von Indymedia

Die Stadtpolizei Zürich des Polizeivorstehers Richard Wolff (Alternative Liste) hat die Veranstaltungsreihe des Politprogramm der diesjährigen Anti-WEF-Kampagne mit einem Grossaufgebot räumen lassen. Dies kurz nach der ersten Veranstaltung zu Perspektiven, Herausforderungen und Grenzen in Migrationskämpfen, aber noch vor der zweiten Veranstaltung an diesem Tag zu Rechtsentwicklung in Europa mit Bernhard Schmid.

Die Räumung der früheren Kontiki-Bar beweist zweierlei: Erstens, dass im ruhigen Hinterland Schweiz keinerlei Regung antikapitalistischer Diskussion geduldet wird, erst recht nicht kurz vor dem jährlichen World Economic Forum. Zweitens, dass Vorstellungen einer "linken" Polizei illusionär sind. Die "Alternative", die die Alternative Liste vorgaukelt, ist keine.

Die Räumung des Kontikis, bei dem auch die Gegend rund um das Lokal abgesperrt und polizeilich gesichert wurde, blieb selbstverständlich nicht ohne Antwort. Noch während der Räumung formierten sich draussen erste Grüppchen, die Parolen riefen, danach gab es noch kleinere Demonstrationen im Quartier. Später fand an der Langstrasse eine Spontandemo mit rund 100 Leuten als Reaktion auf die Räumung statt.

Wichtig ist es uns zu betonen, dass wir das Kontiki als alternativen Raum kennen und schätzen. Es war uns von Anfang an wichtig, die vielen Erinnerungen an das Kontiki zu respektieren. Dieser Gedankengang ist der Stadtpolizei offenbar völlig fremd, die Türe wurde durch die Polizei eingeschlagen, das Innenmobiliar von ihnen durch den Raum geworfen.

Wie dem auch sei: Das Politprogramm geht weiter! Der Angriff der Staatsmacht gegen das Kontiki zeigt die Notwendigkeit einer weitergehenden linken Diskussion rund um das WEF auf. Morgen werden die Veranstaltungen ab 14 Uhr an der Kernstrasse 14 in Zürich fortgeführt, die heute nicht stattgefundene Veranstaltung zur Rechtsentwicklung in Europa mit Bernhard Schmid und deutschen Antifaschisten beginnt um 16 Uhr. Um 14 Uhr findet nun die Diskussion rund um die neusten Repressionsentwicklungen und den Umgang damit statt - mit frischen Erfahrungen von heute. Schliesslich findet um 18.30 Uhr die Veranstaltung zu Rojava statt. Es geht um Erfahrungen im internationalen Austausch und die Frage, was wir vom dortigen Kampf lernen und wie wir diesen mit unserem hier verbinden.

Weiter findet kommenden Samstag in Zug die diesjährige Anti-WEF Demonstration statt. Treffpunkt ist um 15 Uhr auf dem Bundesplatz in Zug.

Wipe out WEF!

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