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(gefunden auf revolutionär.ch) Am 9. Oktober 2019 unterbrach eine Gruppe von etwa 20 Personen die Generalversammlung des Swiss-Turkish Business Council(STBC) in Sempach, Zentralschweiz. Von der Barbara Anna Kistler Brigade, bestehend aus Menschen von Luzern, Bern und den Jura-Bergen wurde das STBC-Treffen sabotiert. Wärend des Treffens drang die Gruppe in den Veranstaltungssaal ein und rief Parolen, hielt eine Rede und zeigte Transparente. Sie prangerten den völkerrechtswidrigen Krieg gegen Rojava an und machten auf die Mitverantwortung des schweizer Staates und der schweizer Wirtschaft aufmerksam.

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Folgender Text wurde während der Versammlung und in Sempach verteilt:

Heute Mittwoch trifft sich der Swiss-Turkish Business Council (STBC), ein Verein zur Förderung von wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Schweiz und der Türkei, in Sempach. Der Verein wurde im Jahre 2000 auf eine Initiative des Staatssekretariat für Wirtschaft SECO gegründet, in einer Zeit, als viele Staudammprojekte in der Türkei geplant wurden. Nun treffen sich Vertreter*innen von Finanzwirtschaft, Industrie, Beratungsfirmen und Anwaltskanzleien in der Innerschweiz, in der Hoffnung durch die bilateralen Geschäftsbeziehungen, ihre Profite zu sichern. Die Staudammprojekte für sich waren schon ökologische und menschenrechtliche Verbrechen. Riesige Landstriche wurden überflutet, Menschen zwangsumgesiedelt und die Wassermenge, die in die angrenzenden Länder Syrien und Irak fliesst, wurde massiv verknappt. Das ganze mit Schweizer Geld und Technik, auch dank dem STBC. Aktuell soll in Hasankeyf ein riesiger Staudamm eröffnet werden. Menschen wurden vertrieben, wertvolle archäologische Stätten und grosse Teile der Natur werden zerstört. Diese Politik in der Türkei hat Konzept. Unter der diktatorischen Erdogan-Regierung wird die Opposition bekämpft, Minderheiten unterdrückt, Natur und Mensch ausgebeutet, das Land geht in rasantem Tempo in Richtung einer faschistischen Diktatur.

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In diesen Tagen postiert sich das türkische Militär gemeinsam mit islamistischen Terroristen entlang der Grenze zu Syrien. In Nordsyrien, wo sich unter dem Namen „Rojava“ in den Wirren des Bürgerkrieges eine autonome Selbstverwaltung nach egalitären Idealen etablieren konnte, droht nun ein neuer Krieg. Jene fortschrittlichen Kräfte, die den IS erfolgreich bekämpft haben, sollen nun vor den Augen der Weltöffentlichkeit bekriegt und ethnische Minderheiten vertrieben werden.

Hinter dieser Kriegsmaschinerie steht eine ganze Wirtschaft, die auf Investitionen und Devisen angewiesen ist. Mit ihren Geschäften unterstützen die Mitglieder des STBC direkt den türkischen Staat und seine Kriege. Wenn sich Banken und Konzerne in der ruhigen Innerschweiz treffen, um über Geschäfte in und mit der Türkei zu sprechen, steht der Profit im Vordergrund – für diesen gehen sie über Leichen. Wortwörtlich.

Rojava verteidigen – Dem Krieg kein ruhiges Hinterland!

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