwürfe ein und verbreiten ein zusehends rassistisches und völkisches Gedankengut. Wir haben keinen Bock ihren heuchlerischen „Marsch fürs Läbe“ kritiklos über die Bühne gehen zu lassen. Mit Trillerpfeifen, lauten Hupen, Transparenten, Schildern und kreativen Verkleidungen machten wir unserem Ärger Luft und begleiteten das Trauerspiel lautstark auf der ganzen Route. Der Anlass fand unter massivem Polizeischutz statt: Die Eingänge zum Münsterhof wurden abgeriegelt, es fanden Personenkontrollen statt. Einige Personen wurden sogar präventiv festgenommen. Obwohl unzählige Bullen in Kampfmontur präsent waren, ist es ihnen zu keinem Zeitpunkt gelungen unseren Protest zum Schweigen zu bringen. Den ganzen Nachmittag lang wurden die Ewiggestrigen von Lärm und Sünde übertönt. Der sogenannte „Marsch fürs Läbe“ bedeutet in erster Linie ein Angriff auf die erkämpften Frauenrechte und die Selbstbestimmung über unsere Körper. Frauen haben sich in den Augen der „Lebensschützer“ dem Willen Gottes, dem Wohl des Staates und der Reproduktion des Kapitals unterzuordnen. Dass diese religiösen Ideologien direkt den kapitalistischen und patriarchalen Verhältnissen dienen, versuchen sie mit der moralinsauren Rede von "Abtreibung gleich Mord" zu kaschieren. Den reaktionären Christen geht es nicht um das Wohl von Müttern und Kindern, sondern um deren Instrumentalisierung zwecks Verbreitung ihrer erzkonservativen Ideologien. Anstatt sich für mehr und bessere Betreuungs- und Hilfsangebote für Kinder einzusetzen, verunglimpfen sie Kinder, die in Krippen und anderen Angeboten ausser Haus betreut werden als “Verdingkinder“ und verurteilen Mütter (und nicht etwa Eltern), die eine solche Unterstützung wahrnehmen als Rabenmütter, Karrierefrauen und Mannsweiber. Doch nicht nur in Bezug auf Rollenbilder und Familienideale positionieren sich die OrganisatorInnen und IdeologInnen dieser christlich-fundamentalistischen Veranstaltung am rechten Rand der politischen Landschaft. Das Motto des diesjährigen Aufmarsches („100.000 Kinder fehlen“) zeigt auf, dass nicht nur eine reaktionäre Geschlechterpolitik propagiert wird, sondern vielmehr auch rassistische und völkische Inhalte salonfähig gemacht werden sollen. So wird ein angeblicher Zerfall des schweizerischen Volkskörpers und ein damit zusammenhängender Kulturwandel heraufbeschworen. Der „Marsch fürs Läbe“ ist keine Randerscheinung: Die christliche Rechte ist auf dem Vormarsch und das politische Klima insgesamt verschiebt sich in der aktuellen Krise weiter nach rechts, sodass erkämpfte Errungenschaften zusehends angegriffen werden. Diesem Rechtsruck setzen wir unseren Widerstand entgegen und kämpfen für eine Gesellschaft fernab von frauenfeindlichen und heteronormativen Werten. Da die Angriffe auf die Frauenrechte, wie auch die rassistische Hetze, und der ganze konservative Mief zur kapitalistischen Krise gehört, wie die Fliegen zum Scheisshaufen, muss auch der Widerstand gegen die rechte Hetze ein Widerstand sein, der ums Ganze geht. Gegen rechte Hetze! Abtreibung ist Frauenrecht! Und nur damits gesagt ist: Es ist noch nicht aller Tage Abend, wir kommen wieder keine Frage! Bündnis für ein selbstbestimmtes Leben, 15.09.2012 Flugblatt zum 8. März 20120Dieses Flugblatt (PDF) haben wir an der FrauenDemo am 10. März 2012 verteilt: Weitere Beiträge... |
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Frauen Räume subito!