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Heute Nacht haben wir bei der Niederlassung der Mercedes Benz AG an der Dufourstrasse die Schaufenster eingeschlagen und das Gebäude farbig markiert. Wir schliessen uns damit einer Reihe von Angriffen in der Schweiz und Deutschland an, die Mercedes allesamt als Kollaborateur des türkischen Angriffskrieges gegen die Selbstverwaltung Nord- und Ost-Syriens zu Rechenschaft ziehen. Mercedes betreibt nicht nur grosse Fabriken in der Türkei und trägt somit entscheidend zur türkischen Kriegskasse bei, sondern beliefert auch ganz direkt die türkischen Armee.
Ein ausführlicher Bericht der Mitverantwortung von Mercedes, inklusive Fotos von Mercedes LKWs der türkischen Armee, findet sich hier: https://barrikade.info/article/2773

Unterdessen läuft der Krieg in Nordsyrien schon rund 50 Tage und einiges hat sich verändert seit am 9.Oktober die ersten Bomben auf Serekanye fielen und die ersten Panzer (und Mercedes-LKWs) der türkischen Armee über die Grenze rollten. Verändert hat sich, dass es von offizieller europäischer Seite her ruhig um den Krieg und die Kriegsverbrechen geworden ist. Die gesamte NATO, allen voran Deutschland und die USA, sind entschlossen nach anfänglich sachter Kritik an ihrem NATO-Partner nun möglichst schnell wieder zum Courant Normal zurück zu kehren. Während die türkische Armee und ihre dschihadistischen Verbündeten ihre Besatzungszone ausweiten wollen und etwa um die Städte Til Temir und Ain Issa im Westen dieser Besatzungszone nach wie vor schwere Gefechte stattfinden und die Vertreibung und Neuansiedlung in der Besatzungszone in vollem Gange ist, sind die westlichen Regierungen (und mit ihre Hofmedien) noch so gewillt, das Erdogan-Märchen vom beendeten Krieg mit ihrem imperialistischen Gütesiegel ab zu segnen.

Verändert hat sich auch, dass es dem türkischen Faschismus militärisch und diplomatisch gelungen ist, sich eine Besatzungszone an seiner Grenze zu sichern. Nach Jahren des solidarischen Miteinanders, die der Befreiung von der IS-Herrschaft folgten, dürfen die diversen dschihadistischen Milizen in diesen Dörfern und Städten nun also wieder nach Belieben morden, vergewaltigen und plündern.

Nicht verändert hat sich jedoch der entschlossene Widerstand der verschiedenen militärischen Selbstverteidigungs-Strukturen der demokratischen Selbstverwaltung Nordsyriens. In erbitterten Kämpfen und in ständiger Bedrohung durch Kampfdrohnen halten SDF, YPJ und YPG die Frontlinie und verteidigen ihre Dörfer gegen die Milizen. Nicht verändert hat sich auch die hohe Mobilisierung der Völker Rojavas gegen die drohende Besatzung. Täglich kommt es zu Demonstrationen, die feindlichen Miitärkonvois werden mit Steinen angegriffen und gemeinsam sorgt man für die Versorgung und Unterbringung der Verletzten und Vertriebenen.

Nicht verändert hat sich schliesslich die unbedingte Notwendigkeit für die revolutionäre Linke Europas, weiterhin mit Demonstrationen und Aktionen präsent zu sein. Einerseits geht es darum die Moral der kämpfenden Völker Rojavas zu unterstützen, andererseits die Komplizenschaft Europas und seiner Konzerne zu denunzieren, zu untergraben und zu sabotieren. Genauso wie sich die Bevölkerung Nord- und Ost-Syriens unter Führung der Frauen ihrer eigenen Macht bewusst wurde und damit eine tief greifende Veränderung der gesamten Region bewirken konnte, müssen wir uns unserer Macht bewusst werden: Wir können weit mehr als solidarisch sein, wir können und müssen ein aktiver Faktor der Verteidigung Rojavas sein!

Hoch die internationale Solidarität!

Alles Gute der PKK zu ihrem heutigen 41. Geburtstag: Venceremos!

Überall ist Rojava - Überall ist Widerstand!

 

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