4Per E-Mail erhielten wir am 8. März 2004 diese Erklärung zu einem Anschlag auf das Migrationsamt in Zürich:

 

Wir haben in der Nacht auf den 8. März, den internationalen Frauenkampftag, das Migrationsamt an der Berninastrasse 45 in Zürich verschönert.

 

Das Datum erinnert einerseits an den 8. März 1917, der nach dem alten russischen Kalender den 23. Februar 1917 zeichnete. Die Textilarbeiterinnen machten den Anfang der Februarrevolution, die den Sturz des Zaren, das Ende des Krieges und die politische und wirtschaftliche Umwälzung in Russland einleiten sollte. Sie traten trotz der gespannten Verhältnisse in der Stadt in den Streik, zu Ehren des internationalen Frauenkampftages und entsandten Delegierte zu Metallarbeitern und baten sie, sie zu unterstützen. Bis am Abend waren rund 120'000 Arbeiter und Arbeiterinnen im Streik. Zudem erinnert er an den 8. März 1908, wo die Arbeiterinnen einer Textilfabrik in New York für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen in den Streik traten. Die Unternehmer und Aufseher schlossen die Arbeiterinnen in der Fabrik ein, um deren Kontakt zu den AktivistInnen der Gewerkschaft zu verhindern. Plötzlich brach ein Brand aus, beidem nur wenige Arbeiterinnen den Flammen entrinnen konnten. 129 Arbeiterinnen fanden in den Flammen den Tod. Uns ist es ein Anliegen, die herrschende Gewalt gegen Frauen zu denunzieren und dagegen vorzugehen. Wir haben das Migrationsamt als Angriffsziel gewählt, weil es als Institution die staatliche Ausschaffungs- und Repressionspolitik umsetzt.

Frauenspezifische Fluchtgründe wie lesbisch sein, Vergewaltigung und sexuelle Gewalt, Genitalverstümmelung, Steinigung nach Ehebruch, Zwangsehen,... werden in der Schweiz als Asylgrund nicht berücksichtigt. Gelingt es Migrantinnen überhaupt, in die Festung Europa / Schweiz zu gelangen, treffen sie nicht nur auf offenen Rassismus in der Bevölkerung, sondern auch auf eine Reihe rassistischer und sexistischer Sondergesetze. AusländerInnen sind in der Schweiz dann willkommen, wenn sie die Bedürfnisse der einheimischen Männer befriedigen. Hausangestellte und Sexarbeiterinnen zum Beispiel müssen so in halb- und ganz illegalen Verhältnissen arbeiten. Sie können sich nur sehr schlecht gegen die Ausbeutung durch Bosse, Ehemänner, Freier und Zuhälter wehren, und noch weniger gegen die staatliche Repression, welche sie unter anderem zu jeder Zeit und an jedem Ort ausschaffen kann. Der 8. März steht für den internationalen revolutionären Frauenkampf. Wir wollen für alle sichtbar machen, dass wir gegen Gewalt an Frauen und für die Verbesserung ihrer Lebens- und Arbeitsbedingungen kämpfen. Unser Ziel ist eine Gesellschaft ohne Klassen, wo alle nach ihren Fähigkeiten und nach ihren Bedürfnissen solidarisch zusammenleben, ohne die Herrschaft des Kapitals. Wir sehen uns als Teil dieser Kämpfe für eine Gesellschaft ohne kapitalistische und patriarchale Ausbeutungs- und Unterdrückungsverhältnisse. AG für einen militanten 8. März


- Für die Anerkennung frauenspezifischer Fluchtgründe und Bleiberecht für ALLE!
- Solidarität mit allen kämpfenden Frauen!
- Verstärken wir unseren Widerstand gegen Sexismus und Rassismus!
- Feuer und Flamme den Ausschaffungsbehörden!
- Kampf dem imperialistischen Krieg!
- Für solidarische Verhältnisse und Beziehungsformen!
- Für einen starken, revolutionären Frauenkampf!

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