Die Krise trifft uns alle – Drehen wir den Spiess um!

Gemeinsam auf die Strasse am 1. Mai

Eines ist klar: Der diesjährige 1. Mai steht ganz im Zeichen der Krise des Kapitalismus, die auch in der Schweiz angekommen ist. Die Herrschenden werden alles daran setzen, sie auf die Arbeitenden abzuwälzen und den Widerstand dagegen zu verhindern.

Ein Widerspruch besteht einerseits darin, dass die Krise tatsächlich eine historische Dimension hat. Andererseits breitet sie sich in den verschiedenen Sektoren der Produktion und im gesellschaftlichen Bewusstsein ungleichzeitig aus und trifft uns in unterschiedlichem Ausmass und zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Ein Bewusstsein über die Gemeinsamkeit dieser Lage –  eine Voraussetzung, um am gleichen Strick zu ziehen –wird dadurch erschwert. Die jahrzehntelange Logik der „Sozialpartnerschaft“ hat den roten Faden der Kämpfe angerissen. Zusätzlich hat die neoliberale Politik nicht nur unsere Lebens- und Arbeitsbedingungen angegriffen, sondern auch unser Bewusstsein, indem sie uns vereinzelt, spaltet oder in ihre Logik integriert.

Ein Blick über die Grenze zeigt allerdings, dass die Angriffe nicht unbeantwortet bleiben müssen. Dazu einige Beispiele: Die Revolte in Griechenland richtete sich über alle gesellschaftlichen Bereiche hinweg gegen den Staat; in Frankreich bauten ArbeiterInnen Barrikaden und setzten einen CEO vorübergehend fest; die LokomotivführerInnen setzten in Deutschland alte Forderungen gegen gewerkschaftliche und reformistische Führungskräfte durch; die Besetzung der INNSE-Fabrik in Mailand führte zur vorübergehenden Enteignung der Produktionsmittel; im asiatischen Raum entwickeln sich Volkskriege, bei denen immer grössere befreite Rote Zonen entstehen; in Lateinamerika gibt es zahlreiche Bestrebungen, dem Imperialismus entgegen zu treten.

In der Schweiz zeigt der aktuelle Prozess gegen militant Streikende und Unterstützerinnen bei Allpac in Liestal die Schärfe der Widersprüche auf. Die Unterstützung des Streiks war gross, und die harte Antwort der Klassenjustiz löst erneut breite Solidarität aus. Blockaden der Fabrik, Kundgebungen vor dem Gericht, Solidaritätsdemos sind Beispiele, die eine gemeinsame Antwort sichtbar machen, und zeigen, dass die Angriffe nicht nur gegen Dich und mich, sondern gegen uns gemeinsam geführt werden. Es braucht einen „öffentlichen Raum“, in dem die Kritik, welche wir alle einzeln haben, zu einem gemeinsamen Widerstand werden kann. Dieser wird uns nicht gegeben, sondern den müssen wir uns erstreiten, am Arbeitsplatz, in der Schule, auf dem Sozialamt oder auf der Strasse.

Am 1. Mai bietet sich die Möglichkeit, die verschiedenen Kämpfe zusammenzubringen und sich den öffentlichen Raum zu nehmen, damit aus ihnen ein gemeinsamer Bruch mit den herrschenden Bedingungen fassbar wird. Es ist der Tag, an welchem die eigenen Kräfte, die Einheit der Unterdrückten und Ausgebeuteten, aufgebaut wird. Und der Raum, welchen wir für uns für diesen Zweck erkämpfen, stellt eine – wenn auch nur kurzfristige – fassbare Gegenmacht, für eine revolutionäre Perspektive, dar.

Wir rufen deshalb alle interessierten Kräfte dazu auf, am Nachmittag des 1. Mai auf dem Kanzleiareal zusammenzukommen.

„Wer seine Lage erkannt hat, wie soll der aufzuhalten sein!“ (Brecht)

UnterzeichnerInnen (Stand 30.3.09): Revolutionärer Aufbau Schweiz, Revolutionäres Bündnis Region Zürich, RJZ,  Volksverlag

Wenn ihr das Manifest auch unterstützen wollt, schickt bitte ein Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.  Die UnterzeichnerInnen werden laufend hinzugefügt.

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