BS/WaR (6.12.15): Erlebnisbericht zum fünften rechtsradikalen / dritten Pegida Dreiländereck-Aufmarsch

Am Sonntag, 6. Dezember versammelte sich die Pegida wieder in Weil am Rhein bei Basel. Es waren ca. 50 Teilnehmende anwesend, die wie die letzten Male in Gitter eingesperrt und von der Polizei bewacht wurden. Lautstark versammelte sich auch eine grosse Schar AntifaschistInnen (ca. 150 Personen) rund um die Pegida-Demo. Von allen Seiten wurden die Rechten mit Parolen und Lärm eingedeckt. Nach der Demo wurde scheinbar ein Pegida-Anhänger verprügelt.

BS/WaR (29.11.15): Erlebnisbericht zum vierten rechtsradikalen / zweiten Pegida Dreiländereck-Aufmarsch

! Aufruf zum Widerstand gegen den dritten Aufmarsch von Pegida Dreiländereck (6.12.2015) !

Bei der vierten Mobilisierung rechtsradikaler Kräfte in Weil am Rhein neben Basel (1. Mal, 2. Mal, 3. Mal) gab es von der Situation auf der Strasse wenig Änderungen im Vergleich zum vorhergehenden dritten Anlass: Die Polizei errichtete zwei Gitterkreise, innerhalb derer einige Rechtsextreme von der Polizei geschützt eine Kundgebung abhalten durfte. Rund um diese Gitter versammelten sich eine Mehrzahl an AntifaschistInnen, und störten die rechtsradikale Kundgebung mit Lärm. Zahlenmässig legte die antifaschistische Seite deutlich zu, von die rechtsradikalen gaben ab.

Rund 50 Rechtsradikale versammelten sich hinter dem (immer noch dem Österreichisch-Deutsch-Schweizerischen Dreiländereck gewidmeten) Transparent am Gitter, laut Presseberichten sollen es etwa 60 gewesen sein. Als Redner waren wie bereits letztes mal der ostschweizer Ignaz Bearth (Portrait) sowie der verwirrte Lokalpolitiker Klaus Springer (Portrait) präsent, zusätzlich präsentierte sich der Dornacher Tobias Steiger (Portrait) in Leuchtweste am Rand des Gitters, um mässig erfolgreich mittels "Schliesst euch an"-Rufen Leute zur Pegida-Demonstration zu locken. Nachdem die letzte Woche rund 70 Rechte anwesend waren, ist somit ein TeilnehmerInnenrückgang zu verzeichnen.

20151129 Never Again Transpi klTransparent von AntifaschistInnen (Quelle: Indymedia Linksunten)

Auf Seiten der Antifaschistischen Gegendemonstration ist hingegen ein starkes Wachstum zu verzeichnen: Nachdem letzte Woche rund 70 AntifaschistInnen anwesend waren, hat sich diese zahl mindestens verdoppelt: Rund 200 Personen trugen ihren Widerstand gegen die Rechtsradikalen auf die Strasse. Ein wichtiger Grund für diesen Zuwachs ist, dass sich Die Linke und die Juso dazu überwinden konnten, ihre wöchtentliche Anti-Pegida-Demonstration vom Abend nach der Pegida-Kundgebung auf den Nachmittag zu verlegen, so dass die tTeilnehmerInnen dieser Demonstration sich anschliessend direkt dem antifaschistischen Widerstand anschliessen können - auch wenn die Juso sich medial weiterhin mit den Worten "Wir sind nicht Gegendemonstranten" vom antifaschistischen Widerstand distanziert.

Das Stören der Pegida-Kundgebung klappte viel besser als letzte Woche: Durch die grössere Zahl an GegendemonstrantInnen war es möglich, die Pegida-Kundgebung von allen Seiten her zu belagern und zu übertönen, und die GegendemonstrantInnen waren wesentlich besser mit Lärminstrumenten ausgerüstet. Wir hoffen, dass dies

Karte 20151129Ungefähre Situationskarte. Blau: Polizeisperrzone. Schwarz: Pegida-Kundgebung. Rot: Antifaschistische Zonen.

Der Polizei gelang es wie letzte Woche, die Situation unter Kontrolle zu halten. Die einzelnen Einsatzkräfte wirkten zum Teil deutlich angespannter und erschöpfter als letzte Woche, auch für sie ist es nun schon das dritte Mal dass sie wegen den Rechten auf der Strasse rumstehen. Die Forderungen der Polizeigewerkschaft, nach der die Basler Polizei regelmässig Hilfe leisten soll beim Schutz der rechtsradikalen Kundgebung, wurde von der Polizeiführung Weil am Rhein abgelehnt, entsprechend ist davon auszugehen dass auch in der Zukunft keine Basler Polizisten auftauchen. Laut anderen Erfahrungsberichten (z.B. Indymedia Linksunten, danke auch fürs Foto) kam es beim Abzug der Rechtsradikalen noch zu hektischen Szenen, bei denen die Polizei verhinderte dass AntifaschistInnen zu den Pegida-AnhängerInnen vorstossen konnten. Diese Szenen konnten vom Autor dieser Zeilen nicht beobachtet werden.

Ein weiterer Erfahrungsbericht ist auf Indymedia Linksunten zu finden, Bilder der Pegida-DemonstrantInnen ebenfalls.

Demonstrationen an griechisch-mazedonische Grenze

Heute Dienstag 1. Dezember fanden Protesten in Thessaloniki und vor allem an der griechisch-mazedonischen Grenze statt. Beide Mobilisierungen bilden den Hauptfokus vom heutigen, international unterstützten Aktionstag gegen die aktuelle Flüchtlingssituation. An der Grenze werden nur noch Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und momentan noch aus Afghanistan über die Grenze gelassen. Alle anderen aus dem Iran, Afrika, Maghreb etc. werden nicht mehr durchgelassen. Dagegen wehren sich die Flüchtlinge sowohl mit praktischen Aktionen wie Blockaden, Spontandemonstrationen und Hungerstreik oder mit symbolischen Aktionen wie zuletzt das Zunähen der eigenen Münder. In dem von der Krise gezeichneten Griechenland fuhren vor allem heute AktivistInnen an die Grenze um die Proteste von ihrer Grenzseite, dem „inneren“ Europa, aus zu unterstützen. Die Situation ist mittlerweile so verschärft das die Tonangeben Länder der EU ihre bisherigen Asylgesetze in Frage stellen. Für den krisengebündelten Aussenrand, der stets riskiert Protektorat der Troika zu werden, gibt es nur eine Lösung: Polizeigewalt, militärische Intervention und die Zäune noch höher ziehen.

Dieser Protest ist ein Ausdruck der kapitalistischen Krise die sich im Kern Europas in ökonomische Katastrophen und am äusseren Rand (Ukraine/Türkei), mit dem Krieg , ihre barbarischste Seite zeigt. Mit unserer Solidarität hier wollen wir auch darauf hinweisen, dass man nicht zum äussersten Rand der kapitalistischen Gesellschaft reisen muss, um sie zu bekämpfen. Das Kapital ist international vernetzt und somit auch von jedem Punkt aus angreifbar. Den antikapitalistischen Kampf internationalistisch zu führen heisst den Klassenkampf im eigenen Land zu führen.

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AG Antifa ZH, Revolutionärer Aufbau ZH

 

BS/WaR (22.11.15): Erlebnisbericht zum dritten rechtsradikalen / ersten Pegida Dreiländereck-Aufmarsch

Übersicht zu den rechtsradikalen Mobilisierungen in Weil am Rhein.

! Aufruf zum Widerstand gegen den zweiten Aufmarsch von Pegida Dreiländereck (29.11.2015) !

Bereits zum dritten mal hintereinander mobilisierten Rechtsradikale diesen Sonntag nach Weil am Rhein neben Basel (1. Mal, 2. Mal). Neu öffentlich als Pegida Dreiländereck auftretend, versuchen sie die übliche Pegida-Zielgruppe anzusprechen: Auf der einen Seite rechtsradikale bzw. faschistische Kreise, die ein etwas gemässigteres Image gegen aussen tragen wollen. Auf der anderen Seite naive Menschen, die für ihre Ängste einen Sündenbock suchen. Wiederum hat sich der Zeitpunkt der Mobilisierung geändert, neu wurde um 15:00 auf den Rathausplatz aufgerufen. Das Rathaus liegt in Weil am Rhein an einem Platz abseits der Hauptstrasse, auf den sich an einem Sonntag nur wenige Passanten verirren. Inhalte suchen sich bei ihrer Mobilisierung vergeblich, der Aufruf besteht aus einem Satz mit Wochentag und Ort.

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