Eine kleine aber entschlossene Demo hat sich heute Abend als Teil der praktischen Rojava-Solidarität vom Helvetiaplatz aus aufgemacht, ist unter lauten Parolen-Rufen zur Credit Suisse am Stauffacher gezogen und hat diese mit Farbe und Hämmern für ihre Komplizenschaft mit dem türkischen Faschismus bestraft.

Schweizer Kapital mordet mit auf der ganzen Welt. Ganz besonders bestialisch findet dieses Morden für Profit-Interessen derzeit in Rojava statt. Der türkische Faschismus - ein geschätzer Geschäftspartner der Credit Suisse sowohl was die private Vermögensverwaltung angeht, wie was die Kreditvergabe für grosse Infrastrukturprojekte betrifft oder die Finanzierung der involvierten Rüstungsfirmen - schreckt in seinem Eroberungsfeldzug in Nordsyrien derzeit vor keiner Barbarei zurück. Mit moderster NATO-Technologie werden Krankenhäuser in Schutt und Asche gelegt, werden zivile Fluchtkonvois zerbombt und werden gezielt IS-Gefangenen-Ausbrüche unterstützt.

Die faktische Unterstützung dieses Angriffskriegs durch die NATO - sieht man von den ebenso billigen wie wirkungslosen Heucheleien ab - zeigt uns einmal mehr, dass der Imperialismus mit den grundsätzlichen Zielen des türkischen Faschismus völlig einverstanden ist. Man ist in den Regierungspalästen Europas und Nordamerikas zu allererst daran interessiert, dass eingespielte Wirtschaftsbeziehungen über die Runden gerettet werden können, dass die Türkei weiterhin die EU von jenen Menschen abschirmt, die das kapitalischtische Elend in die Flucht treibt, sowie dass die EU der NATO als geostrategisch wichtiger Partner erhalten bleibt. Wenn sich aus diesen imperialistischen Sachzwängen auch noch das Massaker an einem emanzipativen gesellschaftlichen Projekt wie jenem der Selbstverwaltung von Rojava ergibt, dessen revolutionäre Strahlkraft um die ganze Welt reicht und das - sehr zum Schrecken der Herrschenden - beweist, dass nichts so bleiben muss wie es ist; umso besser.

Während unserer Aktion erreichte uns die Nachricht, dass sich die Demokratische Selbstverwaltung gezwungen sah, heute ein Abkommen mit Russland und dem Syrischen Zentralstaat einzugehen. Wie sich dieses Abkommen in der Realität auswirken wird, wird sich in den nächsten Tagen und Wochen zeigen. Sicher ist aber bereits jetzt, dass der Widerstand jener Menschen, die ihr Land unter grössten Opfern vom IS befreit haben um im Krieg gegen ständigen Angriffe der Türkei und ihrer Dschihadisten-Banden eine solidarische Gesellschaft aufzubauen, weitergehen wird. Und sicher ist auch, dass sie sich dabei auf unser aller tatkräftige Solidarität verlassen können.

Hoch die internationale Solidarität!
Dem Krieg kein ruhiges Hinterland!
Biji Berxwedana Rojava!

Fotos und Quelle: https://barrikade.info/article/2730

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