Communiqué zum 1.-Mai-WarmUp in Winterthur

von Indymedia kopiert:

Stadtaufwertunbg hat viele Facetten. Das Zusammenschiessen von Demonstrant_innen am StandortFUCKtor gehört genauso dazu, wie die Aufwertung von Liegenschaften und damit die Vertreibung der bisherigen Bewohner_innen.
Im Zuge der Sparbemühungen der Stadt Winterthur setzen sie auf ein altes und nicht bewährtes Rezept: die Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen.
Eines der Ziele im Angriff auf unsere Lebens- und Arbeitsbedingungen ist die aktuelle Privatisierung der Stadtgärtnerei Winterthur.
In Solidarität mit den betroffenen Arbeiter_innen, und weil wir diese Angriffe nicht kampflos hinnehmen werden, haben sich heute über 60 Leute zu einer Protestaktion besammelt. Bewaffnet mit Musik, Klebern, Plakaten und Transpis zogen diese zur Stadtgärtnerei, um dort einen Solidaritätsgruss zu hinterlassen. Anschliessend wurde die Winterthurer Altstadt mit Mobilisierungsplakaten und Klebern verschönert. Am Ende des Abendspazierganges gab es in der Steinberggasse ein öffentliches Transpihängen.
Weil die diversen sozialen und Arbeitskämpfe verbunden werden müssen, treffen wir uns alle zum Revolutionären Block am 1. Mai um 11:00 Uhr auf dem Archplatz in Winti.

Die Städte denen, die drin wohnen!
Die Betriebe denen, die drin arbeiten!

Alle heraus zum ersten Mai!

Bilder gibts hier;

Communique zum Öffentlichen Transpimalen für den 1. Mai 2015

Communique zum Öffentlichen Transpimalen für den 1. Mai 2015

gefunden auf indymedia:

Heute Nachmittag haben sich ca. 50 Personen auf dem Kasernen-Areal in Zürich versammelt, um die Kaserne nach der politisch motivierten Putzaktion der letzten Wochen wiederzubeleben.

Die Putztrupps der Stadt Zürich haben vor einigen Wochen unter grosser Mühe nicht nur Farbe entfernt, sondern auch ein Stück linke Politkultur ausradiert. Bilder und Sprüche, welche über Jahre im Kreis 4, in den Köpfen der BewohnerInnen und weit darüber hinaus präsent waren, sind nun weg. Zeugnisse unserer revolutionären Geschichte sollten damit der Vergangenheit zugeführt werden. Das Kasernenareal ist ein Ort, welcher seit Langem zur Geschichte der politischen Bewegung der Stadt Zürich gehört. Einst von den sozialen Bewegungen erobert, ist das Kasernenareal auch heute ein Ort, wo Politik und Kultur zusammentreffen, wie beispielsweise am 1. Mai.

Es ist klar, dass die Säuberung des Areals im Zusammenhang mit den Bemühungen der Stadt Zürich steht, das Langstrassenquartier näher an den noblen Kreis 1 heranzuführen. Die Europaallee als Verbindungsbrücke zwischen 1 und 4 reicht dabei alleine noch nicht aus. Nicht nur die Lagerstrasse muss schön hergerichtet werden, sondern auch das Kasernenareal gehört in den Augen der Stadt, als (noch) unbebautes Areal und zugleich Treffpunkt für viele, schleunigst geputzt. Was dahinter steht, sind die Interessen von Kapital und Profit. Die Stadt gehört offenbar nicht denjenigen, die sie bewohnen, sondern denjenigen, die sie vermarkten.
Auch heute war die Kaserne Raum für politische Auseinandersetzung. Dabei wurde der ausradierte Schriftzug "Und Geld stinkt doch..." wieder an die Wand gemalt, sowie um einige neue Bilder und Parolen ergänzt. Im Rahmen dieser politischen Wiederbelegung des Kasernenareals kam es zu einem Angriff seitens der Polizei. Bei ihrem stürmischen Einsatz, welcher sich aufs umlegende Quartier ausdehnte, wurden drei Personen verhaftet. Es zeigt sich damit wieder einmal die Bemühung der Stadt Zürich, alles was stört aus dem Stadtbild zu vertreiben. Wir werden das nicht hinnehmen, sondern uns weiterhin dagegen wehren und unsere Politik auf die Strassen und Wände dieser Stadt tragen!

Ob am 1. Mai, an der Kundgebung gegen TISA am 18.4. oder an allen anderen Tagen: Nehmen wir uns den Raum, der uns gehört!

Besetzung des Amts für Migration in Luzern

Auf Indymedia.org gefunden:

23.3.2015, 10:32

Besetzung des Amts für Migration

In diesem Moment besetzt eine Gruppe das Amt für Migration (Amigra) in Luzern. Die Gruppierung AKTION WÜRDE STATT HÜRDE macht damit auf die unhaltbaren Missstände in der Asylpolitik, insbesondere in der Nothilfe, aufmerksam. Sie trägt die Stimmen der betroffenen Menschen ins Amigra, damit sie endlich gehört werden.

Pressecommuniqué vom 23. März 2015 AKTION WÜRDE STATT HÜRDE – Besetzung des Amts für Migration In diesem Moment besetzt eine Gruppe das Amt für Migration (Amigra) in Luzern. Die Gruppierung AKTION WÜRDE STATT HÜRDE macht damit auf die unhaltbaren Missstände in der Asylpolitik, insbesondere in der Nothilfe, aufmerksam. Sie trägt die Stimmen der betroffenen Menschen ins Amigra, damit sie endlich gehört werden. Auslöser der Aktion sind zwei Suizidversuche von Menschen in Nothilfe aufgrund unmenschlicher Lebensbedingungen. Das hat erneut alarmierend und in aller Deutlichkeit die dramatische Situation von abgewiesenen Asyl suchenden Menschen aufgezeigt. Problematisch an der Situation sind zwei verschiedene Ebenen: Zum einen werden die Menschen, ohne etwas Kriminelles getan zu haben, kriminalisiert und illegalisiert. Gefängnisstrafen und Bussen sind Alltag, einfach nur, weil die Papiere fehlen. Zum anderen sind die Lebensumstände prekär, da unwürdige Notwohnungen und die täglichen 10-Franken-Gutscheine von Coop bei Weitem nicht zum Leben reichen, zumal zusätzlich ein Arbeitsverbot besteht. Auch zu Bildung haben diese Menschen keinen Zugang. Dies alles verunmöglicht ein menschenwürdiges Dasein und eine Integration in der Schweiz. Das Amt für Migration schikaniert die Nothilfe beziehenden Menschen zusätzlich mit willkürlichen Repressalien. Die Gruppierung AKTION WÜRDE STATT HÜRDE solidarisiert sich.

Auf Indymedia.org gefunden:

23.3.2015, 22:37

Wir haben heute in Zürich und Bern ein Transpi gehängt. Mit dieser Aktion solidarisieren wir uns mit den BesetzerInnen des Migrationsamtes in Luzern. Die destruktive Dynamik des Kapitalismus tritt in Krisenzeiten immer offener zutage. Die Auslagerung von Industriebetrieben zwecks Profitsicherung in ehemals kolonialisierte „Niedriglohnländer“ und die gnadenlose Ausbeutung von Rohstoffen im Trikont zerstört die Lebensgrundlage dort ansässiger Menschen. Täglich verlassen Millionen von Menschen ihr Ursprungsland. Während unzählige von ihnen an den immer besser gesicherten Aussengrenzen Europas sterben, begegnen diejenigen, die es in die Schweiz schaffen immer brutaleren Bedingungen. Verschiedenste sogenannte „Asyl- und Migrationsgesetzgebungen“ wurden in den vergangenen Jahren verschärft. Gleichzeitig werden Rassistische Ressentiments bewusst geschürt. Flüchtlinge werden in „richtige“ und „falsche“ unterteilt. Illegalisierte werden der Ausschaffungsmaschinerie zugeführt oder als SchwarzarbeiterInnen ausgebeutet. Setzen wir dieser spalterischen Politik unsere antirassistische Klassensolidarität entgegen. Flüchtlinge bleiben, Bonzen vertreiben!

 

Aus »Räubern« wurden »Freiheitskämpfer«

Albert Ettinger zeichnet die Interessen des Westens an Tibet nach
Eine umfassende Geschichte Tibets legt Albert Ettinger vor. In seinem Buch »Kampf um Tibet. Geschichte, Hintergründe und Perspektiven eines internationalen Konflikts« zeichnet er Begehrlichkeiten nach, die Tibet unter den imperialistischen Staaten des Westens hervorrief und heute noch weckt – stets im Verhältnis zu China.

  
Als »Kuchen auf dem Speiseplan gefräßiger Kolonialmächte«, schreibt Ettinger, fiel das chinesische Reich am 15. August 1900 unter das Joch ausländischer Invasoren. Japan, Russland, Großbritannien, die USA, Frankreich, Deutschland, Österreich und Italien stellten ein Heer, das der deutsche Kaiser Wilhelm II. die »vereinigten Truppen der zivilisierten Welt« nannte. Der deutsche Kaiser sprach vor Soldaten die hässlichsten Sätze, wie »Pardon wird nicht gegeben, Gefangene nicht gemacht.«


1903 brachten die Briten die »Zivilisation« nach Tibet. Die Regierung Großbritanniens schickte eine Militärexpedition in Richtung Lhasa auf den Weg. Auf ihrem Feldzug töteten die 3.000 britischen Soldaten etwa 2.700 Tibeter und erzwangen ein Abkommen, das Tibet zu Handelsbeziehungen mit dem sogenannten Britisch-Indien verpflichtete. Das Abkommen sollte Tibet zu einem britischen Protektorat machen, auf Kosten Chinas.   


Ab den 1950ern wurden im Zuge des Kalten Krieges die tibetischen Khampa-Kämpfer von den USA zu Insurgenten ausgebildet. Aus »Räubern« wurden »Freiheitskämpfer der CIA«, heißt es bei Ettinger. Auf der damals noch unter US-Verwaltung stehenden japanischen Vulkaninsel Okinawa diente ab 1957 der CIA ein Stützpunkt zur Ausbildung von antikommunistischen Spionage-, Sabotage-, Folter- und Terrorspezialisten aus Tibetern, Taiwan-Chinesen, Koreanern und Thailändern. Sie sollten dort »für den beginnenden verbrecherischen Krieg in Indochina trainiert werden«, schreibt Ettinger. Neben vielen anderen Verbündeten des Dalai-Lama porträtiert der Autor auch dessen »Nazifreunde«. Unter ihnen befanden sich der »österreichische Bergsteiger« Heinrich Harrer, der es bis zu einer »spirituellen« Hollywood-Verfilmung gebracht hat, und der »Rassenforscher« und SS-Hauptsturmführer Bruno Berger.


Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion verschärfte sich Washingtons Ton gegenüber China erneut. Der US-Senat verabschiedete am 23. Mai 1991 eine Resolution, nach der Tibet ein besetztes Land sei, dessen wahre Repräsentanten der Dalai-Lama und die tibetische Exilregierung seien. Die chinesische Regierung wurde daraufhin aufgefordert, ihre Streitkräfte aus Tibet zurückzuziehen. Die Kampagnen dazu, wie etwa anlässlich der olympischen Spiele 2008 in Peking, stellt Ettinger dar. Auch die »Freunde«, von Heinrich Harrer bis John McCain, sind im Buch abgelichtet – stets umarmt vom fröhlich grinsenden Dalai-Lama. (sz)

Albert Ettinger: Kampf um Tibet. Geschichte, Hintergründe und Perspektiven eines internationalen Konflikts. Zambon-Verlag, Frankfurt am Main 2015, 368 Seiten, 25 Euro

Am Dienstag, dem 17. März, stellt der Autor sein Buch um 19 Uhr in der jW-Ladengalerie vor (Torstraße 6, 10119 Berlin).

Junge Welt vom 16. März 2015

Vio.Me in Griechenland: Fabrik in Arbeiterhand

Vio.Me in Griechenland: Fabrik in Arbeiterhand

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Ihr könnt nicht, wir können!“ Das war die lapidare Antwort der Arbeiter an die Besitzer ihrer Fabrik, nachdem sie von diesen im Mai 2011 ohne Lohn und Arbeit zurückgelassen worden waren. Das zum Konzern von Philkeram Johnson gehörende Werk am Stadtrand von Thessaloniki produzierte Klebstoffe für Fliesen und stand nach dem mutmasslich betrügerischen Konkurs der Muttergesellschaft (2012 wurden zuerst der Direktor, dann sein Rechtsanwalt in Haft gesetzt) vor dem Aus. Damit wollte sich die Belegschaft nicht abfinden und besetzte den Betrieb. Dass die Maschinen und Vorräte aufgrund der ausstehenden Löhne ohnehin den Beschäftigten gehörten, stand bald einmal fest. Doch wie es weitergehen sollte, war vorerst nicht klar.

Am 12. Februar 2013 nahmen sie die Produktion wieder auf. 22 von den ehemals 70 Beschäftigten. Doch diese sind umso entschlossener. In den zwei Jahren quälenden Wartens hatten sie ausreichend Zeit, um über ihre Lage, ihr Leben, die Gesellschaft und die Zukunft nachzudenken. „Wir haben lange genug mit giftigen Chemikalien arbeiten müssen. Darum wollen wir jetzt Dinge produzieren, die naturnah sind und welche die Menschen wirklich brauchen“, erklärt einer der Arbeiter von Vio.Me.

Nach traditionellen, handwerklichen Verfahren stellen sie heute Seifen und Reinigungsmittel für den Hausgebrauch her. Manche Einrichtungen wirken improvisiert, aber zweckmässig. Die Produkte werden verkauft oder getauscht oder verschenkt. Je nach den Umständen – jede und jeder nach seinen Fähigkeiten, jeder und jedem nach seinen Bedürfnissen. Vom Erlös werden neue Rohstoffe gekauft und Löhne bezahlt. Jeder bekomme 15 Euro pro Tag, der Rest gehe in „die Solidarität“. Gemeint ist der kollektive, länderübergreifende Kampf für eine solidarische Gesellschaft. Auch im Ausland können beispielsweise die ansprechend verpackten Naturseifen für 2,50 Euro inkl. Versand (Karton zu 104 Stück) bestellt werden (E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Um dem Verkauf der Produkte von Vio.Me einen legalen Rahmen zu verschaffen, wurde eine Genossenschaft gegründet, der auch Aussenstehende als „Solidaritätsunterstützende“ beitreten können. Der monatliche Beitrag beträgt 3 Euro, für Arbeitslose die Hälfte, und kann gegen Produkte getauscht werden. Vio.Me soll der gesamten Gesellschaft gehören, an deren Schicksal auch die Zukunft von Vio.Me geknüpft ist. Vio.Me ist Teil einer sozialen Revolution, die damit begonnen hat, dass die Menschen ihr Leben in die eigene Hand nehmen.

Das revolutionärste an Vio.Me ist wahrscheinlich, dass diese 22 Arbeiter die Logik des Markt- und Konkurrenzdenkens, das unser ganzes Leben beherrscht, durchbrochen haben. In der freien Marktwirtschaft besteht die Freiheit hauptsächlich darin, dass die Menschen aus einem kaum überschaubaren Angebot an Waren – sofern sie das Geld dazu haben – auswählen können, welche sie kaufen wollen. Und diese Freiheit bezahlen sie mit ihrem Leben: damit, dass sie sich den Zwängen der Lohnarbeit unterwerfen und einen schönen Teil der Freizeit mit Pendeln und Einkaufen verbringen. Wie ein Hamsterrad, das immer schneller dreht. Und jene, die nicht mehr können, fallen heraus und bleiben auf der Strecke: als Arbeitslose, als von der Sozialhilfe Abhängige, als psychisch Kranke, als Obdachlose, wie auch immer der individuelle Schicksalsweg aussehen mag.

Vio.Me wurde zu einem Symbol der Selbstorganisation im Kampf gegen die Sparpolitik der Samaras-Regierung und der Troika aus EU-Kommission, EZB und IWF. Aus diesem Grund erfährt die selbstverwaltete Fabrik eine Welle grosser Solidarität und Unterstützung sowohl in Griechenland als auch im übrigen Europa und darüber hinaus. Weitere Infos: http://www.viome.org/.

Aufbau Vertrieb

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An- und Verkauf kommunistischer Literatur, Infos, Kontaktmöglichkeiten und vieles mehr. Infos, Adressen und Öffnungszeiten.

RJZ & Rote Hilfe

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Weitere aktuelle Infos gibts auf der Seite der Revolutionären Jugend Zürich & auf dem Blog der Roten Hilfe

Rote Radios

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Rote Welle und Radio Widerspruch. Die Radiosendungen des revolutionären Aufbau.