Klassenkämpferische Kultur ist Bestandteil revolutionärer Gegenmacht. Mit einer Ausstellung von Mosaiken, Zeichnungen und Bildern wollen wir am 1. und 2. Mai in Zürich dieser Form von Gegenmacht einen Ausdruck geben. Zu sehen gibt es am 1. Mai ab 18.00 in der Kanzleiturnhalle und am 2. Mai ab 20.00 im Leninsaal des Volkshauses:

Mosaike der RAF-GenossInnen von Paolo Neri

 Zeichnungen aus dem Knast von Arenas - PCE(r)

Bilder von Sanchez Casas - GRAPO

Buchvorstellung mit Mitherausgeber René Lechleiter (PdA) - "Das trikontinentale Solidaritätsplakat"

Broschüre Broschüre Broschüre zu Revolutionärer Kultur ab sofort im Vertrieb erhältlich!

REVOLUTIONÄRE KULTUR IM KAMPF UM ÖFFENTLICHEN RAUM

Der Kampf auf der Strasse ist ein Kampf für revolutionäre Gegenmacht. Es ist der zentrale Ort, wo die verschiedene Stränge des Klassenkampfes zusammen kommen. Strassen und Plätze sind soziale, kollektive Räume, die ihren BenutzerInnen sowohl den Blick auf gesellschaftliche Auseinandersetzungen als auch die eigene Teilnahme an den verschiedensten Klassenkämpfen ermöglichen. Den öffentlichen Raum in Gebrauch nehmen und ihn mit einer politisch-revolutionären Bedeutung füllen kann nur über den Kampf auf der Strasse realisiert werden. Diese Raumaneignung verstehen wir als Ausdruck mobiler Gegenmacht, die in ständiger Bewegung und Veränderung ist. Präsenz auf der Strasse hat zum Ziel, ein politisches Klima zu schaffen, innerhalb dessen auch proletarische Kultur zu gesellschaftlichen Konflikten entstehen und somit Klassenbewusstsein vertieft werden kann. Das Bürgertum spricht dem Proletariat von vornherein ab, den Klassenkampf auch ästhetisch zu führen. Diese bürgerlich-kulturelle Hegemonie soll letztlich gebrochen werden. Der proletarischen Kunst als sinnlich-anschauliche Widerspiegelung gesellschaftlicher Vorgänge des um Befreiung kämpfenden Proletariats kommt im Kampf ums Bewusstsein eine wichtige Rolle zu. Durch ihren Gegenstand und ihre Sprache ist sie eine besondere Art der Erkenntnis der schöpferischen Kraft des Proletariats und damit konkrete revolutionäre Perspektive.

Klassenkämpferische Kultur ist Bestandteil revolutionärer Gegenmacht. Es ist der Versuch, Bedingungen einer von der Herrschaft des Kapitals freien kulturellen Produktion des Proletariats zu schaffen, die nicht im Sinne kapitalistischer Warenproduktion organisiert ist.

Dieser Kampf ist gleichzeitig aufbauende, schöpferische Arbeit - die Schaffung neuer und immer neuer Elemente einer kommunistischen Perspektive im Proletariat selbst, in seinen inneren Beziehungen, in den täglichen Lebensbedingungen, nicht morgen, sondern im revolutionären Prozess selbst. Inmitten des Kapitalismus müssen auch die subjektiven Voraussetzungen für eine kommunistische Gesellschaft entstehen, erarbeitet und aufgebaut werden. Der revolutionäre Prozess ist immer auch kulturelles Laboratorium.

Paolo Neri ist in den siebziger und achtziger Jahren, wegen seiner Mitgliedschaft in den Brigate Rosse im Gefängnis gewesen.

« ... Ich mache es für die neuen Generationen, damit sie nicht vergessen werden, um an den roten Faden der Revolution und des Widerstands anzuknüpfen. Während ich arbeitete, dachte ich an ihr Leben, an die harten Entscheidungen, die sie getroffen haben, an die Opfer, die sie erbrachten und daran, wie sie gestorben sind. Ich habe die Technik des Mosaiks gewählt, damit sie die Zeit überdauern, weil für mich eine Beziehung besteht zwischen Form und Inhalt. Ich dachte mir deshalb, dass der Widerstand mit widerständigem Material repräsentiert werden soll, mit Steinen, mit Granit und Marmor, welche durch ihre Beschaffenheit die Stärke des Inhalts wiedergeben.»

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