Die Schweiz gibt sich gerne als sauberes Land. Parlamente rufen den Klimanotstand aus und PolitikerInnen versprechen rasche Lösungen. Doch die Schweiz und ihre Konzerne profitieren gleichzeitig von der weltweiten Naturausbeutung und -zerstörung. Alleine die hier ansässigen Rohstoffhändler erwirtschafteten 2017 27‘574 Milliarden Franken. Grosskonzerne wie Nestlé beteiligen sich weltweit an der kapitalistischen Ausbeutung der Natur. Schweizer Kapital und Banken wie die UBS und CS haben Milliarden in Umweltzerstörer investiert. Und für etliche internationale Konzerne ist die Schweiz ein sicherer Rückzugsort...

Zum Beispiel Vale

Am 25. Januar brach im brasilianischen Brumadinho der Damm einer Eisenerzmine des Bergbaukonzerns Vale. Eine riesige giftige Schlammlawine zerstörte Dörfer und hinterliess ein ökologisches Desaster. Mindestens 180 Menschen starben. 122 Menschen gelten weiterhin als vermisst. Vale ist einer der grössten Eisenerzproduzent – und besitzt am Genfersee einen 2009 für 50 Millionen Franken gebauten Firmensitz. Bis zu 40 Prozent der weltweiten Gewinne verschob der Konzern in den vergangenen Jahren in die Schweiz. Dies ist kein Zufall. Vale geniesst hier ungeahnte Steuervorteile. Bis Ende Dezember 2015 musste das Unternehmen keine Kantons- und Gemeindesteuern bezahlen. Während Vale durch seine Minen Milliarden verdient, an Sicherheit und Umweltschutz spart und Menschen sterben, hilft die Schweiz dem Bergbauunternehmen, indem es ihm beste wirtschaftliche Voraussetzungen bietet.

Zum Beispiel Gold

Meist ist die Schweiz sicherer Rückzugsort für die Rohstofffirmen, ohne dass alle Rohstoffe tatsächlich hierher gelangen. Im Bereich des Goldes ist die Schweiz auch physisch der wichtigste Ort des weltweiten Handels. Bis zu 70% des jährlich produzierten Goldes (sowohl Altgold als auch Minengold) gelangt hierher. Vier der sechs wichtigsten Raffinerien haben ihren Sitz in der Schweiz (Pamp, Valcambi und Argor-Heraeus im Tessin, Metalor in Neuchâtel). Diese kaufen Gold, ohne sich um Umwelt und Arbeitsrechte zu kümmern. So waren alle vier grossen Raffinerien in den letzten Jahren in Skandale verwickelt, beispielsweise weil sie Gold aufgekauft haben, das illegal angebaut oder das mit Kinderarbeit produziert wurde. Doch auch skandalfrei ist der Goldabbau äusserst umweltschädlich: Das mit Giften geschürfte Gold hinterlässt zerstörte Erde und schadet Mensch und Natur. Aufgrund des Goldabbaus gelangt beispielsweise jährlich gut 100 Tonnen Quecksilber in den Amazonas.

Für ein revolutionäres Klima!

Ob Schweizer Banken, Vale oder Goldabbau, hinter der Zerstörung unserer Umwelt wirkt ein einfaches System: Je tiefer die Löhne und je schlechter der Umweltschutz, desto höher der Gewinn. Wo der Profit regiert, leiden Mensch und Natur – so einfach lässt sich Kapitalismus zusammenfassen! Weil Profite für die Schweiz und ihre Konzerne derart wichtig sind, werden sich Parlamente und Unternehmen auch zukünftig weigern, wirksame Schutzmechanismen umzusetzen. Es bleibt bei Lippenbekenntnissen und leeren Versprechen. Umso wichtiger ist, dass wir Widerstand leisten, internationale Kämpfe unterstützen und uns auf unsere Stärken besinnen: Klassenkampf von unten, der seine revolutionären Inhalte auf die Strasse trägt. Zum Beispiel an den Protesten gegen das Europäische Goldforum, an weiteren Klimademos oder am 1. Mai!  Es bleibt keine Zeit mehr für Reformen!

Für den Kommunismus!


Goldforum aufschürfen!

Jährlich findet in Zürich das Europäische Goldforum mit führenden Goldproduzenten statt. Goldproduktion ist immer umweltschädlich und findet unter miesen Arbeitsbedingungen statt. Dass die Schweiz eine derart wichtige Rolle in der Goldindustrie einnimmt, ist kein Zufall. Die Politik hat jahrzehntelang an dieser Stellung gearbeitet. Zeigen wir, dass die Schweiz kein ruhiges Hinterland für Umweltzerstörer sein darf!

Kundgebung gegen das Europäische Goldforum: 9.4. 18:30, Tramhaltestellte Stockerstrasse, Zürich.

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