Zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt gegenüber Frauen - Jeden Tag!

Kantone sparen bei Frauenhäusern - Trotz Platzmangel.

2067 Frauen und Kinder wandten sich letztes Jahr in der Schweiz an ein Frauenhaus, aber nur jede zweite Frau konnte bleiben. Für die Anderen hatte es keinen Platz. Doch anstatt mehr Geld zu Verfügung zu stellen und massiv mehr Plätze für Hilfe suchende Frauen zu schaffen, kürzen einige Kantone den Beitrag für ihr Frauenhaus.

 

Im Juni kürzte das St. Galler Kantonsparlament die Beiträge für Einrichtungen welche schutzbedürftige Personen betreuen, im Kanton Schaffhausen wurde das einzig bestehende Frauenhaus ohne Alternative geschlossen. Und das trotz Platzmangel. Beispielsweise die Frauenhäuser Bern und Thun/Berner Oberland haben konstant eine Auslastung von 93 Prozent und sind damit keine Ausnahme. Manchmal ist in keinem einzigen Frauenhaus in der Schweiz noch Platz vorhanden. Als Notlösung gelten: Hotelzimmer nahe eines bestehenden Frauenhauses oder private Unterkünfte bei Freunden, was aber weitere Risiken mit sich bringt, falls der gewaltbereite Mann die Frau ausfindig machen kann.

Der Grund, warum Frauenhäuser geschlossen werden ist einfach: Gerade in Zeiten der Krise verschärfen sich die Angriffe seitens der Herrschenden, es wird privatisiert und der Sozialstaat abgebaut. Auf Kosten der gesellschaftlich schwächer Gestellten wird gespart: zum Beispiel bei den proletarischen Frauen!

Durch die hohe Dunkelziffer gibt es keine genauen Zahlen zu Häuslicher Gewalt. Gründe wie Geldprobleme, Alkoholkonsum oder eine Schwangerschaft können Häusliche Gewalt begünstigen. Wenn die Frau oder der Mann keine gesicherte Aufenthaltsbewilligung besitzt (Würden sie den Ehepartner
verlassen, müssten sie das Land verlassen) oder Lohnunterschiede, in denen der Mann deutlich mehr
verdient, können als Druckmittel ausgenutzt werden.

Die Schweiz ist von einer völligen Gleichstellung von Mann und Frau noch weit entfernt. Der Global Gender Report 2013 untersucht den Fortschritt von 136 Ländern auf dem Weg zur Gleichstellung von Frau und Mann. Zu den Indikatoren wirtschaftlicher Chancengleichheit gehören Erwerbsbeteiligung und Lohngleichheit, da belegt die Schweiz nur Rang 23, das heisst eine Gleichstellung von Frau und Mann in der Chancengleichheit ist nur zu 33 Prozent gewährleistet. Das ist eine beunruhigende Zahl und bestätigt einmal mehr, dass wir uns noch lange nicht zufrieden geben können.

Bekannt ist, dass Frauen in finanziell besseren Verhältnissen zusätzliche Möglichkeiten haben und besser über ihre Rechte informiert sind. Sie nehmen sich, wenn nötig gleich einen Anwalt, trennen sich einfacher räumlich, indem sie im Hotel oder bei Bekannten übernachten.

Aus Scham und dem Pflichtgefühl gegenüber den Kindern ist es für die betroffenen Frauen sehr schwierig sich selbst aus der Opferrolle zu befreien, Hilfe zu suchen und sich an ein Frauenhaus zu wenden.

Als kämpfende Frauen wissen wir, wie wichtig es ist die private Isolation zu durchbrechen und das Private politisch zu machen.

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