Was können wir konkret als Männer tun am Frauen*streik?

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Die internationale Frauen*streik-Bewegung hat nun auch die Schweiz ergriffen. Und schon jetzt – 4 Monate vor dem Streik – manifestiert sich in dieser Frauenbewegung eine besondere Dynamik, die die Möglichkeiten eines Ausbruchs aus dergesellschaftlichen Defensive sichtbar macht. Im mehrheitlich selbstorganisierten und enorm vielfältigen Organisierungs- und Diskussionsprozess setzen Frauen in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen ihre Wut über patriarchale Verhältnisse im Kapitalismus in praktischen Widerstand um. Insbesondere im öffentlichen Dienst machen dabei Frauen in verschiedenen beruflichen Sektoren Solidarisierungs- und Kampferfahrungen, die das Fundament legen werden für emanzipatorische, gewerkschaftliche und Klassenkämpfe. Wir erleben einen für die revolutionäre Linke wichtigen Moment, bei dem Systemkritik an der patriarchalen und kapitalistischen Gesellschaft im beruflichen und privaten Alltag auch über das bisherige politische Milieu hinaus verankert wird. Der Erfolg der Frauen wird für die weitere klassenkämpferische und emanzipatorische Praxis wichtig sein.

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Flugblatt: Frauen*-Streik – Weil wir nicht wollen, dass es so bleibt, wie es ist!

Wir sind heute auf der Strasse, um gegen den allgegenwärtigen Sexismus und die weltweiten Ungerechtigkeiten zu demonstrieren. Und wir sind nicht allein: weltweit begreifen immer mehr Frauen, dass sich nur etwas ändert, wenn wir uns gemeinsam gegen die Herrschenden organisieren. Aktuell treffen sich ein paar dieser hochrangigen Kapitalist_innen in Davos am WEF und beraten unter sich - beschützt von einem massiven Sicherheitsaufgebot - wie sie noch mehr Gewinn für sich abschöpfen können. Als Feigenblatt werden am WEF auch geflissentlich Debatten zu Frauen-Empowering geführt, um unsere Wut zu kanalisieren und integrieren, indem sie so tun als interessieren sie sich ernsthaft für Frauenbefreiung. Davon haben wir die Schnauze voll!

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Frauendorf JINWAR

Video aus dem Frauendorf JINWAR in Rojava

Das Frauendorf Jinwar in Rojava ist eine Gemeinschaft von Frauen, die an einer neuen Welt jenseits von Kapitalismus und Unterdrückung arbeiten, indem sie die alten gewaltätigen Strukturen überwinden. Es ist auch ein Ort, in dem die Frauen die Gewalt des Krieges gemeinsam verarbeiten und die Frauenrevolution weiter vorantreiben.

Frauen steht auf für Rojava und Afrin, denn diese Revolution ist auch unsere Revolution!

JINWAR

 

am Samstag 24.11 FRAUEN*DEMO!

 

Flugblatt Lohndemo (deutsch / français)

Lohngleichheit! Nur der erste Schritt, aber ein notwendiger

Gerne tut mann so, wie wenn die Schweiz modern und gleichberechtigt wäre. Frau, die arbeitet, weiss genau, dass das eine dreiste PR-Behauptung ist. 

Frauen verdienen weniger und müssen sich dauernd beweisen, um auf der Arbeit ernst genommen zu werden. Viele arbeiten in prekären, abgewerteten Jobs und haben unterbrochene Lebensläufe, weil die Kindererziehung und Hausarbeit am Ende eben doch an ihnen hängen bleiben. Die unbezahlte Arbeit ist und bleibt weiblich.

Frau sollte sich bei der Lohnarbeit zumindest auf sexistische Sprüche gefasst machen, möglicherweise auf Anmache und leider nicht allzu selten auf sexuelle Belästigung. Abhängigkeits- und Machtverhältnisse bilden die Basis dafür und begünstigen das.

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Flugblatt: 8. März

Nein zu Sexismus  Nein zu Kapitalismus

Wir haben Genug! Genug vom alltäglichen Sexismus, von blöden Sprüchen, Grapschereien und natürlich genug von jeglicher Gewalt gegen Frauen. Und darum sind wir zum internationalen Frauenkampftag auf der Strasse, zusammen mit hunderttausenden Frauen weltweit.

Gewalt gegen Frauen ist die extremste Form ihrer Unterdrückung. Jede fünfte Frau auf der Welt wird von ihrem Ehemann bedroht, geschlagen oder sexuell missbraucht. Auch in der Schweiz wird im Durchschnitt die Hälfte aller ermordeten Frauen von ihrem jetzigen oder ehemaligen Partner ermordet. Die Unterdrückung der Frauen zeigt sich aber in allen Lebensbereichen. Gerade die #metoo-Debatte gibt der sexuellen Belästigung im Alltag mehr Sichtbarkeit. Auf der Strasse, im Club, aber speziell auch der Arbeitsplatz sind für viele Frauen Orte der ständigen Anmache. Ist es der Boss, ist man ihr besonders ausgeliefert. «Soll ich meinem Boss sagen, dass ich seine Kommentare über meine Bluse nicht will? Riskiere ich dann Nachteile oder sogar die Kündigung?» Dieses Zitat zeigt schön, wie Abhängigkeits- und Machtverhältnisse die Grundlage für die alltäglichen Übergriffe sind. Dies gilt oft auch für Beziehungen und Ehen, wo die meisten Vergewaltigungen stattfinden.

In der Arbeitswelt haben die Frauen auch in Bezug auf die Lohn- und Arbeitsbedingungen etliche Nachteile zu erdulden. Noch immer verdienen Frauen in der Schweiz rund 18% weniger und arbeiten oft in prekären Jobs. Und als wäre nicht alles schon anstrengend genug, kommt auch noch die ganze unbezahlte Arbeit zu Hause dazu, welche auch heute noch zum grössten Teil die Frauen zu stemmen haben.

Was soll der ganze Scheiss? Wieso ist das ungleiche Geschlechterverhältnis – entgegen dem liberalen Feminismusgelaber – so hartnäckig? Weil das eben nicht nur dem patriarchalen Denken und Handeln der Männer entspringt, sondern im bestehenden System eine zentrale Funktion hat. Frauen ziehen Kinder gross, pflegen die Kranken und schauen, dass alle, wenn sie von der Arbeit kommen, was zu Essen auf dem Tisch haben. Es ist die Care-Arbeit von Frauen, welche sicherstellt, dass alle mehr oder weniger fit zurück zur Lohnarbeit kommen. In marxistischen Begriffen ausgedrückt: Es ist die Arbeit der Frauen, welche die Ware Arbeitskraft herstellt. Diese erarbeitet dann für den Kapitalisten den Profit. Für den Kapitalismus ist die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung also von fundamentaler Bedeutung. Die Folgen für uns Frauen sind fatal: Patriarchale Rollenbilder, Mehrfachbelastung, Entwertung unserer Arbeit, sexistische Übergriffe usw.

Wir verstehen den alltäglichen Sexismus und die lebenslange Erfahrung der Unterdrückung als Teil des Kapitalismus. Darum organisieren wir uns kollektiv und kämpfen für eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung. In Afrin, im Norden Syriens, wird eine Gesellschaft mit dieser Perspektive aufgebaut. Und sie wird standhaft verteidigt gegen faschistische Angriffe, gegen Imperialismus und Fundamentalismus. Die Frauen dort kämpfen mit der Waffe in der Hand für ihre und auch unsere Befreiung.

Wir Frauen* bestimmen selbst, wie wir sind!

Für den Kommunismus!

Frauenkollektiv, Revolutionärer Aufbau

Aufbau Vertrieb

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RJZ & Rote Hilfe

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