Trump polarisiert. Überall wo er auftritt, brandet ihm eine Welle der Ablehnung und des Widerstands entgegen. Hoffentlich auch, ist doch förmlich jedes Wort, welches Trumps Lippen beziehungsweise Twitter-Finger entfährt, neuerlicher Ausdruck von tiefster sexistischer, rassistischer und überhaupt in jeglicher Hinsicht anti-emanzipatorischer Menschenverachtung. Diese Polarisierung, das empörte Aufbegehren diversester Menschengruppen, ist gut und eine Chance. Als klassenkämpferische Linke sollten wir uns aber bewusst sein, dass diese Polarisierung von oben kommt: Ihr handelndes Moment ist ein eigentliches Sperrfeuer gegen uns alle und wir sind noch weit davon entfernt das Feuer zu erwidern. Man ist empört, man skandalisiert, man wehrt sich nach Leibeskräften und wird dennoch immer weiter an die Wand gedrückt. Wie aber kommen wir vom Reagieren zum Agieren, von der Defensive in die Offensive? Die Fragen sind nicht neu und wir behaupten nicht die Antworten zu kennen. Klar ist aber, dass wir wissen müssen, wer uns da angreift, wer unsere Verbündeten sind und wer eben nicht.

Wer steht hinter dem Sperrfeuer?
Auch wenn es uns die Leitartikel bürgerlicher Zeitungen weismachen wollen, Trump ist kein verwirrter Amokschütze, der von irgendwoher ausserhalb der Gesellschaft auf alles zielt, was sich bewegt. Trump ist Präsident des mächtigsten imperialistischen Blocks und er ist es nicht zufällig. Genauso wie Blocher seinerzeit in der Schweiz, ist Trump einerseits Ausdruck der Herrschaftskrise der Bourgeoisie, andererseits aber fester Bestandteil derselben und Speerspitze ihrer ureigensten Interessen. Spielte Trump im Wahlkampf noch wie alle rechten Rattenfänger den Volkstribun der weissen Mittelschichten, besteht nunmehr kein Zweifel mehr daran, woher seine Angriffe kommen und worauf sie zielen. Als Präsident eines imperialistischen Staates hat er – genauso wie der Bundesrat im Übrigen auch – zwei Kernaufgaben: Die Sicherstellung optimaler Ausbeutungsverhältnisse und die Verteidigung der damit gemachten Profite gegenüber der Konkurrenz. Diese beiden Aufgaben erfüllt Trump weitgehend zur Zufriedenheit seiner Klasse, was wichtigster Grund ist, dass er nachwievor im Weissen Haus wohnt.

Von unten links gegen oben rechts
Damit ist klar, wer unsere Verbündeten im Kampf gegen rechte Ideologien und Barbarei nicht sein können: Die Bosse aus Washington oder Kalifornien, die Chefs von Bern oder Zug. Die gesamte in Davos versammelte Bonzen-Bande mag zwar vom rüpelhaften Ton aufrichtig angewidert sein, sie sind aber allesamt nicht nur direkt verantwortlich für die Trumps und Blochers, sondern auf die von diesen vorangetriebene Verrohung der Gesellschaft auch direkt angewiesen. Jegliche Zusammenarbeit mit ihnen ist nicht nur absurd, sondern macht uns letztlich zu initiativlosen MitspielerInnen in einem von oben inszenierten Medienspektakel.

Die Strasse ist unser Davos
Zum Glück fehlt es uns dennoch nicht an Verbündeten. Es sind all jene, die sich in ihrer freiheitssuchenden Identität, in ihren Lebens- und Arbeitsbedingungen oder ihrer Wohnsituation zurzeit angegeriffen sehen. Kurz: Es ist die arbeitende Klasse in ihren unterschiedlichen Facetten, die von den Angriffen von oben betroffen sind und die sich zu wehren beginnen. Gelingt es uns, die diversen Abwehrkämpfe zu vereinen, den gemeinsamen Feind an Treffen wie dem WEF zu erblicken, so können wir der Polarisierung von oben eine Polarisierung von unten entgegensetzen. Schauen wir auf Davos: der Gegner schafft es, seine Widersprüche zugunsten gemeinsamer Klasseninteressen zurückzustellen und sich zu organisieren. Machen wir es ihm gleich! Nur können sich unsere Organisierung und unsere Perspektive nicht in militärisch abgeriegelten Luxus-Hotels entwickeln, sondern nur in langwieriger gemeinsamer Kampferfahrung auf der Strasse. Knüpfen wir an unseren Erfahrungen des langjährigen, vielfältigen und militanten Widerstandes gegen das WEF und andere Gipfeltreffen an!

Trump, Macri, Modi, Macron – Die Verantwortlichen sitzen oben!
Smash WEF!

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