ZH: Raum hat’s für alle – wir müssen ihn uns bloss nehmen!

Nicht erst seit der Corona-Krise sind die Widersprüche des Kapitalismus deutlich sichtbar. Doch in der momentanen Situation zeigt sich um so stärker, dass nicht für die Allgemeinheit gebaut wird, sondern für den Profit. Die aktuelle Lage trifft nicht alle gleich. Während es sich bei Home-Office in der 5-Zimmerwohnung und Grillparties im eigenen Garten oder auf dem grossen Balkon leicht sagen lässt “stay the fuck at home”, verschärft sich die Situation für marginalisierte Menschen und wird immer prekärer. Während Arbeiter*innen ihre Mieten auf Grund von Kurzarbeit und Entlassungen nicht mehr bezahlen können, verdienen sich die Immobilienfirmen weiterhin eine goldene Nase. Gerade für Frauen, Jugendliche und Kinder ist der vermeintlich sicherste Ort, die eigene Wohnung, der gefährlichste Ort. Während der Quarantäne nehmen allerorts die Fälle von häuslicher Gewalt zu und auch die Zahl der Femizide steigt an. Die Frauenhäuser sind überlastet oder müssen aufgrund von Corona-Erkrankungen schliessen. “Physical Distancing” wird so zum Privileg.

Grundsätzlich wäre genügend Raum vorhanden, gerade jetzt stehen die meisten Hotels leer und unzählige Zweit-Wohnungen und Airbnb’s werden nicht genutzt. Der Staat hat die jetzige Situation mitzuverantworten, ist somit Teil des Problems und wird keine Lösung dafür liefern. Die Forderung nach Mietstreik ist uns nicht genug. Lasst uns darum die Leerstände besetzen! Öffnen wir sie für alle, für die es nicht möglich ist zu Hause zu bleiben. Nur durch eine Veränderung der Besitzverhältnisse, ganz nach dem Motto “die Häuser denen die darin wohnen”, kann die Wonraumfrage längerfristig beantwortet werden.

In der Krise ist der Widerstand um so wichtiger. Trotz physischer Distanz bleiben wir in Bewegung.

Wir sehen uns bald wieder auf der Strasse! Bis dahin; solidarisieren wir uns, organisieren wir uns und kämpfen wir immer weiter! Die Kämpfe bleiben mit und ohne Coronavirus dieselben. 

Quelle und weitere Bilder: https://wir-bleiben-alle.ch/Raum-hat-s-fur-alle-wir-mussen-ihn-uns-bloss-nehmen 

Karl Marx‘ „Das Kapital“ zum Selbststudium

In mehr als zwanzigjähriger Arbeit haben Lesegruppen des Revolutionären Aufbaus Schweiz einen interaktiven Zugang zum Verständnis aller drei Bände von Karl Marx „Das Kapital“ erarbeitet.Das Resultat haben wir auf https://lesehilfe.aufbau.org allgemein zugänglich gemacht. Gerade in Krisenzeiten ist ein tieferes Verständnis der marxistischen Kapitalismusanalyse das unentbehrliche Werkzeug, um einen Gegenentwurf zur heutigen Gesellschaft zu entwickeln und dafür zu kämpfen.

Direkter Link: Lesehilfe zum Selbststudium

Aktionen anlässlich der COVID-19-Pandemie II (29.3.-16.4.)

+++ Zürich (22.4.)  Care Work Unite +++

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+++ Zürich (14.4.) Mobilisierung +++

+++ Zürich (10.4): Wer heute profitiert wird morgen enteignet +++

+++ Zürich (8.4): Aktionen Raum hat’s für alle – wir müssen ihn uns bloss nehmen! +++

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Mehr dazu: https://wir-bleiben-alle.ch/Raum-hat-s-fur-alle-wir-mussen-ihn-uns-bloss-nehmen 

+++ Zürich (7.4.) Unsere Antwort: Widerstand +++

 

+++ Winterthur +++

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+++ Zürich Gubrist Baustelle (30.3.): Gesundheit statt Profit. Solidarität mit allen Arbeitenden. Streik und Widerstand +++

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+++ Zürich (29.3.): Applaus zahlt keine Miete. Wohnraum enteignen & kollektivieren. Aufbau.org & rjz.ch +++

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+++ Zürich (29.3.): Zuhause ist's nicht für alle sicher +++

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+++ Basel Roche-Baustelle (29.3.) +++

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+++ Zürich: Gegen häusliche Gewalt & Isolation. Für die feministische Revolution (29.3.) +++

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Die aktuelle Krise und ihre Folgen treffen die Frauen* besonders. Sei es die Kinderbetreuung die nun ins Private geschoben wird, sei es in den bezahlten Care Bereichen, die besonders belastet und schlecht bezahlt sind oder seien das die staatlich geforderten Massnahmen die uns vereinzeln, uns in die Isolation treiben und häusliche Gewalt ansteigen lassen. 

Wir kämpften zusammen am 14.Juni, am 8. März und wir werden weiter aktiv bleiben und uns organisieren, damit diese Krise nicht auf uns Frauen* und die arbeitende Bevölkerung abgewälzt wird.

Aktionen anlässlich der COVID-19-Pandemie (22.3.-28.3.)

+++ Zürich: (28.3.) +++

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+++ Zürich (27.3.) +++

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Von der momentanen „Corona-Solidaritätswelle“ spüren MigrantInnen im Moment wenig. Während tausende von geflüchteten Menschen auf engstem Raum zusammengepfercht vor den europäischen Grenzen verelenden, hat der Schweizer Bundesrat per Notrecht Grenzschliessungen beschlossen und so das Asylrecht faktisch abgeschafft.

Geflüchtete, die sich in Schweizer Asylzentren befinden werden mit repressiven Massnahmen zusätzlich von der Aussenwelt isoliert. Mehrbettzimmer und allgemein enge Platzverhältnisse verunmöglichen für diese Menschen das vielgepriesene social-Distancing.

Dem Virus mag es egal sein, welche Menschen er infiziert. Doch vor den sozialen Folgen der momentanen Pandemie sind in einem kapitalistischen System eben nicht alle gleich.

Kampf der Pandemie heisst Kampf dem Kapitalismus

+++ UZH Spital (26.3.) +++

 

+++ Zürich: Gesundheit vor Profit (25.3) +++

ZUG Corona

 Gesehen auf Instagram

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Gesehen auf Instagram

+++ Basel, St. Johann: Es war schon vor Corona Notstand (25.3.) +++

Basel Corona

+++ Sprays in Zürich (24.3.) +++

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+++ Transparent in Basel beim Altersheim Wiesendamm (22.3.) +++

Basel Altersheim

+++ Gesehen auf Duttweilerbrücke (22.3) +++ 

Brucke

+++ Transpis in Zürich (20.3.) (Triemli, Waid, Brunau, Lochergut) +++

Unsere Gesundheit vor ihrem Profit! 

Der drohende Zusammenbruch des Gesundheitswesens ist ein Resultat der Sparpolitik der vergangenen Jahrzehnte. Betten und Personal wurde abgebaut, der tägliche Druck stieg. Als ob dies nicht genug wäre, hat der Bundesrat nun beschlossen, die minimalen Gesundheitsschutzbestimmungen betreffend Pausen und Ruhezeiten für das Spitalpersonal aufzuheben. Keine weitere Verwässerung von Arbeitsgesetzen! 

Milliarden für die Wirtschaft, null für den Gesundheitsbereich – Solidarität geht anders. Vollumfassend bezahltes Personal und Mittel jetzt! 

Solidarität mit dem Pflegepersonal. Hass auf alle Sparmassnahmen und Privatisierungsversuche der letzten Jahre.

 

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ZH: Communiqué Bitches and Witches - Take Back The Night!

Heute hat sich eine Gruppe von FTIQ*+ die Strasse genommen, um eine klare Botschaft zu senden: der feministische Widerstand ist real! Wir sind selbstbestimmt hier, ohne um Erlaubnis zu fragen. Wir bilden Banden und machen unsere Wut gegen das herrschende System sichtbar

Egal wie gross der Repressionapparat ist, den ihr auffahrt: wir hören nicht auf, Widerständig zu sein. Die Langstrasse wurde zu einem Raum, der FTIQ*+ gehört. Zusammen sind wir stark. Kompliz*innenschaft heisst zusammen kämpfen. Hören wir auf damit, im Wettbewerbswahn gegeneinander zu hetzen. Egal wie unterschiedlich wir sind: Bilden wir Banden, stehen wir zusammen und holen wir uns unsere Körper zurück. Wir solidarisieren wir uns mit den feministischen Kämpfen weltweit. Wir kämpfen weiter, bis das Patriarchat in Trümmern liegt.

Warum ist dieser Kampf so nötig? Sexualisierte Gewalt gehört in dieser Gesellschaft zum Alltag. Das zeigt sich offensichtlich auch in diesem Quartier. Die Langstrasse wurde mehr und mehr zum Party- und Konsum-Gebiet und sexualisierte Gewalt, gerade im Nachtleben, für fast alle von uns erlebbar. Cis-männlich dominierte Dynamiken und Verhaltensmuster verunmöglichen es vielen FLINT-Menschen sich hier frei zu bewegen.

Die Langstrasse war lange Zeit der Ort von Arbeiter*innen-Familien, Migrant*innen, Menschen mit wenig Geld oder Anspruch auf Luxus, es war Rotlichtmilieu und sozialer Knotenpunkt. In den letzten Jahren wurde die Langstrasse von der Gentrifizierung überrollt: Weniger verdienende Familien werden aus ihren Quartieren verdrängt, Sexarbeiter*innen gezielt an den Stadtrand verlagert. Die Polizei versucht mit rassistischen Personenkontrollen Migrant*innen zu vertreiben. Alles nach dem Motto: Aus den Augen aus dem Sinn.

Im Zuge der sich verschärfenden kapitalistischen Logik werden ohnehin schon ausgebeutete und unterdrückte Menschen in die Aussenquartiere verdrängt. In diesem Zuge wird auch die unbezahlte, hauptsächlich FLINT-Menschen auferlegte, Reproduktions-Arbeit (Kindererzieheung, Hausarbeit, Care-Arbeit) an die Stadtränder ausgelagert. Diese Entwicklung bedeutet weitere Isolation sowie gesellschaftlichen und politischen Ausschluss für einen grossen Teil der städtischen Bevölkerung.

Die kapitalistische Wirtschaftsvormacht produziert entfremdete Arbeitsmaschinen, die sich bis zum Umfallen abrackern. Die Entfremdung von sich und seiner Umwelt legt den Grundstein, um die Körper von Frauen*, Trans*, Inter*, Lesben* und Genderqueeren* Menschen als reine Objekte zu betrachten. Sie werden angestarrt, angemacht, angegrapscht, angegriffen – gerechtfertigt durch eine sozial erlernte Hierarchisierung der Geschlechter.

Der Staat und seine Polizei werden uns nicht schützen, denn sie sind Teil vom System, welches sexualisierte Gewalt produziert und aufrechterhält. Die kapitalistische Gesellschaft ist eine Klassengesellschaft - die, die arbeiten und die, die über Kapital verfügen und so von der Arbeit anderer leben. Sexismus und Rassismus sind dabei tragende Grundbausteine, die dieses Konstrukt stabilisieren. So wird uns jeden Tag beigebracht, dass die Einen mehr "wert" sind als andere. Sexismus und Rassismus stabilisieren die dafür notwendige Auffassung, dass gewisse Menschen weniger wert sind als andere.

Um eine wirkliche feministische Befreiung zu erreichen, reicht es nicht, ein paar Frauen im Parlament zu haben. Um die wirkliche feministische Befreiung zu erreichen, muss dieses System, wie wir es kennen, weg.

Ni una Menos!
Gemeinsam holen wir alles zurück – den Tag und die Nacht!

Was kannst du tun? (Ein paar unverbindliche Anregungen)

- Bildet Banden - mit FLINT-Menschen deines Vertrauens.
- Wenn du siehst, dass jemand blöd angemacht wird, hohle deine Kompliz*Innen und geht dazwischen.
- Wenn du dich bedrängt fühlst, wehre dich - wenn du dich alleine nicht getraust:
Hole deine Kompliz*Innen und wehrt euch gemeinsam.
- Organisiert euch, um euch finanziell und sozial unterstützen zu können.
- Organisiert euch, um politisch reagieren zu können.
- Feiere deine Existenz und deinen wunderschönen Körper.
- Lies das Buch "Caliban und die Hexe" von Silvia Federici.
- Mittelfinger hoch an alle Macker.
- Lass das schmutzige Geschirr stehen.
- Respektiere deine eigenen Grenzen und die der Anderen.
- Verlange mehr Lohn und gehe weniger arbeiten.
- Verteile Kondome an die Polizei und Politiker.
- Denk dir selber noch was aus: keine abschliessenden Listen.

BEGRIFFE:
FLINT = Frauen*, Lesben*, Interpersonen*, Nonbinary* (nicht Mann oder Frau), Transmenschen*
(diese Kategorisierungen werden zusammengenommen, weil alle vom Patriarchat negativ betroffen sind)
Cis = sich dem biologischen Geschlecht zugehörig fühlend. Du hast einen Frauen*körper und fühlst dich als Frau*, dann bist du eine cis-Frau*.
Gentrifizierung: Stadtaufwertung. Z.B. wird ein spezifisches Bild einer Stadt konstruiert, welches Wohlstand, Sicherheit und Aufstieg vorgaukelt, ohne die richtigen Probleme wie Verarmung, sexualisierte Gewalt, Ausbeutung anzugehen. Das «Schlechte» wird aus den Augen geschafft, die Partizipation am öffentlichen Leben den wenigen zahlkräftigen Menschen vorbehalten.
* : Sternchen - Alles konstruiert.

Von: https://barrikade.info/article/3251 

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