Gewalt an Frauen zu bekämpfen heisst, revolutionäre Prozesse vorwärts zu treiben

Der Frauenkampf gewinnt an Stärke. Antipatriarchale Stimmen verschaffen sich Gehör und wir tragen unseren Widerstand auf die Strasse. Trotzdem werden geschlechtsspezifische und sexualisierte Gewalt bis hin zu Femiziden als Einzelfälle und Familiendramen angeschaut. Dank dem Druck der Frauenbewegung wurden in den letzten Jahrzehnten Gewaltschutzmassnahmen eingeführt und die Situation verbesserte sich ein wenig. Diese Massnahmen fokussieren aber weiterhin auf die Kriminalisierung der Täter. Die Opfer bleiben alleine und ohne gesellschaftliche Unterstützung. Gleiches gilt für trans-, inter- und nonbinäre Menschen, welche von sexualisierter Gewalt und sexistischen Übergriffen ebenso betroffen sind. Es fehlt an Ressourcen für Schutzräume, Frauenhäuser und vor allem fehlt der Aufbau von langfristigen Lebensperspektiven für die Betroffenen.

Den Kampf gegen patriarchale Gewalt mit Rojava verbinden

Die kurdische Bewegung steht aktuell wie keine andere für die Befreiung der Frauen und eine emanzipierte Gesellschaft. Mit der autonomen Frauenorganisierung auf allen Ebenen und den lokalen, wie auch militärischen Frauen-Selbstverteidigungseinheiten (YPJ) übernehmen Frauen eine Hauptrolle. Ihre Arbeit und ihr Widerstand ist eine notwendige Bedingung für den Erfolg des revolutionären Prozesses. Dafür greift die kurdische Freiheitsbewegung auf eine lange Geschichte zurück. Bereits 1 993 gründete sich in den Bergen eine autonome Frauenguerilla. In der Bewegung finden die Frauen eine Alternative, welche ihnen die Kraft gibt, aus den patriarchalen Strukturen und der kapitalistischen Ausbeutung auszubrechen. Sie durchbrechen die Vereinzelung und bauen eine kollektive Stärke auf. Das zeigt auch ihr offensiver Umgang mit häuslicher Gewalt in Rojava. Dieser ist einer der zentralen Betätigungsfelder der lokalen Frauenhäuser (Mala Jin) in den Kommunen. Kommt es also zu häuslichen Problemen, treten die Aktiven der Frauenhäuser in eine Diskussion mit der Familie. Als Kommune ist man gemeinsam verantwortlich für ein friedliches Zusammenleben, in dem ein_e jede_r ein Recht auf Selbstbestimmung hat.

Deshalb ist der aktuelle Angriffskrieg in Rojava in mehrerer Hinsicht ein Angriff auf Frauen: Seit jeher ist sexualisierte Gewalt eine gezielte Kriegsstrategie, welche der türkische Staat z.B. im Städtekrieg in Nordkurdistan 201 5 verbreitet einsetzen liess. Ziel dieser patriarchalen Logik ist die Unterwerfung des Feindes durch die Aneignung „seiner“ Frauen. Es ist ein Angriff auf alle Frauen weltweit, denn Rojava steht für eine Perspektive jenseits von Kapitalismus und imperialistischer Kriege.

Wenn wir heute zusammen auf die Strasse gehen, beschränken wir uns nicht nur auf den Kampf GEGEN Gewalt an Frauen. Wir kämpfen auch für die Perspektive auf ein Leben ohne Gewalt und Ausbeutung für Alle. Und dafür braucht es eine Revolution – genauer eine proletarische Frauenrevolution! Hier und überall.

Hände weg von Frauen – Hände weg von Rojava! Für den Kommunismus!

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