ZH: Feuer beim US-Konsulat

In Solidarität mit dem massenhaften Aufstand in den USA haben wir heute Nacht einige Container vor dem hiesigen US-Konsulat angezündet. Auf dass sich die Flammen des Klassenkampfes weiter auf der ganzen Welt ausbreiten!

Alle zusammen gegen Bullen, Rassismus und Kapitalismus!
Hoch lebe der Befreiungskampf der Unterdrückten!
Hoch lebe die internationale Solidarität!

Zürich: Fire at US-Consulate

In solidarity with the people’s uprising in the US, tonight we set on fire some containers adjacent to the local US consulate. May the flames of classwar further spread across the world!

United against cops, racism and capitalism!
Long live the struggle for people’s liberation!
Long live international solidarity!

Quelle: https://barrikade.info/article/3580

Winti: Angriff auf RUAG AG

Diesen 1. Mai, dem internationalen Kampftag der Arbeiter*innenklasse, haben wir, als Zeichen des Widerstandes, einen Standort der RUAG AG in Winterthur mit Farbbeuteln angegriffen.

Das Rüstungsunternehmen RUAG AG ist der grösste Militärs- und Kriegsmaterial Exporteur der Schweiz, dessen Aktien zu hundert Prozent dem Schweizer Staat gehören. Die finanziellen Interessen, die im kapitalistischen System auch den Staat lenken, enttarnen die Schein-Neutralität der Schweiz.

Viel mehr noch werden durch die weltweiten Waffenexporte, globale Konflikte unterstützt und befeuert. Allein durch die Munition der Kleinwaffen, welche die RUAG europaweit am meisten produziert, sterben jährlich mehrere hunderttausende Menschen.
So werden Technologien von RUAG auch im faschistischen Angriffskrieg der Türkei gegen Rojava eingesetzt (unter anderem in der Zusammenarbeit mit TAI in der Kampfdrohnen-Entwicklung). Wir unterstützen hiermit die Kampagne #riseup4rojava

Während dieses Treiben viele Menschenleben kostet, steht am anderen Ende ein Umsatz von jährlich 1,9 Mrd. Franken.
Die RUAG AG stellt jedoch nur ein Beispiel für die Funktionsweise des Systems dar. Die Ursache für Ausbeutung, Krieg und Krise ist der Kapitalismus.
Dieses System gilt es, in seiner Gesamtheit zu überwinden, und genau dafür kämpfen wir am 1. Mai und an jedem anderen Tag.

Organisieren wir den Widerstand,
erkämpfen wir eine revolutionäre Perspektive!

Quelle mit Video: https://barrikade.info/article/3481

ZH: Spray beim chilenischen Honorar-Konsulat

(03.05. 2020) Wir haben gestern Nacht in Wädenswil (ZH) das chilenische Honorar-Konsulat verschönert!

Diese Aktion ist eine Antwort auf das brutale Regime von Pinera. Die chilenische Regierung nutzt die Corona-Krise zu ihren Gunsten, indem sie hunderte DemonstrantInnen, die seit letztem Oktober gegen das Regime auf die Strasse gehen, ins Gefängnis steckt und jegliche Demonstrationen sowie Proteste verbieten - gleichzeitig will die Regierung aber alle Läden wieder öffnen, die Message ist klar: Konsum ja, Widerstand nein. Wir solidarisieren uns mit den Menschen in Chile, die sich tagtäglich gegen dieses kapitalistische System zur Wehr setzen.

El pueblo / la puebla unido, jamas sera vencido!

arton3474

Quelle: https://barrikade.info/article/3474

ZH: Explosion bei Rheinmetall

(30.04.20) Heute Nacht sind wir bei Rheinmetall Airdefence in Zürich Oerlikon vorbei und haben mit Pyrotechnik ihren Haupteingang angegriffen. Wir stellen diese Aktion in dreierlei Zusammenhänge. Erstens: Solidarität mit Rojava, nieder mit dem türkischen Faschismus! Zweitens: Rüstungskonzerne angreifen - Krieg dem imperialistischen Krieg! Drittens: Heraus zum 1. Mai, internationaler Kampftag!

Der Reihe nach. Rojava, die autonome Föderation im Norden Syriens, bleibt bekämpft. Zum einen durch die verschiedenen Schläferzellen des sogenannten Islamischen Staats, welche nach jedweder Gelegenheit trachten, um die Menschen und Strukturen vor Ort anzugreifen. Tausende ehemalige IS-Kämpfer sind in Gefängnissen inhaftiert, wiederum tausende Unterstützerinnen sitzen in grossen Lagern in der Region. Die Gefahr für Rojava, welche diese darstellen, ist sehr real. Der Grossteil der Staaten, aus denen diese IslamistInnen nach Rojava gingen, verweigert jede Zusammenarbeit, um die Strukturen vor Ort zu entlasten.

Zum anderen durch den NATO-Staat Türkei mit seinen jihadistischen Banden. Es ist wesentlicher Bestandteil der politisch-militärischen Strategie des herrschenden faschistischen Blocks in der Türkei, Rojava zu bekämpfen. Genau gleich wie dieser Block insgesamt all jene angreift, die mit den grossottomanischen Visionen dieses Blocks - und all seinen nationalistischen, religiösen und kriegstreiberischen Elementen davon - nicht einverstanden sind. Abertausende politische Gefangene sitzen in den türkischen Gefängnissen und keine der Coronahafterleichterunugen wird ihnen gewährt. Zugleich nutzt die Türkei die reale medizinische Bedrohung durch das Coronavirus, um ihre niederschwellige Kriegsführung gegen Rojava fortzuführen. Immer wieder gibt es militärische Auseinandersetzungen, Drohnenangriffe und Artilleriebeschuss. Die medizinische Versorgung in Rojava ist prekär, genau gleich wie die Wasserversorgung, und die Türkei tut, was sie kann, damit die Situation prekär bleibt.

Dazu gehört weiter eine Intensivierung der Bekämpfung der Guerilla in den Kandilbergen in Bashur, dem Nordirak. In den vergangenen Wochen zeichnet sich eine Eskalation ab, die in einem innerkurdischen Krieg enden kann. Auf der einen Seite die revolutionären Kräfte, darunter insbesondere die PKK, auf der andere Seite die kapitalistischen Kräfte der KDP des Barsani-Clans, die eine lange Geschichte darin haben, Hand in Hand mit sowohl der Türkei wie den USA zu wirtschaften. Maxmur, eines der zentralen Flüchtlingslager der kurdischen Bewegung im Irak, wurde mit Drohnen angegriffen. In den Tälern rund um das Kandilgebirge machen sich die rechten Peshmerga-Einheiten der KDP breit, um so die Bewegungsmöglichkeiten der Guerilla einzuschränken. Nachdem GenossInnen der PKK-Guerilla diese direkt aufgefordert hatten, sich aus den Selbstverteidigungsgebieten zu verziehen, wurden darauffolgend diese durch Luftschläge der Türkei getötet. Es ist naheliegend, dass die KDP-Peshmerga den Standort der PKK-Einheit verraten hat und damit ihre Ermordung überhaupt erst ermöglicht hat.

Diese Vorgänge geschehen nicht im luftleeren Raum. Die Türkei kann sich darauf verlassen, dass die kapitalistischen und imperialistischen Staaten des Westens und andere Grossmächte ihr immer wieder Rückendeckung gewähren. Die gegenseitigen Abhängigkeiten sind gross und Fragen der politischen Moral sind bestimmt kein Leitmotiv kapitalistischer Realpolitik. Bei jedem grösseren militärischen Angriff auf Rojava - sei es bei der Invasion Afrins oder dann beim Angriff gegen Serekaniye und die umliegende Region, welche beide vorläufig in grossflächligen Besatzungen endeten - waren es jeweils die USA oder Russland, welche das grüne Licht zum Einmarsch gaben. Es ist weiterhin so, dass im wesentlichen diese beiden Kräfte den Luftraum über Nordostsyrien kontrollieren. Jeder Aufklärungsflug der türkischen Luftwaffe, jeder Luftschlag von türkischen Kampfjets setzt voraus, dass diese strategischen Partner der Türkei ihnen den Luftraum öffnen. Sie sind Teil der Kriegsführung gegen Rojava, auch wenn ihr Beitrag weniger offensichtlich als derjenige der Türkei ist.

Ein anderer Teil der internationalen Unterstützung für die Türkei ist diejenige beim Aufbau einer eigenständigen türkischen Rüstungsindustrie, deklariertes strategisches Ziel des herrschenden AKP-MHP-Blocks zur Reduktion der Abhängigkeit vom Ausland in dieser Frage, aber auch um eigenständiger regionaler Akteur zu werden. In diesem Projekt ist die Rheinmetall ein wesentlicher Bestandteil, welcher Waffen an die Türkei liefert, aber vor allem auch sich als Partner zur Verfügung stellt, um den Rüstungsaufbau im Land voranzutreiben. Sie sind etwa Lizenzgeber für die Produktion von KBA Oerlikon Kanonen bei Aselsan (drittgrösster Rüstungskonzern der Türkei), wollten sich zwischenzeitlich an der Entwicklung der Altay-Panzer beteiligen oder planten gemeinsam mit MKEK (staatlicher Rüstungskonzern der Türkei) eine joint venture.

Überhaupt, diese Rüstungsindustrie, die Folge und Ursache internationaler Kriegstreiberei ist, die die ganze Menschenfeindlichkeit von Kapitalismus und Imperialismus erhellt, die schonungslos offenlegt, wie Leid und Tod am einen Ort Arbeitsstellen, Profit und Steuern am anderen Ort ermöglicht. Im Zuge der Corona-Krise ist dieses Verhältnis speziell augenfällig. Während grosse Teile der Gesellschaft grosse Bemühungen unternehmen, um sich vor einem mörderischen Virus zu schützen, unternimmt die Rüstungsindustrie weiterhin grosse Bemühungen, damit anderorts gemordet wird. Als etwa in Italien ein Produktionsstopp zum Schutz der ArbeiterInnen gegen den massgeblichen Industrieverband Confindustria durchgesetzt wurde, gehörte die Rüstungsindustrie zu jenen Branchen, die vom Stopp ausgeklammert wurden. Die profitable Produktion von Mordsmaschinerie geht vor!, sagen sie. Krieg dem Krieg!, sagen wir.

Der erste Mai steht nun vor der Tür, internationaler Kampftag des Proletariats und aller Unterdrückten. Wir wollen an dieser Stelle all jene grüssen, die sich in irgendeiner Form konkret am Kampf gegen das Bestehende beteiligen. Die Solidarität, die uns interessiert, ist jene, die den Kampf dem Kapitalismus zum Ziel hat. Es ist in und nach der Überwindung dieses Ausbeutungssystems, dass eine tatsächlich solidarische Gesellschaft möglich werden wird, in der nicht das Trennende, sondern das Verbindende im Zentrum steht. In diesem Sinne wollen wir wiederum insbesondere die GenossInnen und FreundInnen hervorheben, die in Rojava, Bakur, Bashur und Rojhelat kämpfen, die in der Türkei unter widrigsten Bedingungen dem faschistischen Feind auf verschiedensten Ebenen empfindliche Schläge versetzen wie in der Angriffsserie der HBDH - die gemeinsame Front der revolutionären Parteien - gegen Staat und Kapital.

Fight for Rojava!

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Quelle: https://barrikade.info/article/3445

ZH: Communiqué vom Revolutionären Bündnis Zürich zum 1. Mai 2020

Am heutigen ersten Mai – dem internationalen Kampftag der Arbeiter*innen – haben wir unseren breiten Widerstand auf die Strassen Zürichs getragen. Heute haben wir mit vielfältigen Aktionen gezeigt, dass es möglich ist, sich gegen die Angriffe von Staat und Kapital auf die Lebens-und Arbeitsverhältnisse des Proletariats, zu wehren. Wir konnten zeigen, dass auch in Zeiten der Corona-Pandemie kollektiver Widerstand im öffentlichen Raum möglich ist. Eine Eindämmung der Pandemie ist zweifelsfrei richtig. Die Eindämmung bedeutet für uns jedoch nicht, dass wir nicht widerständig sein sollten, im Gegenteil: Die Krise welche das Virus ausgelöst hat, und die sich weiter verschlimmern wird, ist eine Krise des Kapitalismus. Die Eindämmung des Virus wird von den Regierungen so umgesetzt, dass Arbeiter*innen am meisten gefährdet sind sich anzustecken und zu sterben. Und es sind auch die Arbeiter*innen die sozial und ökonomisch dran glauben müssen. Aus diesem Grund muss sich der Widerstand, auf kluge Weise, intensivieren und Revolutionär*innen dürfen nicht «warten bis die Krise vorbei ist».

Denn gerade die aktuelle Situation lässt die Widersprüche des Kapitalismus schonungslos zutage treten. Das chronisch überlastete Pflegepersonal muss noch länger und härter arbeiten als sonst. Menschen mit temporärer Anstellung sind seit mehr als einem Monat ohne Lohn, andere haben Lohneinbussen aufgrund der Kurzarbeit. Das Asylrecht in der Schweiz ist faktisch ausgehebelt, während auch die Geflüchteten in Griechenland ohne Schutz sind. Es droht zudem eine weitere Zunahme häuslicher und sexualisierter Gewalt. Und der Bund prüft die Massenüberwachung via Handyortung. Kurz: Die Krise tobt und geht es nach den Herrschenden, sollen wir an allen Fronten für die Fehler des Systems bezahlen.

Es ist eine Situation, in der der Kapitalismus mehr denn je klar macht, dass er selbst der Fehler ist. Doch dieser Fehler lässt sich durch revolutionäre Kämpfe beheben! Sichtbar wird dies im weltweiten Widerstand gegen die Ausbeutungsverhältnisse und die täglichen Zumutungen dieses Systems. Und es hat sich auch an diesem ersten Mai gezeigt!

Selbstbestimmt und solidarisch haben wir heute vielfältige Widerstandsformen gelebt – darauf bedacht, unsere Gesundheit und jene anderer zu schützen. Dies, ohne uns der Repression, die auf die komplette Vereinzelung von Widerständigen abzielt, zu unterwerfen. Hier eine unvollständige Aufzählung von Aktionen, die stattgefunden haben:

  • Bereits im Vorfeld wurde ein Farbanschlag auf die kantonale Regierung Zürichs verübt. Und eine Filiale von Reinemetall wurde mit Pyrotechnik angegriffen.
  • Am ersten Mai selbst wurde eine Filiale der CS mit Farbe eingedeckt.
  • Um 12 Uhr hat sich auf der Rathausbrücke eine Demo der Basisgruppe ZBÖ versammelt.
  • Um 14 Uhr wurde in der ganzen Stadt Feuerwerk gezündet. Um 14 fand eine kurdische-türkische Kundgebung am Bellevue statt.
  • Ab 15 Uhr war eine Vielzahl von Demonstrationen (unter Wahrung der nötigen Massnahmen zum Schutz der Gesundheit) im Langstrassenquartier präsent, zu Fuss, mit dem Velo, während von Balkonen laut das Demo-Radio Lora mit Musik und Reden Stimmung machte. Hier kamen die verschiedenen Kämpfe und Bewegungen zusammen und fanden einen kollektiven Ausdruck.
  • Zudem wurden während des ganzen Tages in der Stadt verschiede Aktionen durchgeführt: Wände wurden bekleistert oder besprayt, Transparente aufgehängt oder per Floss die Limmat runter geschickt und Flugblätter wurden verteilt. Über den ganzen Tag hinweg hörte man in der ganzen Stadt immer wieder Feuerwerke und die Polizei kam nicht nach, auf die dezentralen Aktionen zu reagieren.

Es zeigte sich, dass sich die Polizei in ihrem repressiven Verhalten einmal mehr selbst übertraf. So wurden selbst Personen, die lediglich Flugblätter verteilt haben, weggewiesen und Leute, die Transparente aufhängten, verhaftet.

Klar ist, dass sich unser Widerstand durch diese Repression nicht brechen lässt. Vielmehr ist es uns gelungen, viele Kämpfe zu verbinden. Diese werden auch zukünftig in unterschiedlichsten Formen in Zürich präsent sein und ihren Weg auf die Strasse finden!

Solidarität heisst Widerstand!

Gemeinsam gegen den Kapitalismus!

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An- und Verkauf kommunistischer Literatur, Infos, Kontaktmöglichkeiten und vieles mehr. Infos, Adressen und Öffnungszeiten.

RJZ & Rote Hilfe

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Weitere aktuelle Infos gibts auf der Seite der Revolutionären Jugend Zürich & auf dem Blog der Roten Hilfe

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Rote Welle und Radio Widerspruch. Die Radiosendungen des revolutionären Aufbau.