Knapp 200 Leute haben in Solidarität mit dem Widerstand der Standing Rock Sioux gegen den Bau der North Dakota Access Pipeline demonstriert. Der Revolutionäre Aufbau Basel war mit einem Flugblatt, einem Transparent und einer Rede präsent.

 

Das Flugblatt:

#NoDAPL!

Die Dakota Access Pipeline ist ein Monsterprojekt. Mit ihr soll umstrittenes Fracking-Öl aus dem Norden der USA zu einem Verteilzentrum im zentralen Illinois und dann weiter ins südliche Texas transportiert werden, von wo es exportiert werden kann..

Die Pipeline verläuft durch ein Gebiet, das von indigenen Sioux beansprucht wird, und unter dem Fluss Missouri hindurch. Während dem Bau wurden mehrere heilige Stätte der Sioux – zum Teil mutwillig – durch die Baufirmen zerstört, und längerfristig bedroht die Pipeline unter dem Missouri die einzige Trinkwasserquelle für die ansässigen Sioux sowie für weitere stromabwärts lebende Menschen.

Gebaut und betrieben wird die Pipeline massgeblich von der Energy Transfer-Konzernfamilie, die dem Bankrott nahe ist. Deshalb ist sie auf fremdes Geld angewiesen, das in Form von Hochrisikokrediten aufgenommen wurde. Dieses Geld stammt zu einem grossen Teil auch aus der Schweiz...

Die Rolle der schweizer Banken

Die Credit Suisse ist bei der Finanzierung der Dacota Access Pipeline der grösste Player. Offiziell stemmtein Konsortium von 17 Banken den Baukredit von 2,5 Milliarden Dollar. Die UBS und die Credit Suisse halten sich im Hintergrund und sind nicht Teil dieses Konsortiums. Dies wohl, um den Schein zu wahren: mit den Investitionen in die Pipeline verstossen die Banken sowohl gegen internationales Recht als auch gegen ihre eigenen „Social Policies“.

Während die Credit Suisse in ihren selbstdefinierten Regeln speziell Bezug auf die Rechte von Indigenen Völkern nimmt, investiert sie rund 1,4 Milliarden US-Dollar in den Bau. Einmal mehr zeigt sich die Verlogenheit der „sauberen Fasaden“ der Banken und Konzerne, und dass für Profit sowohl auf alle Regeln und Gesetze als auch jegliche Moral gepfiffen wird! Einen sozialen Kapitalismus wird es nie geben können, denn für den im Kapitalismus so wichtigen Wachstum muss auch der Profit stetig steigen, was eine immer krassere Ausbeutung und Missachtung von menschlichen Bedürfnissen zur Folge hat.

Der Widerstand

Als die betroffenen Sioux durch Zufall von den Plänen zum Bau der Pipeline erfuhren, begannen sie den Widerstand vorzubereiten. Sie bauten zusammen mit Nicht-Indigenen UnterstützerInnen Protestcamps auf, in denen zeitweise bis zu 10'000 Menschen lebten und kämpften. Neben symbolischen Protestformen und dem juristischen Weg setzten die „Verteidiger des Wassers“ auch auf Massenblockaden, mit denen der Bau der Pipeline gestört wurde. Die hochmilitarisierte US-Polizei ging hart gegen die Blockaden und Camps vor, mehrere hundert Menschen wurden verhaftet und verletzt, einzelne davon so schwer, dass sie Gliedmassen nicht mehr benutzen können.

Dass sich die Polizei auf die Seite der Grosskonzerne und gegen die Interessen der kämpfenden Bewegung stellt, wundert uns nicht. Die Regierungen der kapitalistischen Staaten werden oft direkt von den grossen Unternehmen beeinflusst, mit Wahlkampfspenden und „Beraterjobs“ nach der Regierungstätigkeit werden die PolitikerInnen gekauft. Zum Teil werden sogar Gesetzestexte direkt von KonzernanwältInnen geschrieben.

Umso wichtiger ist es, auch die Kämpfe gegen die kapitalistischen Projekte zu verbinden! Wir stehen hier in der Schweiz nicht nur aus Solidarität mit den betroffenen Menschen in North Dakota auf der Strasse, sondern weil wir vom gleichen Grundproblem betroffen sind: Dem Kapitalismus. Ohne das Überwinden des Kapitalismus ist es nicht möglich, die tagtägliche Ausbeutung, Unterdrückung, Krieg und Rassismus zu beenden.

Gegen die Missachtung der Rechte der indigenen Völker!

Hoch die internationale Solidarität!

No DAPL!

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