Wie in den letzten Jahren hat der Revolutionäre Aufbau Schweiz in Basel, Bern, Winterthur und Zürich zum 1. Mai aufgerufen.  Der internationale Kampftag der ArbeiterInnen bleibt selbstverständlich ein zentraler Inhalt unserer Organisation.

In Zürich

Die Aktivitäten, welche der Revolutionäre Aufbau Zürich gemeinsam mit dem Revolutionären Bündnis organisiert hatte, begannen an der morgendlichen Demonstration im „antikapitalistischen Block“, in welchem rund 800 Personen mitliefen. Unterwegs waren verschiedene Reden zu hören, z.B. live vom Wagen sprach ein Mitglied des Streikkomitees von SBB-Cargo Bellinzona (und nicht wie in unserer ersten Fassung Gianni Frizzo, der in Chur sprach), sowie eine Delegation der Frauenorganisation. Ausserdem wurde theatralisch eine Geiselnahme, ein sog. „Bossnapping“, vorgeführt und dazu Forderungen aufgestellt. Wie letztes Jahr befriedigte die von den Gewerkschaften durchgesetzte Demonstrationsroute nicht. Sie war kurz und liess symbolisch wichtige Ort wie z.B. den Paradeplatz aus, ausgerechnet im Jahr der Wut auf die Banken.

Ab 13h versammelten sich an dem revolutionären Treff auf dem Kanzleiareal rund 1500 Personen für ein Polit- und Kulturprogramm. Internationale Redner auf, Sherman Austin, ein Anarchist und Rapper aus Los Angeles. Ausserdem sprachen Leute aus der baskischen Jugendbewegung, Vertreter der Tayad, einer Solidaritätsstruktur der türkischen DHKP-C und Vertreter der Revolutionären Aktion Stuttgart (Deutschland). Konzerte von Sherman Austin und Collectivo Error (USA) begeisterten die BesucherInnen.

Nach den Konzerten war ein Agitprop-Strassentheater vor dem Gebäude Ecke Langstr./Stauffacherstr. angesagt, in dem die Abteilung Arbeit des Seco untergebracht ist. Als die BesucherInnen sich um 15.20h in Bewegung setzten, um das Strassentheater zu verfolgen, kesselte die Polizei das Kanzleiareal sogleich ein. Die Polizei schoss ohne Vorwarnung Gummischrot in die Menge. Ein Teil der Versammelten konnte dem Kessel entkommen, 200-300 Personen blieben aber bis nach 17h eingeschlossen. Auf dem Helvetiaplatz, der Lang- und Bäckerstrasse setzte ein massives Polizeiaufgebot Gummischrot, Tränengas und Wasserwerfer ein. Die anschliessenden Riots wurden von der Polizei klar provoziert.

In Basel

Weit über 3000 DemonstrantInnen zeigten einen eindrücklichen Weg zur Lösung der Krise des Kapitalismus. Mit viel Lärm, Parolen und Musik benennt der antikapitalistische Block an der Spitze der Demonstration die Zeichen der Zeit. Die Parolen auf dem Fronttransparent bringen sie zum Ausdruck: Der Kapitalismus hat keine Fehler, er ist der Fehler. Den Spiess umdrehen – statt Sozialpartnerschaft: Klassenkampf! Da der Block an an der Spitze der Demo lief, ist seine Grösse schwer einschätzbar. Was aber sicher ist: Er stellte gut die Hälfte der DemonstrantInnen, war also riesengross, stimmungsvoll und kämpferisch. Dazu beigetragen hat auch eine Kampagne im Vorfeld, mittels der das revolutionäre Bündnis zu einem antikapitalistischen ausgeweitet worden war, das viele linke Basler Gruppen umfasste und das mit einem gemeinsamen Manifest mobilisierte.

Den Abschluss und einen der Höhepunkte der Demo bildete die am Lautsprecherwagen vorgetragene und von allen mitgesungene „Internationale“. Wir freuen uns über die gelungene Transformation der Basler Demo vom Zeitalter der Sozialpartnerschaft hin zur zeitgenössisch antikapitalistischen Manifestation, die die dringend notwendige soziale und politische Machtfrage zur Sprache bringt.

In Bern

Rund 1000 Leute nahmen an der offiziellen Demonstration teil, 400 in einem kämpferischen Block. Diese zogen am Schluss mit einer eigenen Demo zum Areal der Reitschule, wo ein grosses 1.Mai-Fest im Gange ist.

In Winterthur

Rund 700 Personen beteiligten sich am Morgen an der 1.Mai-Demo, wobei es zwei Blöcke gab: einen kleineren des offiziellen 1.Mai-Komitees und einen grösseren, welcher vo einem Transparent und eines Lautsprecherwagens des revolutionären 1.Mai-Bündnis Winterthur angeführt wurde.

Zu Beginn der Kundgebung wurde ein Sarg aufgestellt, um symbolisch den Kapitalismus zu begraben, und der mit den Begriffen „Bonzen“, Imperialismus“ und „Geschlechterrollen“ gefüllt wurde. Der Sarg wurde zum Schluss verbrannt. Dazu wurde eine Rede verlesen. Während der Demo gab es mehrere Reden; zum Schluss wurde auf den revolutionären Treff in Zürich mobilisiert.

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