RoterMotor 29 zum Bau-Abschluss (2012)

Statt Sozialpartnerschaft und Verhandlungstisch...

Laut und deutlich hat die Gewerkschaft Unia Verbesserungen des Landesmantelvertrages (LMV) auf dem Bau versprochen. Der neue LMV im Bauhauptgewerbe ist jedoch kein Erfolg. Die Gewerkschaft Unia hat einer Lohnerhöhung zugestimmt, die praktisch gar keine ist und sogar tiefer liegt als jene, welche der Baumeisterverband im Herbst angeboten hat! Die Unia hat also ganz offensichtlich zu hoch gepokert; beinahe keine der gewerkschaftlichen Forderungen hatte gegen die Baumeister am Verhandlungstisch eine Chance, dies trotz aktuell äusserst guter Baukonjunktur. Es gilt festzuhalten: Der diesjährige Kampfzyklus hat keine nennenswerten Verbesserungen eingebracht. Nun wird weiterverhandelt und die Unia erwartet „klare Fortschritte“! Diese wird es nicht geben, weil die Kräfteverhältnisse aktuell klar zu unseren Ungunsten stehen. Nur: Weshalb eigentlich?

…Klassenkampf !


Die Gewerkschaftsführung führte die Verhandlungen hinter verschlossenen Türen. Der Basis und den unteren Funktionären wurde vorgegaukelt, es würde nicht mehr verhandelt, sondern der Baumeisterverband hätte nun auf die Forderungen einzugehen. Infolge dessen wurden in Zürich bereits Streikvorbereitungen getroffen. Danach erfuhren die Vertrauensleute das Verhandlungsresultat aus den Medien und zwar einen Tag bevor sie dieses formell zu bestätigen hatten. Die Gewerkschaftsführung hat uns also angelogen! Lieber scheinen diesen Herren faule Kompromisse zu sein, für welche sie sogar das Verhandlungsresultat des Herbstes zu unterbieten bereit sind! Notwendig für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen wäre allerdings Streikkraft. Neben dem Arbeitsfrieden und der Sozialpartnerschaft mit den Bossen scheint diese aber kein Platz zu haben: Die wichtigste Bedingung der Baumeister für den LMV ist immer noch die Friedenspflicht. Und sie wissen sehr gut weshalb!

Heute Defensive, morgen in die Offensive !


Denn wer sich wehren und Kampfkraft für die eigenen Interessen am Arbeitsplatz entwickeln will, kann dies nur kollektiv und kämpferisch tun. Vergangene Kämpfe haben es immer wieder bewiesen, dass der Macht des Kapitals nur die Kollektivität der ArbeiterInnen entgegengesetzt werden kann. Dabei dürfen wir uns keinesfalls mehr auf die Führungen der Gewerkschaften verlassen, welche uns im Arbeitskampf um den LMV offensichtlich in die Irre geführt und anschliessend verraten hat.

Heute Defensive, morgen in die Offensive !


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