Wandzeitung 81 zum internationalen Aktionstag der revolutionären Gefangenen in Indien

Diese Wandzeitung (PDF) haben wir in Solidarität mit dem internationalen Aktionstag der revolutionären Gefangenen in Indien veröffentlicht::

Internationaler Aktionstag in Solidarität mit den revolutionären Gefangenen in Indien!

Jedes Jahr am 15. August feiern die bürgerlichen Kräfte in Indien ihre im Jahre 1947 erlangte «Unabhängigkeit». Für die Bevölkerung Indiens hat sich diese angebliche Unabhängigkeit und die darauf folgende neokoloniale Politik als wahrer Albtraum erwiesen. Um die Ausbeutung reicher Rohstoffe und billiger Arbeitskräfte durch Grosskonzerne zu garantieren, hat sich Indien ein Arsenal an Gesetzen, Dekreten und Verfügungen zugelegt, um im Namen des Kampfes gegen den Terrorismus alle Formen von Opposition auszulöschen. Im ganzen Land sitzen zehntausende Personen wegen dieser «Anti-Terror-Gesetze» in Haft, oftmals ohne Prozess oder begangene Straftaten. Unter ihnen auch viele Mitglieder der CPI (Maoist) – der Kommunistischen Partei Indien (Maoistisch).
Anlässlich des Jahrestages der «Unabhängigkeit» Indiens organisiert die Rote Hilfe International einen Aktionstag, um Freiheit für die revolutionären Gefangenen zu fordern. Dies im Rahmen der internationalen Kampagne im Kampf für die Anerkennung des Status des politischen Gefangenen und für die Abschaffung der heuchlerischen «Anti-Terror-Gesetze».

Die intensiven Verbindungen der indischen Bourgeoisie zur westlichen Elite schaffen den optimalen Nährboden für eine imperialistische, reaktionäre Politik, die für Massen von Besitzlosen Verdrängung, Landraub, Privatisierung und Repression bedeutet. Multinationale Grosskonzerne werden zudem durch Steuererlass und andere Sonderkonditionen angelockt. Die Schweiz war nach der «Unabhängigkeit» das erste Land, mit dem Indien einen sogenannten «Freundschaftsvertrag» abschloss und schon damals in Punkto Auslagerung die Nase ganz vorne hatte. Heute produzieren viele Konzerne, unter anderem Rieter, Schindler, ABB, Novartis und Sulzer in Indien.

Die CPI (Maoist) und ihre Volksbefreiungs-Guerillaarmee (PLGA) stehen in enger Verbindung mit verschiedenen Massenorganisationen. Die darin organisierten ArbeiterInnen, BäuerInnen, Urvölker und untere Kastenangehörige bekämpfen gemeinsam Grossgrundbesitzer, imperialistische Bourgeoisie, das Kastenwesen und patriarchale Strukturen. In vielen ländlichen Regionen ist die Befreiungsbewegung so stark, dass der alte Staat vertrieben werden konnte. Stattdessen regeln Dorfräte oder Volkskomitees alle gesellschaftlichen Belange. Die sogenannte «Rote Zone» dehnt sich mittlerweile vom Nordosten Indiens bis in den Süden aus. Die Erfolge in den Roten Gebieten Indiens zeigen ganz konkret, dass es möglich ist, kapitalistische Ausbeuter zu vertreiben und selbst die Verwaltung der eigenen Angelegenheiten zu übernehmen.

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