Am heutigen Kampftag der internationalen ArbeiterInnenbewegung beteiligte sich der Revolutionäre Aufbau Schweiz in Basel, Winterthur und Zürich an einem antikapitalistischen resp. Revolutionären Block.

In Basel besammelte sich der antikapitalistische Block unter der Parole „Grenzenloser Widerstand,  gemeinsam gegen Kapitalismus, rechte Hetze und imperialistische Kriege“. Gleich zu Beginn wurde ein Transparent gegen das Ministerratstreffen der OSZE vom kommenden Dezember aufgehängt.
Etwa 700 Menschen beteiligten sich am antikapitalistischen Block. Nach der Mittleren Brücke bog der ganze Block zum Migrationsamt ab, um gegen die SchreibtischtäterInnen der rassistischen Asylpolitik zu demonstrieren. Dort gab es verschiedene Aktionen von symbolischer Bedeutung: ein Transparent, Sprays und Farbe. Die Stimmung war sehr kämpferisch.
Am Nachmittag fand der revolutionäre Treff auf dem Barfüsserplatz statt. Hier wurde informiert, diskutiert und es gab Solidaritätsaktionen unter anderem für die Greif-ArbeiterInnen in Istanbul, die sich gegen die Leih- und Temporärarbeit à la Adecco und Manpower mit einem Streik und einer Fabrikbesetzung wehren.

Winterthur – trotz Sozialabbau, Lofts und Gummischrot: Wir bleiben die Stadt!
In Winterthur folgten rund 220 Menschen dem Aufruf des „Antikapitalistischen Bündnis Winterthur“ und besammelten sich zum revolutionären Treffpunkt auf dem Archplatz. Sie durchkreuzten damit sowohl die Pläne der Gewerkschafts- und SP-Spitzen, die den „rot-grünen“ Abriss des Volkshauses vergessen machen, als auch der Stadtregierung, die den MieterInnen der Luxuswohnungen in den Archhöfen jeglichen Lärm und Protest ersparen will.
Mit Reden, Parolen, Musik und dem symbolischen Abfackeln der Archhöfe als Symbol für die Stadtentwicklung von oben holte sich der revolutionäre Teil des Winterthurer 1. Mai für kurze Zeit den Archplatz zurück.
Danach schloss sich der revolutionäre Block – dieses Jahr zum zehnten Mal – lautstark und kämpferisch der Demo des 1.-Mai-Komitees an.
Mit der heutigen Kundgebung und Demo endete die erfolgreiche 1.-Mai-Kampagne des „Antikapitalistischen Bündnis Winterthur“, in deren Verlauf bereits im April drei Mobilisierungen zum Thema Stadtentwicklung stattgefunden hatten.

In Zürich haben sich am Morgen des 1. Mai 2014 rund  14'000 Demonstranten und Demonstrantinnen besammelt. Trotz des widrigen Wetters war es eine grosse und kraftvolle Demonstration.
Auch der revolutionäre Block war gewohnt stark und laut. Hier kommen die verschiedenen ausserparlamentarischen linken Kräfte zusammen – die revolutionären Kräfte. Schon bei der Europa-Allee wurden Reden gegen Stadtaufwertung gehalten, während des Demonstrationszugs weitere Reden gegen Repression und Überwachung. Auf der kurzen Strecke auf der Bahnhofstrasse wurde die Gelegenheit genutzt, die krisenhafte Entwicklung des Kapitalismus anzuprangern und zu verstärktem Kampf dagegen aufzurufen. Die Parole heisst  „Gegenmacht auf der Strasse, statt Ohnmacht an der Urne.“
Es gab eine Theater-Aktion gegen den Sozialabbau und die Erhöhung des Rentenalters, die massgeblich von sozialdemokratischer Seite,  SP-Bundesrat Alain Berset, vorangetrieben werden.
Auf dem Sächsilüüteplatz gab es keine Nachdemo, weil auch keine geplant war. Die Medien sollten unsere Ankündigungen ernster nehmen. Schliesslich ist es wahr, dass der Platz und seine betuchte Umgebung zu Demonstrationen einlädt, doch liegt es nicht in unserem Interesse, die Abschlusskundgebung der offiziellen Demonstration zu sprengen. Das Jahr hat 364 weitere Tage, an denen dieser Platz Ort der Konfrontation sein kann.
Das Revolutionäre Bündnis lud danach zum Fest auf das Kanzleiareal und dort spielte die Hip-Hop-Band Smith and Smart aus Berlin und der Rapper Hrwas aus Griechenland vor einem begeisterten Publikum .
Erstmals sein einigen Jahren haben wir wieder zu einer antikapitalistischen Demonstration am Nachmittag aufgerufen. Der 1. Mai entwickelt sich durch die Zusammenarbeit zwischen Gewerkschaftsführung, ReformistInnen und Regierung  immer mehr zu einer Zelebration der Sozialpartnerschaft. Dies in einer historischen Situation, wo die Grenzen des Kapitalismus durch Krieg und Krise immer spür- und sichtbarer werden. Mit der Mobilisierung auf den Nachmittag wollten wir eine politische Alternative für all diejenigen bieten, welche für eine andere Gesellschaft einstehen. Trotz der völligen Militarisierung des Quartiers war eine kämpferische Kundgebung mit rund 1'500 Personen möglich, was wir als Erfolg werten. Angesichts der von AL-Stadtrat Wolff aufgestellte Polizeiarmada habe wir uns nach der Kundgebung auf den Revolutionären Treff auf dem Kanzleiareal zurück gezogen. Der Tag wird mit weiteren Konzerten, Diskussionen mit internationalen Gästen und dem Film Art War über revolutionäre Kunst in Ägypten beendet.
Der heutige Tag zeigt, dass die linke reformistische Politik zwar einen kurzfristigen militärischen Sieg für Staat und Kapital verbuchen konnte. Langfristig hat sie damit einmal mehr nur ihre Perspektivenlosigkeit und fehlende Legimitation an den Tat gelegt.


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Revolutionärer Aufbau Schweiz, 1. Mai 2104

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