Politwochenende 25. / 26. April 2015, Kanzleiareal Zürich

25. April

14 Uhr: Begrüssung und Vorstellung des Programms

14:30 Uhr: Antimuslimischer Rassismus

16 Uhr: Bosnien und Herzegowina – Nur durch Revolution!

18 Uhr: Revolutionäre Praxis im ukrainischen Bürgerkrieg

26. April

14 Uhr: Gegenstrategien zu Staatsschutz und Polizeitaktiken

16:30 Uhr: Aktiv werden gegen Stadtaufwertung

18:30 Uhr: Revolutionäres Handeln damals und heute

Auch dieses Jahr sind wir wieder mit dem revolutionäre Politwochenende vom 25. / 26. April auf dem Kanzleiareal präsent. Wir nehmen uns diesen Raum, um uns zu verschiedensten Themen zu unterhalten und zu bewegen: Sei dies die Stadtentwicklung im Zürcher Kreis 4, Rojava und seine Bedeutung, Ukraine, Frankenkurs, der Umbau in Staatsschutz und Polizeitaktik, Klassenkampf in Bosnien, Pegida und die zunehmende Islamophobie und die revolutionäre Perspektive.

Zu aktuellen Brennpunkten gibt es Ausstellungen, viele Informationen und Büchertische, ein gemeinsames Basteln für den 1. Mai und auch für Verpflegung ist gesorgt. Das Politwochenende findet bei jedem Wetter statt, wir sind auch gegen den Regen gerüstet!

Kommt alle! Gemeinsames Diskutieren & Handeln!

Programm:

25. April

14 Uhr: Begrüssung und Vorstellung des Programms

14:30 Uhr: Antimuslimischer Rassismus

PEGIDA, „Kopftuchdebatte“, Andreas Thiel, Minarett- und Burkaverbot – Schon länger ist „der Islam“ Thema politischer Debatten, in der Schweiz wie überall in Europa. Vor allem rechte Kreise haben ihn als das vermeintlich „Fremde“ oder eine „Bedrohung“ erkannt und debattieren über Massnahmen und Umgang.

Diese Diskussionen sind geprägt von einem rassistischen Denken, welches sich in diesem Falle gegen MuslimInnen richtet. Aber wie funktioniert „Antimuslimischer Rassismus“? Weshalb wird er geschürt? Kann man überhaupt von Rassismus sprechen? Wie können wir ihn bekämpfen?

Eine Veranstaltung vom Antikapitalistischen Kollektiv (akzo) & Gruppe für eine antikapitalistische Praxis (GAP)

16 Uhr: Bosnien und Herzegowina – Nur durch Revolution!Bosnien und Herzegowina – nur durch Revolution! Selbstorganisierung und Perspektive in Bosnien. Eine Veranstaltung derRJZ mit Aktivisten aus dem Kanton Tuzla.

Ein Jahr nach den Protesten, welche das ganze Land erfasst haben, ist der Kampf noch nicht zu ende. Die Jugendarbeitslosigkeit ist immer noch über 50%, die Deindustrialisierung schreitet unaufhaltsam voran. Wer kann, verlässt das Land. Mitten in dieser Misere haben sich jedoch Strukturen gebildet, die eine andere Vorstellung vom zukünftigen Bosnien haben. „Informelle Gruppen“ nennen sie sich und bauen aktiven Widerstand gegen die korrupten Eliten und gegen den untragbaren Zustand der „Transition“ auf. Diese Gruppen organisieren aber nicht nur den politischen Widerstand, sondern auch das alltägliche Leben in gewissen Teilen Bosniens. Die RJZ lädt Mitglieder der Partija Rada bih (Partei der Arbeit) und Aktivisten einer informellen Gruppe ein, um über die Situation und Perspektiven in Bosnien und Herzegowina zu erzählen.

18 Uhr: Revolutionäre Praxis im ukrainischen Bürgerkrieg. Bericht und Diskussion mit einem Militanten der kommunistischen Organisation Borotba aus der Ukraine.

In Ost-Europa herrscht ein imperialistischer Krieg. Für revolutionäre Praxis ist die aktuelle Situation in der Ukraine eine grosse Herausforderung. Die GenossInnen befinden sich in der absoluten Defensive. Was für Probleme stellen sich einer revolutionären Linken, wenn Städte bombardiert werden und Politik militarisiert wird? Welche Optionen für eine proletarische Politik bieten sich den kleinen kommunistischen Brigaden an der Front? Welche eigenständigen Strategien diskutieren die ukrainischen GenossInnen, um nicht zwischen den nationalistischen Fronten aufgerieben zu werden? Ein Militanter der kommunistischen Organisation Borotba berichtet aus erster Hand über die aktuellen Debatten und Praxen der ukrainischen revolutionären Linken. Diese Erfahrungen sind elementar auch für unsere zukünftige Praxis in Westeuropa.

26. April

14 Uhr: Gegenstrategien zu Staatsschutz und Polizeitaktiken

Bericht über den Umbau beim Staatsschutz und Folgen für die Polizeitaktik. Diskussion mit einem Genossen aus Winterthur und einem Exponenten der Südkurve Zürich. Anschliessend Aussageverweigerungstheater!

16:30 Uhr: Aktiv werden gegen Stadtaufwertung

Der Raum, in dem wir uns bewegen, wandelt sich mit der Stadtentwicklung. Und das nicht zum Guten, Stadtaufwertung im Kapitalismus ist Aufwertung von oben, im Dienst des Kapitals, nicht der BewohnerInnen. Trotz der Rasanz und der gewaltigen Dimensionen dieses Prozesses bleibt Widerstand dagegen vereinzelt, ohne Verknüpfung mit einer antikapitalistischen Perspektive. Das beschränkt die Möglichkeiten des Kampfes gegen diese Stadtentwicklung. Wir wollen anhand konkreter Beispiele und in Berücksichtigung bisheriger Praxis in Zürich mögliche Handlungsfelder zu diesem Thema diskutieren und entwickeln.

18:30 Uhr: Revolutionäres Handeln damals und heute

Revolutionäre Praxis ist immer möglich! Erfahrungsaustausch mit Inge Viett (Bewegung 2. juni und raf), Alfredo Davanzo (kämpfender Fiat-Arbeiter und Militanter der PCpm) und einer kurdischen Genossin.

Revolutionäre Projekte gibt es in verschiedenen Zeiten. Wir wollen anhand von drei Biografien drei revolutionäre Projekte beleuchten, Erfahrungen austauschen und die Frage nach der revolutionären Perspektive heute stellen. Was verbindet die drei Erfahrungen miteinander, welche Erfahrungen können wir daraus ziehen, was bedeutet das für den revolutionären Prozess heute und unsere eigene Praxis?

Die drei Biografien stehen für verschiedenen revolutionäre Projekte in unterschiedlichen gesellschaftlichen Situationisten und Bedingungen.

Revolutionäre Politik ist in jeder Situation möglich. Sie bedingt aber eine Auseinandersetzung mit historischen Erfahrungen und mit perspektivischen Fragestellungen.

Inge Viett: War zehn Jahre Aktivistin im bewaffneten Kampf in der BRD. Von 1972 bis 1980 als Genossin der „Bewegung 2. Juni“ und bis 1982 der „RAF“. Danach Leben im Exil in der DDR bis zum konterrevolutionären Anschluss der DDR an die BRD 1990. Nach dem Knast aktive Kommunistin in der revolutionären Bewegung in Deutschland.

Alfredo Davanzo: Von den Arbeitskämpfen der FIAT zur Revolutionären Organisation, bewaffneter Kampf und Knast in den 80er Jahren. Von der schwierigen selbstkritischen Bilanz und folgende Trennung innerhalb der Brigate Rosse hin zur "Zweiten Position", bis hin zur Konstituierung der PCP-m. Seit kurzem nach 7 Jahren und 3 Monaten aus Haft entlassen.

Kader Ortakaya: Als Frau, Kurdin und Arbeiterin in der Türkei nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion politisiert im ständigen Kampf in der Fabrik und auf der Strasse. Somit erlebte sie den politischen Aufbruch mit den Gezi-Protesten und den Emanzipationsprojekten in Rojava. Am aktuellen Kristallisationspunkt im Kampf um Kobane wurde sie vom türkischen Militär erschossen. Eine enge Genossin schildert diese Entwicklung.

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