Basel Nazifrei: Angriff gegen die Justiz in Zürich

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Nachdem im Herbst die Serie von unzähligen Prozessen gegen Teilnehmer_Innen der Basel Nazifrei-Proteste begann, folgen nun seit Anfang Januar bis in den Februar mindestens fünf weitere Gerichtsverhandlungen. Für uns Grund genug, unsere Komplizenschaft mit Basel Nazifrei und Solidarität mit den einzelnen Angeklagten militant zum Ausdruck zu bringen. Stellvertretend für alle Institutionen des Justizapparates wählten wir das Bezirksgericht Wengihof in Zürich, welches gestern Abend (13. Januar 21) einen neuen Anstrich erhielt.

Ein kurzer Rückblick auf die vergangenen Prozesse (sowie die Aussagen des Gerichtspräsidenten) reichen wohl aus, um den Ausgang der weiteren Termine vorauszusagen. So wurden bis jetzt nicht nur Verwechslungen einzelner Personen ignoriert und Verletzungen durch Gummischrot auf Eigenverschulden zurückgeführt, sondern auch absurde Konstrukte über Vorgehen und Organisierung des Tages aufgebaut. Kam der Repressionsapparat anfänglich mit Hausdurchsuchungen und Internetpranger in Fahrt, rollt er nun unvermittelt und ohne grosse Hindernisse weiter. Die Staatsanwaltschaft, in Person Camilo Cabrera, fordert nicht nur hohe Geld- und Knaststrafen, sondern die RichterInnen (mit Parteizugehörigkeit von Grüne und SP bis SVP so ziemlich alles vertreten) gehen bis anhin, wenn auch in leicht abgemilderter Form, auf die Forderungen ein. Zwar wurde bisher mit einer Ausnahme von Gefängnis zugunsten von bedingten Strafen abgesehen, doch ändert sich dadurch nur die Form von Bestrafung. Wird mittels Knast durch physische Einsperrung die Teilnahme an revolutionäre Politik auf der Strasse verhindert, verfolgen Bewährungsstrafen den Sinn, Militante mittels Knastandrohungen vom Handeln abzuhalten. Unabhängig also von den einzelnen Urteilen ist die Devise klar: Revolutionärer Antifaschismus soll nicht nur bestraft, sondern zukünftig im Keim erstickt werden. Die (Basler) Justiz verübt ihre historische Rolle als schützende und daher parteiische Kraft der herrschenden Ordnung.

Bereits bei dem «Basel 18» - Prozess machten sich die Basler Justiz und der Staatsanwalt Cabrera einen Namen als Hardliner gegen die revolutionäre Bewegung. Das sich dies nun auch bei den BNF-Prozessen weiterführt, hat aber nichts damit zu tun, dass Cabrera (oder die einzelnen RichterInnnen) besonders fiese Menschen sind. Vielmehr offenbart sich der Charakter der Klassenjustiz und der Wunsch der Herrschenden, gegen den (militanten) Widerstand gegen das Bestehende vorzugehen, um eben jenes unangetastet zu erhalten. Zwecks Sicherstellung der Macht bedient sich der Staat nicht nur den ideologischen Angriffen, sondern bekanntermassen auch der polizeilich/militärischen und jener der Justiz. Wen es dabei trifft ist nebensächlich, da einzelne Angriffe vor allem Machtdemonstration der Unantastbarkeit darstellen sollen.
Führen wir uns dies vor Augen, wird der Grund für die «harte Linie» der Basler Justiz an einem Beispiel erklärbar. Ab 2015 formierte sich in Basel Widerstand gegen die Erweiterung des Gefängnis Bässlergut, welcher sich vor allem durch eine kontuinierliche militante Praxis ausdrückte. Es kam zu unzähligen Farb- und Brandanschläge sowie Sabotageaktionen gegen Verantwortliche und Profiteure des Knast- und Migrationsregime. Während der reibungslose Ablauf des Bauprojekts ordentlich ins Schleuder kam, liefen Ermittlungen ins Leere. Fahndungserfolge blieben bekanntlich aus und auch Razzien gegen linke Orte zeigten höchstens das Nichtvorhandensein irgendwelcher Anhaltspunkte.

Als im Juni 2016 in Basel eine Demonstration gegen Rassismus, Repression und Verdrängung durch die Strassen zog und verschiedene Vertreter von Staat und Kapital angriff, befand sich die Basler Justiz bereits am Anfang einer sich androhenden Bredouille, wogegen sie mit der Verhaftung Einzelner einen möglichen Ausweg sah. Statt die Nadel im Heuhaufen zu suchen, setzten Cabrera und Co. auf eine Signalwirkung. Mittels Repression soll eingeschüchtert werden, um der militanten Praxis einen Riegel zu schieben. Ohne die Auswirkungen für die einzelnen Betroffenen auf irgend eine Weise kleinreden zu wollen, dennoch verfehlten die Urteile von Basel 18 ihr Ziel. Antifaschistische und antikapitalistische Politik wurde in Basel auch danach weiterentwickelt. Wut über bestehende Verhältnisse wurden zu Widerstand und Widerstand zu revolutionärer Organisierung (Grüße an die Jugend!). Dass das Moment der Abschreckung nicht funktioniert, wurde spätestens am 28. November 2018 beim gescheiterten Aufmarsch der PNOS-Nazis klar. Über 2000 Menschen stellten sich ihnen in den Weg, griffen Faschisten an und wehrten sich gemeinsam gegen die Angriffe der Polizei. Für alle Antifaschist_Innnen ein erfolgreicher Tag. Nicht nur weil der Aufmarsch verhindert, sondern auch weil der Justiz zum wiederhohlten Mal aufgezeigt wurde, dass ihr Plan nicht aufgeht, sondern Menschen trotz Androhung von Repression die Strasse für ihre politische Praxis beanspruchen. Die Reaktion ist bekannt: Wie bei Basel 18 wird nun auch nach BNF seitens Justiz ins selbe Horn geblasen: Einzelne werden vor Gericht gezerrt und bestraft, um ein Zeichen zu setzen. Doch was nach der Verhaftungswelle passierte, lässt sich wohl am präzisesten mit «Cabreras Schuss ins eigene Bein» beschreiben. Ob mit einer riesigen Geldspendekampagne (500k.ch), der Vernetzung von verschiedenen Strukturen und Organisationen, vielfältigen Solidaritätsaktionen und militanten Angriffen oder der Demonstration am 28. November, als noch mehr Menschen kamen, als dazumals bei Basel Nazifrei selber: Solidarität wurde fassbare Verteidigung gegen die Angriffe von oben. Es ist nicht nur gelungen die Angriffe abzuwehren, sondern der revolutionäre Prozess wurde nach Vorne entwickelt.

Denn was die Mächtigen nie verstehen werden - ein Blick auf die Geschichte revolutionärer Kämpfe des letzten Jahrhunderts würde dafür ausreichen – ist die Tatsache, dass Klassenkämpfe nie zu stoppen sind. Solange der Kapitalismus mit all seinen Widersprüchen besteht, wird sich auch immer Widerstand dagegen formieren. Revolutionäre Organisierung ist kein Hobby, militante Angriffe kein alternativer Zeitvertreib zum üblichen Angebot. Was revolutionäre Kämpfe antreibt, ist die Barbarei des Kapitalismus. Seine Ideologie dringt zermürbend in jeden Bereich unseres Lebens ein. Es wird vereinzelt, isoliert, ausgesperrt und vernichtet. Dagegen ist revolutionäre Gewalt legitimer Widerstand und politische Organisierung die beste Verteidigung. Denn weder darf es wieder werden, wie es mal war. Noch muss es bleiben, wie es ist.

Solidarität mit allen von Repression betroffenen Antifaschist*Innen – hier und international!

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P.S.

Der Spray auf dem Foto hat in den letzten Tagen per Mail aus Winterthur zu uns gefunden.

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ZH: Farbe gegen LafargeHolcim

gesehen auf barrikade.info..

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In der Nacht auf den 23. Dezember haben wir den Sitz des Zementkonzerns LafargeHolcim in Zürich-Oerlikon mit Farbe markiert, um auf seine weltweiten Verbrechen an Menschen und Umwelt aufmerksam zu machen und uns mit den Kämpfen für Klimagerechtigkeit von Zürich über Eclépens bis nach Rojava zu solidarisieren.

Wir leben in der Klimakrise – hier und jetzt. Mehr und mehr Menschen in allen Teilen der Welt sind immer stärker vom Kapitalismus in ihrer Existenz bedroht durch Ausbeutung, Armut, patriarchale und rassistische Gewalt, Kriege sowie menschgemachte Naturkatastrophen. Um dieser scheinbaren Perspektivloskeit nicht länger ausgesetzt zu sein, beginnen sie sich gemeinsam zu organisieren.
2018 streikten SchülerInnen erstmals fürs Klima und lancierten die sich schnell ausbreitende Bewegung Klimastreik/Fridays for Future, da sie erkannt hatten, dass wir die Klimakrise nicht länger als etwas Abstraktes in der Zukunft behandeln dürfen, sondern sie schon heute Realität ist. Wir finden es wichtig, auch in diesen Corona-Zeiten aktiv zu bleiben. Denn die Pandemie bedeutet keine Pause für Ausbeutung und Umweltzerstörung, sondern verschärft die vielfältigen Krisen des Kapitalismus, sodass Kämpfe für ein solidarisches Zusammenleben im Respekt mit der Natur drigend notwendig bleiben.
Diesen Oktober haben AktivistInnen den Hügel Mormont in 1312 Eclépens VD besetzt und die ZAD (zone à défendre – zu verteidigende Zone) de la Colline ausgerufen, um sich der geplanten Vergrösserung des Steinbruchs von LafargeHolcim zur Zementproduktion entgegenzustellen, der bereits die Hälfte des biodiversitätsreichen Hügels zerstört hat. Dieser Steinbruch ist der sechstgrösste Treibhausgasverursacher der Schweiz. Zur Produktion von Zement muss Kalkstein bei 1450 Grad Celsius gebrannt werden, wobei so hohe Temperaturen nur durch fossile Brennstoffe und das Verbrennen von Müll als Zusatz erreicht werden können. Andererseits muss dem Zement Sand beigemischt werden zum Bauen und schon heute zeichnet sich eine weltweite Verknappung von geeignetem Sand ab. Wenn LafargeHolcim von nachhaltigem Bauen spricht, ist das nichts als zynisches Greenwashing, denn Betonbau kann nicht ökologisch sein. Dass der multinationale Schweizer Konzern für seinen Profit wortwörtlich über Leichen geht, zeigt seine praktisch endlos lange Liste an Verbrechen: Vertreibung der BäuerInnen in Eclépens und auch anderswo Landaneignungen, Vergiftung von Menschen in Nigeria, hunderte tödliche Unfälle seiner ArbeiterInnen und die Liste lässt sich noch lange fortführen.
In Syrien hat LafargeHolcim Millionen Dollar Schutzgeld dem Islamischen Staat bezahlt, damit seine Geschäfte rund laufen, und damit Terror, Folter, Morde, Gewalt an Frauen, etc. finanziert. Genau in Nord-Ost-Syrien, besser bekannt als Rojava, zeigen die Menschen aber, dass es Alternativen zu dieser Ausbeutung und Unterdrückung gibt. Nach den Prinzipien von radikaler Demokratie, Frauenbefreiung und Ökologie bauen sie sich seit der Revolution 2012 ein selbstbestimmtes Leben auf.
Es ist keine Überraschung, dass sich Konzerne und Staaten den sozialen und ökologischen Aufständen entgegenstellen, um sich an der Macht zu halten. Die Türkei und die kurdische Regionalregierung der Barzani-Sippe drohen gemeinsam mit ihren imperialistischen Verbündeten die Selbstverwaltung der Region Sengal neben Rojava zu zerschlagen. LafargeHolcim droht den BesetzerInnen der ZAD mit Räumung. Aber unsere gewonnene Utopie lässt sich nicht zerschlagen: Wenn wir uns organisieren und kämpfen, ist ein gutes, freies, ökologisches Leben möglich. Lassen wir unsere Solidarität praktisch werden. Gehen wir auf die Strasse für Rojava und Sengal!

Berxwedan jiyan e! Widerstand ist Leben - Leben ist Widerstand!
Ein revolutionäres Klima ist möglich!

Gruppe «Freiheit für Leyla Güven!»

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Re-peinture pour LafargeHolcim a Zurich. Solidarité avec la grève pour le climat, la ZAD de la Colline et pour Rojava
La nuit du 23 décembre on a marqué le siège de l`entreprise de ciment LafargeHolcim a Zurich Oerlikon avec de la peinture. On accuse les crimes globales envers l`humanité et l`environnement. Et on nous déclare solidaire avec les luttes pour le climat de Zurich a Eclépens jusquà Rojava.
Nous vivons dans la crise du climat acutelle – c`est le quotidien. De plus en plus de personnes partout dans le monde sont menacé par l`expoitation, la pauvreté, la violence patriarcale et rassiste, par les guerres et par des catastrophes naturelles causées par les humains. Pour ne pas s`exposer a cet apparent manque de perspective ils commentcent a s`organiser.
En 2018 les jeunes on commencé pour la première fois la grève pour le climat et ils et elles on fondé le mouvement de grève/Fridays for Future. Ils et elles on réalisé que la crise du climat n`est rien de abstrait, mais que c`est la réalité acutelle. C`est très importent de rester actif aussi dans les temps du Corona-virus. La pandémie ne fait pas pauser l`exploitation et la destruction de l`environnement. La pandémie aggrave la crise du capitalisme ce qui rends encore plus important les luttes pour une vie solidaire et le respect pour la nature.
En octobre des activistes ont occupées la colline de Mormont a 1312 Eclépens. Elles et ils on déclaré la ZAD de la colline et défendent la colline contre la production de ciment de LafargeHolcim qui a déjà détruit la moitié de la colline pleine de biodiversité. L`entreprise est la sixième plus grand émetteuse de gas a effet de serre en Suisse. Pour la production de ciment la roche calcaire doit être brûlé a 1450 degres. En plus il faut du sable pour construire en béton et il y a déjà aujourd`hui un manque de sable global. Quand LafargeHolcim parle de construction écologique ce n`est que du greenwashing comme le béton écologique n`existe pas. En plus l`entreprise est pret de tuer pour le profit. Il existe une longue liste de crimes ou LafargeHolcim a pris part: expulsions des paysan/nes a Eclépens et autrepart, des expropriations, des intoxications de personnes au Nigeria, des centaines de morts par des accidents aux usines et plus...
En Syrie LafargeHolcim a payé des millions de Dollars d`argent de racket a l`Etat Islamique pour pouvoir continuer les affaires. Comme ca ils ont financé la terreur, torture, assassinats, la violence contre les femmes etc. C`est justement au nord-est de Syrie, connue sous le nom Rojava, ou les gens montrent qu`il y a des alternatives a exploitation et a la répréssion. Depuis la révolution en 2012 ils construisent uns vie autogèrée avec les principes de démocratie radicale, de la libération des femmes et de l`ecologie
On n`est pas surpris que les entreprises et les états sont contre nos luttes écologiques et sociales, ils veulent rester au pouvoir. L`état turque et le gouvernement régional curde de Barzani essayent ensemble avec les alliées impérialistes de briser la auto-gouvernance de la région Sengal a coté de Rojava. Et LafargeHolcim veut expulser les personnes qui occupent la ZAD. Mais on ne nous laisse pas casser notre utopie: Quand on s`organise et quand on lutte, la vie libre, écologique et bonne est possible. Menons la solidarité en pratique. Manifestons-nous pour Rojava et le Sengal!

Berxwedan jiyan e! La résistance c`est la vie!
Créons un climat révolutionnaire!

Groupe «Liberté pour Leyla Güven!»

CS in Biel mit Farbe markiert

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Am 07.11.2020 haben wir die Credit Suisse Filiale am Centralplatz in Biel mit roter Farbe markiert. Dies als Beitrag zu den #riseup4Rojava Aktionstagen.

Gründe die Credit Suisse anzugreifen gibt es wie Sand am Meer. Die Grossbank zieht Profit aus allem was dem Mensch und der Natur schadet. Seien es Umweltzerstörung, Rohstoff Raubbau, Waffenhandel... Ein besonders gutes Beispiel ist die türkische Rüstungsfirma "Hema Endüstri", welche die CS im Sommer mit 400 Mio vor dem Konkurs gerettet hat.

Lest mehr im Communiqué zu den Farbanschläge in Zürich und Winterthur: https://www.barrikade.info/article/3986

ZH: Briefkasten von Thales Defence gesprengt

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In der Nacht auf den 6.November haben wir an der Binzstrasse 18 in Zürich den Briefkasten der hiesigen Defence-Abteilung der Thales Gruppe, dem 8. grössten Rüstungskonzern der Welt, gesprengt.

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In the night of November 6th we blew up the mailbox of the local Defence Department of the Thales Group, the 8th largest armaments company in the world, at Binzstrasse 18 in Zurich.
(english translation below)

Mit unserer Aktion reihen wir uns in die vielfältigen Aktivitäten rund um die internationalistische Aktionswoche gegen den türkischen Faschismus und seine europäischen SponsorInnen ein.

Thales, und mit ihr der französische Staat als Hauptaktionär, spielt für die Modernisierungsbestrebungen der türkischen Rüstungsindustrie eine zentrale Rolle. Seit über 25 Jahren strategisch in der Türkei investiert, trägt Thales entscheidend zu diversen Projekten bei, die die türkische Armee in ihren zahlreichen Angriffskriegen unterstützen sollen. Dafür arbeitet Thales eng mit den grössten türkischen Rüstungsunternehmen zusammen, etwa mit Aselsan in der Entwicklung und Produktion von Raketenwerfer-Systemen und Infanterie-Helmkameras oder mit TAI für das Satelliten-System Göktürk. Beide Unternehmen sind symbiotisch eng mit der Bande um Diktator Erdogan verbunden.

Diese Bande - geschwächt von Wirtschaftskrise, inneren und äusseren Zewürfnissen, Corona-Krise und nicht zuletzt durch den trotz massiver Repression anhaltendem Widerstand fortschrittler Teile der Bevölkerung - hat längst keine andere Option mehr, als den Krieg. Durch Öffnung immer weiterer Fronten versucht der türkische Faschismus von seiner Schwäche abzulenken und durch expansionistische Träumereien nationalistische Gefühle zu mobiliseren.

Dass angesichts dieser kriegerischen Aussichten die grossen europäischen Rüstungskonzerne nicht nebenan stehen wollen, versteht sich von selbst. Das Geschäft mit dem Krieg in all seinen Formen, ist in der zunehmend krisengeschüttelten kapitalistischen Barbarei sowas wie der Gold-Standard garantiert lukrativer Investments. Allein Thales weist in ihrem letztjährigen Geschäftsbericht eine Steigerung von satten 20% in seiner Rüstungssparte aus, in den sogenannten Emerging Markets lag der Zuwachs gar bei 50%.

Doch die Träume der Investment-Abteilungen der Rüstungskonzerne, ebenso wie jene des türkischen Regimes, werden über länger oder kürzer am Widerstand der Völker zerschellen. Ein System, das sich nur durch Kriege und Versklavung über Wasser halten kann, das zum Reichtum einiger das Elend vieler bedarf, hat keine historische Perspektive.

Hingegen haben jene Kräfte, die sich dem türkischen Faschismus und seinen Verbündeten - von den IS-Schlächtern bis zu den EU-Regierungen - entgegenstellen die Geschichte auf ihrer Seite. Ihr Widerstand, ihr Mut für eine Gesellschaft der freien Menschen zu kämpfen - als Guerillaeinheiten in den Bergen, als Volkskomitees in Rojava, als InternationalisInnen in den imperialistischen Metropolen - wird siegen. In der Ruhe dieser Gewisstheit setzten wir heute diesen kleinen aber lauten Akzent!

Es gibt kein ruhiges Hinterland: Krieg dem Krieg!
Fight for Rojava!

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With our action we join the manifold activities around the internationalist week of action against Turkish fascism and its European sponsors.

Thales, and with it the French state as the main shareholder, plays a central role in the modernization efforts of the Turkish arms industry. Strategically invested in Turkey for more than 25 years, Thales has made a decisive contribution to various projects aimed at supporting the Turkish army in its numerous wars of aggression. To this end, Thales works closely with the largest Turkish defense companies, such as Aselsan in the development and production of rocket launcher systems and infantry helmet cameras, or TAI for the Göktürk satellite system. Both companies are closely linked symbiotically with the gang around dictator Erdogan.

This gang - weakened by the economic crisis, internal and external needs, the Corona crisis, and not least by the resistance of progressive sections of the population, which continues despite massive repression - has long had no other option but war. By opening ever more fronts, Turkish fascism tries to distract from its weakness and to mobilize nationalist feelings through expansionist reveries.

It goes without saying that in view of these warlike prospects, the large European arms companies do not want to stand next door. In the increasingly crisis-ridden capitalist barbarism, the business of war in all its forms is something like the gold standard of guaranteed lucrative investments. In last year’s annual report, Thales alone reported an increase of a whopping 20% in its armaments division, in the so-called emerging markets the growth was as high as 50%.

But the dreams of the investment departments of the arms companies, as well as those of the Turkish regime, will be shattered for a longer or shorter time by the resistance of the people. A system that can only survive through wars and enslavement, that needs the misery of many for the wealth of some, has no historical perspective.

On the other hand, those forces that oppose Turkish fascism and its allies - from the IS butchers to the EU governments - have history on their side. Their resistance, their courage to fight for a society of free people - as guerrilla units in the mountains, as popular committees in Rojava, as internationalists in the imperialist metropolises - will win. It is in the tranquillity of this certainty that we set this small but loud accent today!

There is no quiet hinterland: war to war!
Fight for Rojava!

ZH&WINTI: Farbanschläge gegen CreditSuisse

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Greifen wir die CS an. Weil die CS diesen Sommer einem in die Bedrouille geratenem türkischen Panzermotoren-Hersteller mit 400Mio Dollar aus der Patche geholfen hat. Und sowieso. Gemeinsam gegen den Faschismus heisst gemeinsam für die Revolution!

Im Rahmen der internationalen Aktionswoche gegen den türkischen Faschismus und seine Expansions-Kriege, sowie insbesondere auch gegen die Unterstützung derselben durch europäisches Kapital, haben wir in der Nacht auf den gestrigen Donnerstag zeitgleich in Zürich und Winterthur zeitgleich die Credit Suisse angegriffen. Diese selbst nach Bankenstandards notorisch unmoralisch investierende Schweizer Grossbank, hat diesen Sommer durch eine 400-Mio-Dollar-Kreditlinie massgeblich dazu beigetragen, dass eines der wichtigsten Unternehmen der türkischen Panzer-Produktion, Hema Endüstri, nicht Konkurs anmelden musste.

Überall in Europa fanden in den letzten Tagen Aktionen, Blockaden und Angriffe gegen europäische Rüstungskonzerne statt, welche ihre Produkte und ihr tödliches Know-How in die Türkei verkaufen. Neben der von allen diplomatischen Krisen kaum beeinträchtigten politischen Unterstützung des türkischen Faschismus durch die EU, stellen die europäischen Rüstungskonzerne damit eine zentrale Stütze des innenpolitisch und wirtschaftlich schwer angeschlagenen AKP-MHP-Regimes dar. Denn so sehr Erdogan bei jeder Gelegenheit mit der angeblichen Autarkie der türkischen Rüstungsindustrie prahlt, so sehr ist diese in Tat und Wahrheit auf internationale Lieferketten angewiesen.

Neben Raketen-Zielsystemen, Panzer-Fabriken und Flugzeug-Getrieben, geht manchmal ein weiterer zentraler Rohstoff der türkischen Rüstungsproduktion beinahe vergessen: Ausländisches Kapital. Vor dem Hintergrund taumelnder Lira-Kurse und steigender Inflation fällt es vielen türkischen Firmen immer schwieriger ihre Dollar- und Euro-Kredite zu bedienen. In eben diese Lage kam unter anderem auch die Hema Endüstri, das Flaggschiff des Familien-Konglomerats Hattat Holding. Nach der schweren Währungskrise im Sommer und Herbst 2019 schlitterte das Industrie-Unternehmen, das neben Getriebeteilen für europäische Autokonzerne auch Motoren für die heimische Panzerproduktion herstellt, auf die Zahlungsunfähigkeit zu.

Doch zum Glücke der eng mit der AKP-Elite verbandelten Hattat-Familie stand da die nie um ein neues Investment in die Rüstungsindustrie verlegene Credit Suisse. Die Grossbank weiss genau, dass der Absatz türkischer Panzermotoren stabiler ist, als die türkische Währung und vermittlete dem Unterehmen im Juli dieses Jahres ein Schulden-Umstrukturierungs-Programm über 400 Millionen Dollar.

Immer wieder gab es in der jüngeren Vergangenheit teils vehementen Widerstand gegen die zahlreichen Investments der Credit Suisse in Rüstungs- und Ölkonzerne. Wir sind uns sehr bewusst, dass auch unsere heutigen Farbflaschen nicht einen Abzug der 400 Millionen auslösen werden, zu profitträchtig sind die Geschäfte gerade in diesen Bereichen. Wir hoffen aber, dass die Scherben und Farbflecken bei der wachsenden hiesigen Solidaritätsbewegung mit der kurdischen Freiheitsbewegung einen Beitrag leisten kann, real das Bewusstsein dafür zu stärken, dass der Kampf zur Verteidigung Rojavas nicht nur auf syrischem Boden ausgetragen wird. Dass die Profiteure und UnterstützerInnen des türkischen Faschismus auch und gerade hier in Europa sitzen. Und vorallem dass sie angereifbar sind. In diesem Sinne: Es gibt noch einige weitere gut gelegene CS-Filialen! Nicht zuletzt aber sehen wir diesen nur dem Schein nach symbolischen Angriff als ganz konkrete und handfeste Unterstützung unserer kämpfenden GenossInnen vor Ort: Ihnen schicken wir unsere klirrenden antifaschistischen Grüsse zu und bekräftigen einmal mehr: Ihr seid nicht allein! Viele kämpfen mit Euch, denn Euer Feind ist auch unser Feind!

Hoch die Internationale Solidarität!
Rise up for Rojava!

Aufbau Vertrieb

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RJZ & Rote Hilfe

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Weitere aktuelle Infos gibts auf der Seite der Revolutionären Jugend Zürich & auf dem Blog der Roten Hilfe

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Sa Jan 30 @14:00
ZH: Zurück aus Rojava
Mo Feb 08 @07:30
Basel Nazifrei Prozess

Aufbau Zeitung

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Die offizielle Zeitung des revolutionären Aufbaus. Mehr Infos zur aktuellen und ein Archiv mit vergangenen Ausgaben gibt es hier. Zudem bieten wir verschiedene Texte, die nur online erschienen sind und eine kleine Auswahl von einzelnen Beiträgen aus der Printausgabe.