am 15.11.19 per Mail eingegangen:

Zürich: Farbe auf franz Konsulat - Happy Birthday Gilets Jaunes

Wir haben heute Nacht das französische Konsulat mit roten Farbflaschen beworfen und feiern damit mit militanten Grüssen das einjährige Jubiläum der Gelbwesten-Bewegung in Frankreich.

Heute vor einem Jahr hat sich die ganze politische Landschaft Frankreichs mit einem mächtigen Schlag verändert. Die selbstherrliche Arroganz der Macron-Regierung wurde durch eine seit Jahrzehnten nicht mehr erlebte Wucht der proletarischen Massenmilitanz niedergeschmettert. Und damit wurden die Gelbwesten auch international zum offensiven Symbol des Ausbruchs aus der Resignation und Ohnmacht und der proletarischen Gegenoffensive.

Alle – auch die revolutionäre Linke – waren überrascht über die enorme Dynamik und den Durchhaltewille dieser Bewegung. Diese Bewegung, die alle bürgerliche Repräsentation ablehnt und sich wirklich von unten organisiert, hat bis heute ein ganzes Jahr lang Samstag für Samstag zwischen Zehn- und Hunderttausende auf die Strassen mobilisiert. Sie geniesst bis heute noch den Rückhalt der Mehrheit der französischen Gesellschaft. Und sie hat der Bourgeoisie Frankreichs ihre pseudo-demokratische Maske heruntergerissen und deren autoritäre Fratze entblöst. Wenn das Proletariat im demokratischen Schauspiel nicht mitspielen will und echte Veränderungen fordert, dann wird der bürgerliche Staat zum militärischen Ausnahmestaat und alles, was der Repressionsapparat hergibt wurde gegen die Gelbwesten eingesetzt. In diesem Jahr wurden 11000 Gelbwesten verhaftet und 1000 Gelbwesten sind im Knast gelandet. Die durch Polizeigewalt verletzten Gelbwesten sind unzählbar und wir gedenken auch den in den Auseinandersetzungen umgekommenen Gelbwesten.

Mit unserer militanten Aktion gegen den französischen Staat solidarisieren wir uns mit ganzem Herzen mit den Gelbwesten in Frankreich. Sie traten den Beweis an, dass es so nicht bleiben muss, wie es ist – und dies mitten in Europa. Und dieser Beweis wird nicht nur genährt durch alle aktuellen Aufstände in Chile, Libanon, Ecuador und vielen mehr, die ebenfalls zeigen, dass der Klassenkampf von unten wieder den Motor der Geschichte beginnt anzutreiben. Der Beweis, dass Kapitalismus und Barbarei nicht das Ende der Geschichte ist, wird zur fassbaren revolutionären Perspektive, wenn wir ihn im Zusammenhang mit den Errungenschaften der Revolution in Rojava verstehen.

Schöpfen wir Wut, Mut und Kraft aus dem proletarischen Internationalismus. Gerade, wenn die Eliten meinen, sie könnten sich auch diesen Januar in Ruhe am World Economic Forum (WEF) in Davos treffen, können wir auch die Kämpfe gegen sie dorthin tragen.

Solidarität mit den Gelbwesten!

Kein ruhiges Hinterland – WEF angreifen!

Hoch die Internationale Solidarität!

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