Trotz der völligen Militarisierung des Kreis 4 in Zürich und obwohl noch nie so viele Bullen am 1. Mai im Einsatz standen wie unter dem jetzigen AL-Polizeivorstand Richard Wolff hat es auch am 1. Mai zahlreiche und auch militante Aktionen gegeben. Wir versuchen hier eine möglichst komplette Übersicht zu geben.

(Quelle: ch.indymedia.org/de)

 

AKTUELL:  Verklebte Schlösser bei Kuoni und Serranetga AG

12-05-2014 11:42

Gestern Nacht verklebten wir verschiedene Schlösser beim Reiseanbieter Kuoni und versprayten die Fassade der Werbeagentur Serranetga AG. Folgenden Filialen statteten wir einen Besuch ab:

- Kuoni Hauptgebäude, Neue Hard 7, Zürich
- Kuoni, Seestrasse 15, Zürich
- Kuoni, Bellevueplatz 5, Zürich
- Kuoni, Bahnhofplatz 7, Hauptbahnhof, Zürich
- Kuoni, Löwenstrasse 66, Zürich
- Kuoni, Edisonstrasse 22, Oerlikon Zürich
- Kuoni, Stadthausstrasse 12, Winterthur
- Serranetga AG, Kanzleistrasse 120, Zürich

Neben verklebten Schlösser oder Sprays hinterliessen wir immer auch einen Kleber gegen Sexismus.

Am diesjährigen 1. Mai führte der Reiseanbieter Kuoni zusammen mit der Agentur Serranetga eine Werbeaktion für Urlaubsangebote durch. Zwar war man sich bei der Agentur bewusst, mit dem 1. Mai einen politischen Kampftag für kommerzielle Zwecke zu missbrauchen, doch sie relativieren ihren Werbeauftritt mit der Begründung, dass mehr Ferien für alle im Interesse der DemonstrantInnen gewesen sei. Stellt sich die Frage, ob ein kleinkarierter Billig-All-Inclusive-Urlaub von mehreren Tagen "abschalten" vom Alltags-Stress wirklich nach unserem Interesse sein kann. Wir glauben kaum...

Vielmehr sind wir der Meinung, dass unser Interesse sein muss, das Übel von Ausbeutung, Konkurrenz und Vereinzelung gemeinsam zu bekämpfen. Und das Übel hat Namen und Adressen: Es sind all jene, welche das Bestehende verteidigen. Es sind all jene, welche sich durch das Privateigentum und Ausbeutung auf Kosten der ArbeiterInnen und Arbeitslosen eine goldene Nase verdienen. Und es sind all jene, welche durch reaktionäre Hetze, wie Rassismus oder Sexismus, die Klasse zu spalten versuchen, um von den Folgen des Kapitalismus und seinen Krisen abzulenken.

Da Kuoni auch Profiteur des Übels Kapitalismus ist, negieren sie die Notwendigkeit des Kampfes eben dagegen und sprechen sich gegen revolutionäre Gewalt aus ("Kein Bock auf schwarzen Block!"). Wer aber nicht auf der glänzenden Seite der kapitalistischen Medaille steht, spürt die Gewalttätigkeit der kapitalistischen Profitlogik tagtäglich: Sei dies, wenn ganze Quartiere aufgewertet und ihre Bewohnerinnen vertrieben werden, wenn der Staat durch Repression ganze Stadtkreise säubern will und so weiter. Beispiele würden sich noch viele mehr finden lassen. Doch eben weil wir darauf keinen Bock haben, setzen wir den Herrschenden die revolutionäre Gewalt entgegen.

Doch wieder zurück zu Kuoni und Serranetga: Sehr lange brauchten sie für die Ausarbeitung dieser Werbeidee wohl kaum. Denn was, wenn nicht Gewalt und Sex, findet in der bürgerlichen Presse mehr Anklang? Überrascht hat es dann auch niemanden, als sich die Journalisten wie die Geier auf die sexistische Werbeaktion stürzten. Lässt sich darüber ja auch viel einfacher berichten, als über die verschiedenen antikapitalistischen Inhalte, welche am 1. Mai in unterschiedlichsten Formen propagiert wurden.

Auch wenn wir mit unserer Aktion Gefahr laufen, bei Kuoni nochmals für medialen Aufwind zu sorgen: Solange die Werbeaktion in dieser Form weiterläuft, behalten wir Spraydose und Sekundenkleber im Sack. Irgendwann werden die Journalisten den nächsten Stumpfsinn finden, über den sie berichten werden. Uns aber vergeht die Freude am Schlösser verkleben nie und dank ihrer sexistischen Werbeaktion haben sich sowohl Kuoni, wie auch die Serranetga AG einen sicheren Platz auf unserer Liste der besuchswürdigen Objekte ergattert.


Weil wir kein Bock auf Sexismus und Kapitalismus haben: Kuoni und wie ihr alle heisst, verpisst euch von diesem Planeten!

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Brasilianisches Konsulat verschönert

01.05.2014 16:46

Im Zeichen des Kampfes gegen die kapitalistische Profitlogik und eines kämpferischen 1.Mai haben wir das brasilianische Konsulat mit Farbe verschönerUm die kommende Fussball-WM und die olympischen Spiele 2016 durchzuführen, steckt die brasilianische Regiereung Milliarden in teure Stadien und dazugehörige Infrastruktur. Immense Beiträge, die danach im sozialen Bereich wieder eingespart werden müssen. Schon heute sind unzählige Menschen von einem solchen Sozialabbau betroffen. Mit dem sportlichen Grossanlass geht zudem eine Verdrängung sondergleichen einher. Damit Stadien gebaut werden können, müssen ganze Quartiere weichen. Günstgiger Wohnraum wird verdrängt, um daneben noch neue Shoppingtemplel zu errichten. Der Staat unhd die Repression spielen dabei freudige Helfer. Unzählige Quartiere wurden in den letzten Monaten mit Polizei besetzt, um damit nicht nur Menschen zu verjagen, sondern auch um die anhaltenden sozialen Missstände zu verschleiern. Während die in Zürich ansässige FiFa von all dem profitiert, leiden die Menschen vor Ort.
Solidarität mit den anhaltenden fortschrittlichen sozialen Protesten. Kampf der FiFa und dem Kapital. Für eine Welt, in der sportliche Anlässe ohne Verdrängung, Profitlogik und ermordete ArbeiterInnen auskommen.

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Seefeld "aufgewertet"

01.05.2014 17:25

Ganz im Sinne der Aufwertung in Zürich, insbesondere auch im Seefeld haben wir heute den Sitz der Firma Ledergerber sowie den Hauseigentümerverband mit Farbe aufgewertet.

Ledergerber steht stellvertretend für die Auswertung im Seefeld. Kauft und besitzt enorm viele Liegenschaften, baut sie um und vertreibt die untere Schicht zu Gunsten der Besserverdienenden.

Der Hauseigentümerverband steht für die Kapitalinteressen der Immobilienbesitzer auf Kosten bezahlbarem Wohnraum. Unterstützt wird was profitabel ist, nicht das Notwendige für die Bevölkerung.

„Aufwertung“ von unten, auch am 1. Mai!

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AOZ Zypressenstrasse verschönert

01.05.2014 18:09

Heute wurde die AOZ an der Zypressenstrasse mit Farbe verschönert. Die AOZ ist Verantwortlich für die Bewirtschaftung des Bundeszentrums Juchhof. Das Bundeszentrum ist ein Testzentrum für schnellere Verfahren, wovon die allermeisten abgelehnt werden. Die Bewohner leiden unter miesen Zuständen, zum Beispiel wenig Geld, Abmeldenpflicht (bei Abwesenheit muss eine Kontaktperson angegeben werden) etc. AOZ ist teil der Ausschaffungsmaschinerie.

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Farbanschlag gegen Rathaus Zürich

03-05-2014 01:16

Am Abend des 2. Mai haben wir das Rathaus in Zürich als Antwort auf den Polizeieinsatz von diesem 1. Mai eingefärbt.

Im Rathaus sitzen die politischen Verantwortlichen, welche die militärischen Leitplanken gegen die geplante antikapitalistische Demo im Kreis 4 festlegten.

Nicht ohne Grund wird dieser Kreis immer wieder gewählt, um Demonstrationen, Aktionen und politische (Platz-)Besetzungen durchzuführen. Denn nirgendwo in der Stadt verschärfen sich die Fronten zwischen kapitalistischen Interessen in der Stadtentwicklung und der proletarischen Bevölkerung so sichtbar.

Es brodelt und kocht. Die Herrschenden stehen dabei am Herd und suchen nach dem richtigen Rezept. Sie kochen einerseits verschärfend und auf der anderen Seite darum bemüht, eine Explosion zu verhindern, in dem sie verzweifelt den Deckel des kapitalistischen Dampfkochtopfes darüber zu halten versuchen.
Anders gesagt: Mit einer Hand drehen sie den Gasherd auf, mit der anderen drücken sie den Deckel hinunter, um eine Explosion zu verhindern.

Gut sichtbar wird dies zum Beispiel mit der massiven polizeilichen Besetzung im Kreis 4 am diesjährigen 1. Mai in Zürich. Seit der Europameisterschaft 2008 rüsten sich die Marionetten der Kapo und Stapo technologisch und personell immer massiver auf: Von dem gemeinsamen Lagerzentrum über Liveschaltung diverser Einsatzkräfte vor Ort, wie der Töfflifilmdienst, bis hin zu den neust eingesetzten Motocross-Bullen in Kampfmontour und ihre schusswaffentragenden Kollegen des sogenannten Ordnungsdienstes.

Am 1. Mai haben sie es zwar augenscheinlich geschafft, den Deckel unten zu halten. Ihre Drecksfinger haben sie sich dabei aber dennoch verbrannt. Etwa bei den verschiedenen Farbaktionen (u.a. das brasilianische Konsulat, AOZ & Ledermann), der Blockade an der Langstrasse oder der kleinen Velodemo mit Feuerwerk, wo sie überall zu spät oder überfordert waren.

Denn eines ist klar, Widerstand lässt sich nicht wie in einen Dampfkochtopf pressen. Widerstand schafft sich da Raum, wo er nicht erwartet wird und Widerstand bleibt stets in Bewegung und unkontrollierbar. Er ist die Flamme, die den Druck erhöht, bis es ordentlich scheppert!

Ob Wolff, Leupi oder sonst wer: Die Scheisse bleibt die Gleiche!
Lasst uns also den Herd zünftig aufdrehen!


Gezeichnet: Einige der kreativen Ergänzung!

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