Mediencommuniqué des Revolutionären Aufbau Schweiz zur 1. Mai-Kampagne 2012

 

Die 1. Mai-Kampagne

Der Revolutionäre Aufbau Schweiz hat sich mit Aktivitäten im Vorfeld und am Tag selber an den Kampagnen zum 1. Mai beteiligt. Die Hauptparole lautete: "Der Kapitalismus hat keinen Fehler, er ist der Fehler".

 


Anfangs April starteten wir die Kampagne in Zürich mit dem klassenkämpferischen Occupy Oakland-Aktivisten Boots Riley und am Wochenende vor dem 1. Mai mit verschiedenen Veranstaltungen auf dem Kanzleiareal. Insbesondere waren Griechenland und die Kämpfe dort Thema, aber auch der IWF und der bevorstehende Besuch der IWF-Chefin Lagarde an der Universität Zürich. Weiter ging es um die politischen Gefangenen und den Kampf gegen den Schnellzug im Val di Susa, sowie um die Angriffe auf Radio LoRa seitens des Stiftungrates. Auch juristische Hilfe sowie politische Diskussionen über die Repression fanden statt. Die Polizei hielt sich über das Wochenende mehrheitlich zurück, ausser als sich eine Truppe im Alleingang an den Transparenten vergriff und damit die Situation zu eskalieren versuchte. Die Transparente mussten dann aber zurückgegeben werden.
In Winterthur begann die 1. Mai-Kampagne des Antikapitalistischen Bündnis Winterthur bereits mit der erfolgreichen Verhinderung eines geplanten Auftritts des Kriegtreibers und Nachhaltigkeits-Heuchlers Joschka Fischer Ende März im Stadttheater. Am 20. April fand dann eine unbewilligte Party auf dem Neumarkt in der Innenstadt statt, mit der man gegen die Stadtentwicklungspolitik protestierte und sich ein Stück öffentlichen Raum im Vorfeld des 1. Mai für kurze Zeit wieder aneignen konnte. Auch in Zürich fand am Samstag ein wildes Fest statt. Hier konnte ohne Zwischenfälle gefeiert werden.

Der 1. Mai

Basel
In Basel nahmen über 2000 Menschen an der 1. Mai-Demonstration teil. Unter dem offiziellen Motto „Mehr Schutz, Lohn, Rente“ führte sie vom Messe- zum Marktplatz. Der zweite Teil der Demo war von einem grossen antikapitalistischen Block geprägt; in ihm lief gegen die Hälfte der Leute. Vor dem Demostart wurde mit einem von einem Heliumballon gehaltenen Transparent auf den Block mobilisiert. Hinter dem Fronttransparent „Kapitalismus ist Krise, ist Krieg, ist Armut ... Und genug ist genug. Zusammen kämpfend aufbrechen“ folgten viele Transparente mit antikapitalistischen und sozialistischen/kommunistischen Inhalten, viele Leute und Musik. Vom Marktplatz hob schliesslich ein weiteres Transparent „Auftrieb für den Kommunismus“ dank 3 Heliumballons gen Himmel ab. Am Fest auf dem Barfüsserplatz war der Revolutionäre Aufbau Basel mit Stand, Transparenten und Aktionen präsent. Unter anderem fand eine Mobilisierungsveranstaltung zu Blockupy Frankfurt statt.

Bilder zum 1. Mai in Basel

Winterthur
In Winterthur beteiligten sich rund 800 Leute an der Demo am Morgen, 150 davon unter der Parole „Die Krise heisst Kapitalismus! Widerstand – Solidarität – Klassenkampf“ im revolutionären Block. Das antikapitalistische Bündnis Winterthur verlas vor der Kundgebung der Gewerkschaften und SP eine kämpferische Rede, der revolutionäre Block an der Demo war lautstark und mit Transparenten und Pyros auch sichtbar gut präsent. Nicht unerwähnt bleiben soll eine Polizeiaktion gegen 6-jährige Kinder, welche mit Kreide Häuserwänder verschönern wollten.

Zürich
Am 1. Mai selbst hat sich innerhalb der morgendlichen Demonstration ein starker revolutionärer Block von ca. 2000 Personen gebildet. Dort wurden Schilder und Transparente mitgetragen zu den obgenannten Themen und mehr, es wurden über die Lautsprecher auch verschiedene Reden gehalten. Anwesend war auch ein Genosse aus Griechenland, der über die Situation dort berichtete. Thematisches Schwergewicht war die Krise in ganz Europa und die Solidarität mit den Kämpfenden weltweit. Mitgetragen wurde auch ein grosser Ueli Maurer mit einem Gripen in der Hand, dazugehörig wurden riesige Plakate der Demonstrationsroute entlang aufgehängt. Das sollte darauf hinweisen, dass in allen Ländern im Sozialwesen gespart wird, während für Aufrüstung das Geld jeweils selbstverständlich da ist. Bei der Abschlusskundgebung wurde der Gripen deshalb symbolisch in die Luft gejagt und Maurer in die Limmat geworfen. Im Anschluss an die Kundgebung kontrollierte die Polizei das Block-Fahrzeug, genau gleich ging übrigens auch die Basler Polizei gegen unser Fahrzeug vor.
Es gab auch dieses Jahr wieder Konzerte, Informationen und Diskussionen auf dem revolutionären Treff auf dem Kanzleiareal. Die spanische Ska-Punkrockband Boikot war die Hauptattraktion, vor und nach dem Konzert konnte man sich treffen und austauschen.

Der Kreis 4 war während dem ganzen Tag von einem massiven Polizeiaufgebot besetzt. Bei jeder Regung auf der Strasse wurden die Leute weiträumig umzingelt. Auch eine Ballonaktion von KünstlerInnen der Langstrasse wurde mit einem Grossaufgebot beantwortet. Bis zum Moment (18.00 Uhr) gab es zwar keine Massenverhaftungen, wohl aber durch zivile Greifer äusserst brutal durchgeführte Einzelfestnahmen.

An verschiedenen Brennpunkten in der Stadt wurden kleine Aktionen durchgeführt. So wurden an verschiedenen Orten Transparente aufgehängt, am Bellevue gegen die Rentenaltererhöhung, an der Sihlporte gegen die Stadtaufwertung, an der Langstrasse und im Kreis 4 generell gegen die Repression der politischen Bewegung. Weiter wurden offenbar das Amt für Justizvollzug und die Bank Julius Bär mit Farbe und Steinen angegriffen.

Bilder zum 1. Mai in Zürich

Aufbau-Interview zum 1. Mai

 

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1. Mai 2012

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