25. November 2017 ‒ Internationaler Kampftag gegen Gewalt gegen Frauen

Wandzeitung zum 25. November (PDF)

Der 25. November wurde 1989 von verschiedenen Frauenorganisationen in Asien, Lateinamerika und Afrika zum internationalen Kampftag gegen alle Formen von Gewalt an Frauen ernannt. Jedes Jahr finden an diesem Tag weltweit Demonstrationen und Aktionen statt.

Die neuesten Zahlen der UNO sind alarmierend: Weltweit sind 70% der Frauen von Gewalt betroffen. Eine von drei Frauen ist physischer oder sexueller Gewalt ausgesetzt, oft durch den eigenen Partner. Mehr als 700 Mio. Frauen wurden bereits als Kind verheiratet. Nur ¼ aller Länder verbieten die Vergewaltigung in der Ehe. 133 Mio. Mädchen erlitten eine Form von Genitalverstümmelung. Allein in Indien werden jährlich rund 8000 Frauen ermordet, aber auch in Lateinamerika ist der Feminizid weit verbreitet, in anderen Ländern die Ehrenmorde, usw.

Mord und Vergewaltigung sind die extremsten Beispiele von Verachtung und Gewalt gegen Frauen. Doch beginnt die Gewalt gegen Frauen bereits bei der rollenspezifischen Erziehung von Mädchen, der geschlechtsspezifischen Berufswahl, bzw. Arbeitsteilung bei der Haus- und Familienarbeit, der massiven Lohnnachteile für Frauen oder der Vermittlung sexistischer Frauenbilder in den Medien. Gesellschaftliche Macht- und Hierarchieverhältnisse spielen bei Gewalt gegen Frauen eine entscheidende Rolle. Gemäss aktuellen Studien gehen sexuelle Belästigungen am Arbeitsplatz in 90% der Fälle von Vorgesetzten aus. Je abhängiger die Frau von ihrer Stelle oder ihrem Ausbildungsplatz, je ungesicherter ihr Arbeitsverhältnis, desto mehr ist sie auch sexuellen Übergriffen ausgesetzt.

In den letzten vierzig Jahren hat das Bewusstsein über Gewalt gegen Frauen in der Öffentlichkeit zugenommen. Häusliche Gewalt oder sexuelle Belästigungen am Arbeitsplatz sind keine Tabuthemen mehr und haben sogar den Weg in die Gesetzbücher gefunden. Aber die gesellschaftliche Debatte um Gewalt gegen Frauen wird unter einer individualisierenden Opfer-Täter-Perspektive aufgearbeitet. Das versperrt den Blick auf die strukturell angelegte Gewalt, auf die herrschenden kapitalistischen Machtverhältnisse und das ganze Spektrum der Ausbeutung und Unterdrückung von Frauen.

Die Sexismus-Debatte hat wenig Einfluss auf die Situation von Frauen mit wenig materiellen oder sozialen Ressourcen. Diese wären besonders angewiesen auf Institutionen wie Frauenhäuser, denen jedoch immer mehr Gelder gestrichen werden. Sichtbarkeit alleine bringt uns also nicht weiter. Vielmehr wollen wir an diesem Kampftag auf unsere eigene Stärke vertrauen. Wir wollen aufzeigen, dass es sich lohnt für Veränderungen und revolutionäre Prozesse zu kämpfen. Wir wollen Frauen sichtbar machen, die für die Verbesserung ihrer Lebens- und Arbeitsbedingungen kämpfen und Widerstand leisten gegen Gewalt an Frauen. Hier und international. Wir sehen uns als Teil dieser Kämpfe um eine Gesellschaft ohne kapitalistische und patriarchale Ausbeutungs- und Unterdrückungsverhältnisse.

Selbstverteidigung und Organisierung gegen alle Formen von Gewalt an Frauen! Für den Kommunismus!

Pressecommuniqué 11. März 2017 Frauen-Demonstration

Heute haben sich 1500 Frauen auf dem Hechtplatz in Zürich besammelt zur alljährlichen Frauendemonstration zum internationalen Frauenkampftag. Es ist das hundertjährige Jubiläum der russischen Revolution, an der Massen von Frauen, die sich gegen den Hunger und den Zaren organisierten, zuvorderst beteiligt waren.

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Demo am internationalen Kampftag gegen jegliche Gewalt an Frauen*

15179010 1361248297259141 601741358721993459 nZum 25. November, dem internationalen Kampftag gegen jegliche Gewalt an Frauen*, rief ein breites revolutionäres Frauenbündnis zu einem Abendspaziergang auf. 400 Frauen* versammelten sich mit zahlreichen Transparenten und Schildern vor dem Kunsthaus. Von da zogen wir lautstark durch das Niederdorf, über den Hauptbahnhof in den Kreis 5, wo wir die Demo stark und selbstbestimmt vor dem Frauen*Zentrum an der Mattengasse beendeten. Auf dem Weg hinterliessen wir mit Sprays, Klebern, Wandzeitungen und mehreren Transparenten unsere Spur. Es gab zahlreiche informative Reden zum Beispiel zu Sexarbeit und der kapitalistischen Stadtaufwertung (siehe auch Wandzeitung), zu den Kämpferinnen in Rojava, eine Grussbotschaft der inhaftierten revolutionären Feministin Nekane und viele mehr.

Alle Reden gibt es hier zum nachhören:

http://www.lora.ch/sendungen/sendung-suchen?mode=3&terms=fraueninfo&list=FrauenInfo

Mobilisierungsspaziergang für die Frauendemo

Am 26. Februar fand in Zürich ein Mobilisierungsspaziergang für die Frauendemo am 12.März statt. Mit zahlreichen Klebern und Plakaten wurde im Kreis 4 und 5, insbesondere auf der Langstrasse, für die kommende Demo geworben, über eine Wandzeitung wurde darauf aufmerksam gemacht, dass mit dem neuen Cabaret-Statut die Verdrängung von SexarbeiterInnen droht und mit kommentierten Werbeplakaten wurde aufgezeigt, wie präsent Sexismus als Verkaufsargument im öffentlichen Raum ist. Heraus zur Frauendemo, Sa 12. März 2016, 13:30 Uhr, Hechtplatz Zürich!

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RJZ & Rote Hilfe

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Weitere aktuelle Infos gibts auf der Seite der Revolutionären Jugend Zürich & auf dem Blog der Roten Hilfe

Rote Radios

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Agenda

Do Mär 01 @19:30
Winti: Film und Diskussion zum IFB in Rojava
Sa Mär 10 @13:30
Frauen*demo

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