ZH: Farbe & Leim gegen Avenir Suisse, den Arbeitgeberverband & Economiesuisse!

Wir haben gestern Nacht (15.April 20) die Geschäftsstellen von Avenir Suisse, Economiesuisse und dem Arbeitgeberverband mit Farbe markiert und die Türschlösser verklebt.

Damit treffen wir nicht nur jene Akteure, die sich aktuell besonders für das Kapital, das heisst gegen ausreichende Gesundheitsmassnahmen am Arbeitsplatz und für ein der Wirtschaft genehmes „Ausstiegsszenario” aussprechen, sondern auch jene, die sich in den letzten Jahren immer am meisten für Privatisierungen und Sparmassnahmen eingesetzt haben. Daran wollen die wirtschaftlichen Interessenverbände nach der Pandemie wieder anknüpfen. Der Schweizerischer Arbeitgeberverband,Swissmem, der Verband der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie, oder Economiesuisse arbeiten hinter den Kulissen intensiv daran, die Krise für das Kapital verwertbar zu machen und die Kosten nach unten abzuwälzen. Lieber mehr Überwachung und Trackingapps, statt geschlossene Verkaufsstellen, lieber mehr Kranke, statt fehlender Profit, so lautet die Logik des Kapitals. Dagegen hilft nur vielfältiger Widerstand.

Allen voran die Avenir Suisse

Während sich viele von uns um die Gesundheit, unsere Arbeitsbedingungen und Zukunft sorgen, denkt man bei der Avenir Suisse ausschliesslich an das Kapital. Um die Wirtschaft zu beleben, fordert der wirtschaftsliberale Think Tank letzte Woche eine Lockerung des Arbeitsgesetzes. So sollen künftig 12 Stunden Schichten möglich sein, damit Läden länger geöffnet haben können. Und die Logistikbranche soll 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche arbeiten dürfen. Geht es nach Avenir Suisse, dann soll die Krise auf die Schultern der ArbeiterInnen abgewälzt werden. Wir sollen mehr arbeiten, damit der Profit der Bosse auch in Zeiten der Krise stimmt. Das lassen wir uns nicht gefallen!

Wer sich für unsere Gesundheit einsetzt, muss sich gegen den Angriff von Avenir Suisse zur Wehr setzen. Kein anderer Interessenverband griff in den vergangen Jahrzehnten derart intensiv unsere Lebensbedingungen an. Wo immer es um eine mögliche Profisteigerung und Privatisierung ging, waren die Studien des wirtschaftsliberalen Think-Tanks nicht weit. Avenir Suisse meldete sich beispielsweise bei den TISA-Freihandels-Verhandlungen zu Wort, oder lancierte eine Propagandakampagne für Privatisierungen. Oder man forderte regelmässig die Erhöhung von Studiengebühren auf bis zu 5000 Franken pro Semester. Auch die SBB oder die Stromanbieter will die Avenir Suisse privatisieren (zumindest deren profitable Bereiche), darauf vertrauend, dass der Staat einem den privatisierten Service Publique dann schon wieder abkauft, wenn die Infrastruktur dann nach ein paar Jahren Gewinnmaximierung teurer Sanierungen bedarf.

Wir vergessen nicht...

… wer in den letzten Jahrzehnten erfolgreich für das Kaputtsparen des Gesundheitswesens lobbyierte, es damit attraktiv für Investoren machen wollte stattt nützlich für die Gesellschaft. Wer also mitverantwortlich ist für die Krise im Gesundheitsbereich. Fast jährlich publizierte Avenir Suisse in den vergangenen Jahren Papiere, in denen sie ihre Vision für den neoliberal umgewälzten Gesundheitsbereich vorschlugen. Darin versteckt man seine Forderungen nicht. Im 2018 veröffentlichten Strategiepapier für die Spitäler fordert man beispielsweise „mehr unternehmerische Flexibilität”, um im „kompetitiven Umfeld” zu bestehen. Anders gesagt: Spitäler sollen wie andere Unternehmen privatisiert werden, auf dem freien Markt bestehen, PatientInnen möglichst rasch abfertigen und Löhne tief halten. Noch deutlicher wurde man im Februar 2020, als sich die Pandemie bereits abzeichnete: „Die Schweiz leistet sich zu viele Spitäler, die zu viele Leistungen anbieten.” Die Antwort auf die Frage, ob wir zu viele Spitäler besitzen, zeigt sich heute deutlich. Und noch etwas manifestiert sich in der gegenwärtigen Krise deutlicher als zuvor: Die Absurdität, dass Gesundheit im Kapitalismus wie andere Waren auch, auf dem Markt angeboten werden soll.

Zuhause bleiben? Gesund und in Bewegung bleiben!

Die gegenwärtige Krise ist zuallererst eine Krise des Kapitalismus. Entsprechend handeln die verschiedenen AkteurInnen. Das Kapital und seine Schergen beginnen bereits heute mit den kommenden Auseinandersetzung. Sie positionieren sich, wenn es darum geht, wer von der Krise durch Rationalisierung und verschärfte Ausbeutung profitieren soll und wer dafür bezahlen muss. Dafür bringen sie ihre Interessenverbände in Stellung, die beim Bund die Lobbyarbeit und bei den Medien die PR für das Kapital übernehmen. Umso wichtiger ist es, dass wir den Kampf ebenfalls nicht auf Morgen vertagen, sondern bereits heute beginnen, die Interessen des Kapitals zu denunzieren und es wo möglich anzugreifen.

Solidarität heisst, Verantwortliche von Sparmassnahmen angreifen!

Gemeinsam gegen den Kapitalismus!

Heraus zum 1.Mai!

Quelle: https://barrikade.info/article/3394

Schreiben von MakeRojavaGreenAgain und Rojava Komitee Zürich

Leben ist Widerstand – Widerstand ist Leben!

Die vergangenen Monate der Corona-Krise mit ihrer ungleichzeitigen Entwicklung über den Globus haben verschiedenartig das Scheinwerferlicht auf die verschiedenen Widersprüche innerhalb des kapitalistischen Systems gelenkt. Schlagartig fallen die Hüllen und der Blick wird freigelegt auf die grundlegenden Mechanismen, nach denen unsere Gesellschaft funktioniert. Systemrelevant sind jene Berufe, die in vergangenen Jahren gesellschaftlich als wenig attraktiv galten, nun aber in ihrer zentralen Bedeutung erkannt werden. Die Bedeutung des Care- und Pflegebereichs – und damit eine Arbeit, die insbesondere von Frauen* geleistet wird – wird sichtbar. Genauso wie aber umgekehrt die Frage zu stellen ist, was denn mit all jenen Berufen ist, in denen wir (zum Teil) viel Zeit für mal mehr, mal weniger Lohn verbringen, die aber von einem Tag auf den anderen zu irrelevant degradiert werden. Kurz: Die Corona-Krise stösst grundlegende Fragen über die Art und Weise an, wie wir heute zusammenleben und wie wir künftig zusammenleben wollen.

Dieses System ist lebensfeindlich

Eine der Facetten dieser Fragen sind die erstaunlichen und ermutigenden Bilder, auf denen wir sehen, wie innert kürzester Zeit die Natur sich (teilweise) erholen kann. Die Umweltverschmutzung nimmt rapide ab, wenn die Fabriken ihre Tore schliessen, keine Flugzeuge mehr am Himmel kreisen und der Automobilverkehr in Folge von Lockdowns stark verringert wird. Der Smog verschwindet, das Wasser wird klarer und man hofft, es möge in dieser Hinsicht noch eine Weile so bleiben.

Wir wissen zugleich, dass einzelne Bilder nicht mit einer nachhaltigen Erholung der Natur zu verwechseln sind für die es wohl deutlich mehr als einige Tage Produktionsstopp bräuchte. Dennoch bleibt erstaunlich: Plötzlich sind Sachen möglich, die zuvor als unmöglich beschrieben wurden, was offenlegt, dass es eben nie eine Frage des gesellschaftlichen Könnens war, sondern eine Frage des gesellschaftlichen Willens wenn es um den Schutz von Natur und Umwelt geht.

Es ist erschreckend, dass es die Lebensfeindlichkeit des Virus braucht, um für eine kurze Zeit die Lebensfeindlichkeit des kapitalistischen Systems zu unterbrechen, in welcher dem Profit alles untergeordnet wird – Umwelt, Gesundheit, Frieden. All das ist sekundär wenn es darum geht, Mehrwert zu erzeugen. Nur jetzt, angesichts dieses Virus, das potenziell hunderttausende Menschen töten kann, hält dieses System kurz inne, gleichsam einer Notbremse im Zug. Und in diesem Moment des scheinbaren Stillstands, in dem die Natur mehr lebt als wenn die Wirtschaft brummt, bestätigt sich eine der Parolen der kurdischen Bewegung: Berxwedan jiyan e – Widerstand ist Leben, weil angesichts der Lebensfeindlichkeit dieses Systems zu leben zu widerstehen ist und zu widerstehen zu leben heisst.

Und danach?

Es ist lediglich ein scheinbarer Stillstand, weil zugleich gewaltige Transformationsprozesse stattfinden. Sei es gedanklich, aufgrund der vielen sich aufstossenden Fragen die sich im Zuge dieser Krise stellen. Sei es praktisch, aufgrund der schnellen und tiefgreifenden Veränderungen in der Art wie wir leben und arbeiten (jedes Schlafzimmer wird zum Home Office). Es scheint klar, dass die Vertreter*innen dieses Systems die Gunst der Stunde wittern, in der so vieles offen steht, um ihre Profitlogik im nächsten

Atemzug weiter zu optimieren. Bereits erscheinen die ersten Artikel darüber, dass alle Geschäfte wieder zu öffnen sind, während wir vor nicht einmal zwei Wochen darüber sprachen, dass die Baustellen zu schliessen sind. Diejenigen, die in den vergangenen Jahrzehnten mit ihren Sparpaketen und dergleichen im Care-Bereich die Vorausset zungen (mit)geschaffen haben in welcher diese biologische Bedrohung so schnell zu einer allgemeinen Krise werden kann, warten nur darauf, die Produktion möglichst schnell wieder anzuwerfen – idealerweise zu Bedingungen, die für sie noch weit besser sind als vor Corona.

Wir dürfen ihnen das Feld nicht überlassen, weder in der Krise noch danach. Der Ausnahmezustand in den Händen der Herrschenden wird letztlich zugunsten der Herrschenden sein. Wer plötzlich den Wert der Solidarität erkannt haben will, nachdem jahrelang eine unsolidarische Politik des Profits gegen Mensch und Natur praktiziert wurde, dem/der ist nicht zu trauen. Wir wissen aus Rojava, dass es möglich ist, eine Gesellschaft nach anderen Prinzipien zu organisieren. Eine Gesellschaft, in welcher in der jetzigen Corona-Krise das Gesundheitswesen Rojavas das Kommando hat. Im Gegensatz etwa zur Schweizer Realität, in welcher der Bundesrat gemeinsam mit 300 Bankern und Wirtschaftsgrössen Krisenantworten plant. Wir müssen dranbleiben, weitermachen, nicht aufgeben. Die Hoffnung auf Veränderung kann keine Apokalypse sein, sondern entsteht durch unsere gemeinsame Organisierung – gegen die Lebensfeindlichkeit dieses Systems!

Berxwedan jiyan e! Widerstand ist Leben!

mehr infos unter

rojavaagenda.noblogs.org

makerojavagreenagain.org

t.me/rojavaagenda

@AgendaRojka

MRGA Zürich und Rojava Komitee Zürich

Granma - Der Kapitalismus ist das Problem

Wer glaubt, dass alle anderen Systeme schlechter seien, der schaue auf die blockierte und verleumdete Insel, auf der niemand verhungert, jedem die medizinische Sicherheit garantiert ist und wo der Mensch das Zentrum des Systems ist. Der Kapitalismus ist das Problem.

Churchill sagte, der Kapitalismus (er tarnte ihn mit dem Wort Demokratie) sei die schlechteste Regierungsform, mit Ausnahme aller anderen. Etwas, das Eisenhower gerne wiederholte, der als Soldat nicht gerade für tiefgründige Ideen bekannt war. Der scharfsinnige Satz könnte als witzig gelten, wenn er wahr wäre, ist er aber nicht.

Heute ist das schlechteste System der Kapitalismus, hinsichtlich aller anderen, der Menschheit und sogar des Planeten.

Die Pandemie hat diese Realität für alle nur sichtbarer gemacht. Der Kapitalismus ist nicht in der Lage, sich für die Menschheit zu übertreffen, er tut dies nur für das Kapital.

Während in den USA Menschen auf der Straße sterben, betrügen sich die Gouverneure gegenseitig, um sicherzustellen, dass Hersteller von medizinischem Zubehör ihnen dieses zum Nachteil anderer verkaufen. Laut Andrew Cuomo, Gouverneur von New York, rufen Unternehmen für Beatmungsgeräte bei Regierungsbüros an, um mitzuteilen, dass deren Bestellung von der eines anderen Staates abgelöst wurde, der gerade sein Kaufangebot verbessert habe. So versuchen die Unternehmen, auf Kosten von Menschenleben, inmitten der Tragödie ihre Gewinne zu steigern.

Der Preis für Beatmungsgeräte ist, während sie am dringendsten benötigt werden, von 25.000 USD auf 40.000 USD gestiegen. Der Staat, das Krankenhaus oder die Einrichtung, die nicht über genügend Ressourcen verfügen, um sie zu kaufen, werden einfach nicht über sie verfügen, ungeachtet der Menschenleben, die das kostet.

Der sympatische Spruch, der besagt, dass wo einige Probleme sehen, andere eben Chancen erkennen, hört sich nicht mehr so ​​lustig an. Gouverneur Cuomo droht mit der Unterzeichnung eines Beschlusses, wonach nicht verwendete und zu Spekulationszwecken in privaten Räumen gelagerte medizinische Geräte beschlagnahmt werden dürfen. Er bezieht sich auf Personen und Unternehmen, die Beatmungsgeräte ungenutzt lassen, in der Hoffnung, dass das Fortschreiten der Pandemie sie teurer macht, damit sie sie dann an Krankenhäuser verkaufen können.

Das Bundesland war nicht in der Lage, eine nationale Politik für die Verteilung von medizinischer Ausrüstung und Versorgung durchzusetzen, und falls dies jemals erreicht werden sollte, können die Toten den Politikern aufgrund deren Langsamkeit nicht mehr danken. Es herrscht das Prinzip „Rette sich wer kann“, das typisch für den Kapitalismus ist und heute in seinem ganzen kriminellen Ausmaß zutage tritt.

Dies sind Beutepraktiken, die alles andere als neu sind und im Alltag als „normal“ abgetan werden. Das ist aber noch nicht alles. Europäische Regierungen beschlagnahmen Lieferungen von medizinischen Geräten auf dem Weg in andere europäische Länder. Frankreich hat 130.000 Schutzmasken auf dem Weg nach Großbritannien beschlagnahmt. Deutschland meldet, die Regierung der USA habe 200.000 Masken beschlagnahmt, welche es bereits von einer Herstellerfirma in China gekauft hatte, die einem US-Unternehmen gehört. Die Sendung wurde in Bangkok abgefangen, was Innensenator Andreas Geisel als „Akt moderner Piraterie“ bezeichnete.

Der kanadische Premierminister Justin Trudeau beklagte sich darüber, dass eine Lieferung von Masken nur reduziert eingetroffen sei, weil ein Teil davon von den USA zurückgekauft wurde. In der Türkei ist das Schutzmasken-Geschäft so profitabel geworden, dass die Regierung fast eine Million davon beschlagnahmt hat, deren heimlicher Verkauf dem Unternehmen bereits mehrere Millionen Gewinn eingebracht hat.

Die Vereinigten Staaten würden nicht einmal aus moralischen Gründen beim globalen Kampf gegen die Pandemie helfen. Die Realität zeigt ihre Unfähigkeit, dies wenigstens in ihrem eigenen Hause effektiv zu tun. Dazu wissen wir bereits, was es bedeutet, auf Kosten des Restes der Menschheit Amerika wieder groß zu machen.

Bestenfalls ist, für die Eliten, Amerika das oberste 1% der Sozialpyramide. Der Kapitalismus kann nicht aufhören, brutal zu sein. Doch was jetzt vor sich geht ist, dass die ungeschminkte Brutalität die Schaufenster erreicht, wo das Elend hinter dem Wohlstand verborgen wurde, der auf Kosten der ärmsten Völker aufrechterhalten wird.

Frantz Fanon sagte, dass Faschismus der Name sei, der dem Kolonialismus gegeben wurde, als dieser die Metropolis erreichte. Außerhalb der Zentralität der Ersten Welt, greift das Grauen in Ecuador oder in anderen Breiten um sich, die in deren widerwärtigem Sprachgebrauch gewöhnlich als periphere oder Schwellenländer bezeichnet werden und heute angesichts der Offenkundigkeit des mittelalterlichen Albtraums nicht einmal erwähnt werden. Aber man sollte daran erinnern, dass, während in den Metropoli jetzt alle Angst haben, die Dritte Welt ständig von Pandemien geplagt wird. Allein in Afrika leiden 30 Millionen Menschen unter lebensbedrohlichen Hungerzuständen, was sicher Konsequenzen für ihre körperliche und geistige Entwicklung hat.

Von den 5,9 Millionen Kindern, die jährlich auf der Welt sterben, ist dies mindestens bei der Hälfte eine direkte Folge des Hungers. Diese Realität wird von Oxfam, dem Autor der bereits erwähnten Angaben, sehr gut erklärt: „Hunger ist nicht das Ergebnis von vielen Menschen und wenig Nahrung. Er hat mit Macht zu tun, und seine Wurzeln liegen in der vorherrschenden Ungleichheit beim Zugang zu Ressourcen und Möglichkeiten.“

Wer glaubt, dass alle anderen Systeme schlechter seien, der schaue auf die blockierte und verleumdete Insel, auf der niemand verhungert, jedem die medizinische Sicherheit garantiert ist und wo der Mensch das Zentrum des Systems ist. Der Kapitalismus ist das Problem.

Ernesto Estévez Rams / http://de.granma.cu/

Granma - OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEES DER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

ZH: Raum hat’s für alle – wir müssen ihn uns bloss nehmen!

Nicht erst seit der Corona-Krise sind die Widersprüche des Kapitalismus deutlich sichtbar. Doch in der momentanen Situation zeigt sich um so stärker, dass nicht für die Allgemeinheit gebaut wird, sondern für den Profit. Die aktuelle Lage trifft nicht alle gleich. Während es sich bei Home-Office in der 5-Zimmerwohnung und Grillparties im eigenen Garten oder auf dem grossen Balkon leicht sagen lässt “stay the fuck at home”, verschärft sich die Situation für marginalisierte Menschen und wird immer prekärer. Während Arbeiter*innen ihre Mieten auf Grund von Kurzarbeit und Entlassungen nicht mehr bezahlen können, verdienen sich die Immobilienfirmen weiterhin eine goldene Nase. Gerade für Frauen, Jugendliche und Kinder ist der vermeintlich sicherste Ort, die eigene Wohnung, der gefährlichste Ort. Während der Quarantäne nehmen allerorts die Fälle von häuslicher Gewalt zu und auch die Zahl der Femizide steigt an. Die Frauenhäuser sind überlastet oder müssen aufgrund von Corona-Erkrankungen schliessen. “Physical Distancing” wird so zum Privileg.

Grundsätzlich wäre genügend Raum vorhanden, gerade jetzt stehen die meisten Hotels leer und unzählige Zweit-Wohnungen und Airbnb’s werden nicht genutzt. Der Staat hat die jetzige Situation mitzuverantworten, ist somit Teil des Problems und wird keine Lösung dafür liefern. Die Forderung nach Mietstreik ist uns nicht genug. Lasst uns darum die Leerstände besetzen! Öffnen wir sie für alle, für die es nicht möglich ist zu Hause zu bleiben. Nur durch eine Veränderung der Besitzverhältnisse, ganz nach dem Motto “die Häuser denen die darin wohnen”, kann die Wonraumfrage längerfristig beantwortet werden.

In der Krise ist der Widerstand um so wichtiger. Trotz physischer Distanz bleiben wir in Bewegung.

Wir sehen uns bald wieder auf der Strasse! Bis dahin; solidarisieren wir uns, organisieren wir uns und kämpfen wir immer weiter! Die Kämpfe bleiben mit und ohne Coronavirus dieselben. 

Quelle und weitere Bilder: https://wir-bleiben-alle.ch/Raum-hat-s-fur-alle-wir-mussen-ihn-uns-bloss-nehmen 

Karl Marx‘ „Das Kapital“ zum Selbststudium

In mehr als zwanzigjähriger Arbeit haben Lesegruppen des Revolutionären Aufbaus Schweiz einen interaktiven Zugang zum Verständnis aller drei Bände von Karl Marx „Das Kapital“ erarbeitet.Das Resultat haben wir auf https://lesehilfe.aufbau.org allgemein zugänglich gemacht. Gerade in Krisenzeiten ist ein tieferes Verständnis der marxistischen Kapitalismusanalyse das unentbehrliche Werkzeug, um einen Gegenentwurf zur heutigen Gesellschaft zu entwickeln und dafür zu kämpfen.

Direkter Link: Lesehilfe zum Selbststudium

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Weitere aktuelle Infos gibts auf der Seite der Revolutionären Jugend Zürich & auf dem Blog der Roten Hilfe

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