Dieses Flugblatt (PDF) haben wir an der FrauenDemo am 10. März 2012 verteilt:

 

Das Selbstbestimmungsrecht über unseren Körper verteidigen!

Die einen marschieren betend und mit Särgen durch die Zürcher Bahnhofstrasse und gedenken mit ernster Miene dem „Baby-Holocaust“. Sie blasen sich auf als Lebensschützer und verbreiten im Internet emotional geladene, grauenerregende Videos gegen den Schwangerschaftsabbruch. Und die anderen hetzen mit Hasspropaganda gegen VertreterInnen der Frauenbewegung. Die Gruppe IG-Antifeminismus geht so weit, mit der Bekanntmachung der Adressen von Frauenhäusern zu drohen. Damit gefährden sie absichtlich Frauen, die sowieso schon von sexueller, physischer häuslicher Gewalt akut bedroht sind. Ja und auf parlamentarischer Ebene wurde am 4. Juli 2011 die Initiative „Abtreibung ist Privatsache“ mit der Forderung eingereicht, dass der Schwangerschaftsabbruch nicht mehr von den Krankenkassen bezahlt werden soll. Das würde dazu führen, dass nur noch diejenigen Frauen abtreiben können, die es sich leisten können. Die Krankenkasse bezahlt seit 1981 den Schwangerschaftsabbruch. Bevor dies so war wurden sehr hohe Preise verlangt – in den 70er Jahren war ein Abbruch teurer als heute. Eine Annahme der Initiative würde die Kosten wieder in die Höhe treiben.
All dies ist ein frontaler Angriff auf das Selbstbestimmungsrecht der Frau über ihren eigenen Körper, eine Errungenschaft, die von der Frauenbewegung erkämpft wurde. Und dabei ist es noch gar nicht so lange her: Noch 1971 wurden in der Schweiz 107 Frauen und 37 Drittpersonen wegen illegaler Abtreibung verurteilt (!), erst seit 2002 haben wir  die Fristenlösung. Begründet wird die Initiative mit der verlogenen und absurden Argumentation der Kosteneinsparung. Das  ist eine Farce, die mit ein paar wenigen Fakten wiederlegt werden kann:
Die 10’000 Abbrüche verursachen pro Jahr in der Schweiz laut santé suisse 7–10Mio Franken, das entspricht gerade mal 20 Rappen pro Monat pro Person. Eine Geburt dagegen kostet bis zu 10’000 Franken, also rund 10 mal mehr als ein Schwangerschaftsabbruch. Es geht den Abtreibungs-GegnerInnen weder um eine Kostenreduktion noch um das Wohl der Frauen und Kinder. Viel mehr verteidigen sie ein homophobes, konservatives und zutiefst frauenfeindliches Weltbild.

Abtreibungsrecht ist Frauenrecht!
Als KommunistInnen kämpfen wir nicht nur für den legalen und kostenlosen Schwangerschaftsabbruch, sondern für die Befreiung der Frau von allen Unterdrückungs- und Ausbeutungsverhältnissen. Seien dies nun die tieferen Löhnen bei der Arbeit, die Reduzierung auf ein Sexobjekt oder die fehlende Wertschätzung für die unbezahlte Hausarbeit. Emanzipierte Verhältnisse werden wir aber nur erreichen, wenn wir den Kapitalismus an den Wurzeln bekämpfen. Anstelle dieses profitorientierten Systems wollen wir eine klassenlose Gesellschaft aufbauen, in der die Bedürfnisse der Menschen im Zentrum stehen und auch patriarchales Denken und Handeln nicht  mehr existiert.

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