Communique zum 8.März

Wir haben uns heute am 8. März, internationaler Frauenkampftag selbstbestimmt, laut und kämpferisch die Strasse genommen. Mit über 300 Frauen, Lesben, Inter, Trans, Nonbainary und Agender Personen haben wir heute Abend unter anderem auf den Bulleneinsatz vom Samstag geantwortet und gezeigt, dass die Strassen uns gehören. Auch heute versuchten sie uns einzuschüchtern, doch dies haben wir uns nicht gefallen lassen. Wir sind wütend, noch immer tagtäglich gegen die herrschenden patriarchalen Strukturen ankämpfen zu müssen.

Momente wie heute, oder am vergangen Wochenende, wo wir gemeinsam unsere Wut auf die Strassen tragen und Schulter an Schulter gegen solche strukturelle Ausbeutung und Unterdrückung ankämpfen, stärken unsere Bewegung nicht nur gegen aussen sondern auch gegen innen! Unser Kampf verbindet und weltweit mit allen Frauen und FLINTA-Personen. Wir waren viele, wir werden mehr und wir kommen wieder!

***ZÄME HEBE, ZÄME STAH, KAPITAL UND PATRIARCHAT ZERSCHLAH***


Allein machen sie dich ein – organisieren, kämpfen, streiken.

8m masken neu 1Heraus zum 8. März 2021!

2021 ist ein Jubiläumsjahr des Frauenkampfes: 50 Jahre Frauenstimmrecht und 30 Jahre Frauenstreik. Fast könnte man meinen, dieses Jahr nun einfach fröhlich entspannt die Errungenschaften feiern zu dürfen. Dass dies aber keineswegs der Fall ist, spüren wir tagtäglich. Gerade unter Corona verschärfen sich die sowieso schon unhaltbaren Zustände: Das Gesundheitswesen steht am Rande des Kollaps angesichts der Pandemie, was das Resultat jahrelanger Sparmassnahmen ist. Das Pflegepersonal ist mit einer physischen, wie auch psychischen Überbelastung konfrontiert, Arbeitsrechte werden ausgehebelt und der Lohn bleibt gleich mickrig wie bisher. In Asylzentren werden Geflüchtete gezwungen ungeachtet von Schutzkonzepten weiterhin unter miserablen Zuständen  zu leben. Ein Grossteil der SexarbeiterInnen erhält keine Unterstützungsgelder trotz verhängtem Arbeitsverbot. Es zeigt sich in der aktuellen Krise, was alle Krisen gemeinsam haben: Die Reichen werden reicher, die Armen werden ärmer. So hat etwa die Familie Blocher letztes Jahr vier Milliarden vorwärts gemacht. Während die einen also fröhlich weiter ihr Kapital anhäufen, sind es besonders Frauen, auf deren Buckel die Krise ausgetragen wird. Ob in der Lohnarbeit – denn plötzlich sind es  die Sektoren, in denen hauptsächlich Frauen arbeiten, deren Systemrelevanz erkannt worden ist – oder zu Hause, wo die zusätzlichen Belastungen durch Lockdown, Homeoffice, Homeschooling, soziale Vereinzelung und auch häusliche Gewalt massiv angestiegen ist.

Für uns ist klar: Wo sich Widersprüche verschärfen, zeigt sich auch immer der Widerstand! Dies lässt sich beispielsweise an der starken Gesundheitswoche des Pflegepersonals oder den Massenprotesten im Kontext von #blacklifesmatter sehen. Für uns steht dieses Jahr im Zeichen der  proletarischen Frauensolidarität. Klassenbewusstsein aufbauen und solidarisch zusammenstehen! Unterstützen wir uns gegenseitig, nehmen wir uns ein Beispiel an den kämpfenden Flint-Personen in Polen, Argentinien oder besonders Rojavas und stellen wir uns den Angriffen von oben entgegen!

Auf die Strasse zum internationalen Frauenkampftag, SA 6.03.2021

+++ Termine Zürich: 13:30-15:00 Polit-Parcour; 15:30 DEMO, Ni-Una-Menos-Platz. Alle weiteren Infos auf https://8mrzunite.ch/ +++

Kein "Marsch fürs Läbe" in Winterthur!

Der «Marsch für’s Läbe» wurde abgesagt. Für uns steht somit fest, dass auch wir nicht mehr für unsere Kundgebung am 19. September in Winti mobilisieren und unsere Kräfte lieber anderweitig einsetzen.

Nachdem die Städte Bern und Zürich den Christenfundis bereits vor Monaten Platzkundgebenden oder Märsche untersagt hatten und sich auch Winterthur vor der Genehmigung einer öffentlichen Veranstaltung drückte, waren die Fundis in das der Evangelikalen Gemeinde Winterthur gehörende Gate27 ausgewichen. Und sogar dort lässt man sie jetzt fallen. Nachdem die Betreiber*innen des Gate27 in Winterthur aufgrund unserer Mobilisierung hinsichtlich des 19. September kalte Füsse bekamen, setzten sie die Veranstalter*innen des «Marsch fürs Läbe» am 04. September kurzfristig auf die Strasse.

Ein Grund zum Feiern?

Dass es in diesem Jahr allen Anscheins nach zu keinem MFL kommen wird, ist zwar nur ein Etappensieg, aber wir möchten uns diesen Sieg weder von der Presse noch von den Fundis oder erzürnten Politiker*innen nehmen lassen: Denn dass der «Marsch fürs Läbe» in diesem Jahr nicht stattfinden kann, ist unser aller Verdienst. Dank den grossen und lautstarken Mobilisierungen der letzten Jahre ist es uns gelungen ein politisches und gesellschaftliches Klima zu erschaffen, in welchem die Fundis sich nicht mehr sicher und unantastbar fühlen. Mehr noch: Es war uns immer wieder gelungen, unsere eigenen Inhalte auf die Strasse tragen, den Fundis ihr Deutungsrecht zu nehmen und zu enthüllen, wer und was sich hinter dem geflügelten Namen «Marsch für’s Läbe» wirklich verbirgt, nämlich ein menschenverachtender Idiot*innenhaufen mit Ansichten und Gesellschaftsbildern von vor-vor gestern.

Die Fundis toben

Auch wenn die Veranstalter*innen auf ihrer Website betonen, man prüfe unterschiedliche Kleinstaktionen und wolle sogar einen Film online streamen, so haben sie doch verloren und stehen in diesem Jahr vor einem Scherbenhaufen. Dass sie in dieser kurzen Zeit und während einer Pandemie noch irgendwas Nennenswertes auf die Beine stellen, scheint sehr unwahrscheinlich. Die Absage des Gate27 hat gesessen: Die Fundamentalist*innen beschwören seit Tagen das Ende der Meinungsfreiheit und das Ende der Demokratie. Sie sehen sich als die Opfer eines böswilligen, linksextremen Mobs. Diesen Narrativ können wir nicht so stehen lassen: Zu sagen, «Trans*personen seien krankt und gehören geheilt», Menschen die abgetrieben haben als Mörder*innen zu bezeichnen, queeren Menschen den Status als vollwertige Menschen abzusprechen: Das alles ist keine Meinung und als solche auch nicht schützenswert oder gar demokratisch legitimierbar - es ist purer Hass. Und diesem Hass gilt es ein Ende zu setzen.

Und Winti?

Auch wenn der «Marsch fürs Läbe» in diesem Jahr ins Wasser fällt, so bleib Winterthur ein Fundinest. Wenn ihr also trotz Marschabsage ein Zeichen gegen christlichen Fundamentalismus, rechte Hetze und Antifeminismus setzen wollt, dann werdet in Kleingruppen aktiv und kreativ. Setzt ein Gegenstatement, werdet laut! In Winti, Züri und überall. Denn auch wenn die Fundis dieses Jahr vermutlich zu Hause bleiben, so ist ihr reaktionäres Gedankengut leider nicht aus der Welt. Im Gegenteil: In Berlin zum Beispiel findet am 19. September trotz starker Gegenwehr ein «Lebensmarsch» auf über fünf Kilometern Strecke statt.
Ob Berlin, Brasilien, Polen oder die USA: Weltweit nehmen die Angriffe von christlich-fundamentalistischen Kreisen auf das Selbstbestimmungsrecht von FTIQ* zu. Das Recht auf Abtreibung, das recht auf körperliche und psychische Integrität und Autonomie, das Recht darauf zu lieben und zu leben, wie Mensch will: Diese Rechte fallen nicht vom Himmel, sie wurden und werden erkämpft. Es gilt sie deswegen immer wieder zu verteidigen, und zwar nicht nur am 19. September, sondern jeden Tag.
Den Fundis sei zum Schluss noch eines gesagt: Wenn ihr wiederkommt, kommen auch wir wieder. Wir kommen stärker, grösser und gewillter, euer menschenverachtendes Menschenbild so lange zu bekämpfen, bis ihr keinem Menschen mehr vorschreibt, wie er oder sie zu lieben und zu leben hat. Weltweit.

Es lebe der feministische Widerstand!

Quelle: https://barrikade.info/article/3859

Wandzeitung zum "Marsch fürs Läbe" 2020

Wandzeitung 90

Abtreibung ist Frauenrecht

Am 19. September 2020 soll in Winterthur eine Veranstaltung von christlichen AbtreibungsgegnerInnen stattfinden. Wir sagen: Abtreibung ist Frauenrecht – der «Marsch fürs Läbe» ist auch in Winti nicht willkommen!

Hinter dem «Marsch fürs Läbe» steckt ein christlich-fundamentalistischer Verein, welcher sich gegen das Recht auf Abtreibung stark macht. Dies ist ein frontaler Angriff auf Frauenrechte! Die Selbstbestimmung von Frauen und FLINT-Personen über ihre Körper wird (erneut) infrage gestellt. Die rechten Konservativen vom «Marsch fürs Läbe» stellen sich gerne als «LebensschützerInnen» dar, verbreiten dabei aber eine zutiefst frauen- und FLINT-verachtende Ideologie.

Das «Läbe», welches sie propagieren, ist die Vorstellung einer völlig patriarchalen Gesellschaft.Frauen sollen ihre Körper in vermeintlicher mütterlicher Nächstenliebe aufopferungsvoll hergeben und fremd bestimmen lassen. Das Leben wird von derlei Banden nicht geschützt, sondern geradezu verachtet. Den reaktionären ChristInnen geht es nicht um das Wohl von Müttern und Kindern, sondern um deren Instrumentalisierung zwecks Verbreitung ihrer erzkonservativen Ideologien.

Wir sagen: Schwangerschaft, Geburt und Kind, wir entscheiden uns selbstbestimmt dafür oder dagegen – und wer diese Errungenschaft angreift, muss mit radikaler Gegenwehr rechnen.

Der «Marsch fürs Läbe» kommt dieses Jahr nach Winterthur, weil die Stadt Zürich ihnen 2020 eine Kundgebung in Zürich verwehrt – aus Angst vor erneuten starken linken Gegenprotesten. Deshalb wollen sich die Fundis unter dem Motto «Läbe für alli!» am 19.September 2020 zu einem «fröhlichen Treffen» im freikirchlichen Zentrum «gate27» in Winterthur versammeln.

Nichts da!

Ob auf der Strasse oder im Bunker, ob in Zürich, Bern oder Winti: reaktionärer Mist gehört aufgedeckt, angeprangert und angegriffen!

Dass die Kundgebung der Fundi-ChristInnen in den vergangenen Jahren öfters in andere Städte verschoben oder mal abgesagt wurde ist ein Erfolg der feministischen und antifaschistischen Bewegung!

Knüpfen wir daran an und lassen wir ihr Treffen auch dieses Jahr zum Desaster werden!

Für den Kommunismus!

winterhur.aufbau.org

"Marsch fürs Läbe" 2020 in Winterthur

mfl 2020

+++ "Marsch fürs Läbe" und Gegendemo abgesagt! +++

Die Fundis wurden von ihrem Gastgeber gate27 ausgeladen und das Treffen vom "Marsch fürs Läbe" daraufhin abgeblasen. Die AbtreibungsgegnerInnen können ihre frauen- und LGBTIQ-feindliche Hetze dieses Jahr weder auf die Strasse tragen noch im kleinen Rahmen ihren menschenverachtenden Ideologien frönen. Dies ist ein Erfolg des feministischen und antifaschistischen Widerstands!

Aufgrund der Absage steht auch für uns fest, dass wir nicht an unserer Mobilisierung festhalten und unsere Kräfte lieber anderweitig einsetzen.

Den Fundis sei aber gesagt: Wenn ihr wiederkommt, kommen auch wir wieder. Heute und für alle Tage gilt: kein Fussbreit dem "Marsch fürs Läbe"!

Wandzeitung | Aufruf | Transpi | Aktion gegen Daniel Regli | Communiqué zur Absage der Mobilisierung |

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