Bereits zum 50sten Mal treffen sich Ende Januar die Mächtigen der Welt im militärisch abgeschotteten Davos: RegierungsvertreterInnen, Konzernbosse und Delegierte von internationalen Organisationen. Und dabei stellt sich das WEF nach aussen gerne als Diskussionsplattform dar, die durch das Zusammenbringen der wichtigsten Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft nach Lösungen für die zahlreichen Krisen und Probleme des Kapitalismus sucht. Lösungen brauchen wir aber nicht von einer Teilnehmerliste, die aus den grossen Finanzinstituten, den grössten UmweltverschmutzerInnen, zahlreichen KriegsprofiteurInnen und reaktionäre PolitikerInnen besteht. Tatsächlich ist das WEF wie andere Wirtschaftsgipfel nur ein Versuch der Herrschenden, in der immer schärferen kapitalistischen Krise und den immer grösser werdenden Konflikten zwischen den kapitalistischen Staaten die grössten Risse im kapitalistischen Fundament so weit es geht zu kitten.

Gegen den Klassenkampf von oben…

Es zeigt sich aber immer deutlicher, dass die ökonomische Krise, in der der Kapitalismus steckt, schon längst zu solchen politischen Krisen geführt hat, dass weder eine Einheit zwischen den konkurrierenden KapitalistInnen gefunden, noch der Widerstand von unten still gehalten werden kann. Davon zeugen die Handelskriege und die zahlreichen militärischen Konflikte und Stellvertreterkriege um wirtschaftliche und politische Einflussgebiete, wie z.B. die US-imperialistische Aggression gegen den Iran. Davon zeugt die Unfähigkeit der Herrschenden, Antworten auf die Klimakrise zu finden. Davon zeugen aber auch die weltweit allenorts aufflammenden Kämpfe von unten gegen die immer neuen und heftigen Angriffe von oben. Denn einig sind sich die Herrschenden heute bloss noch darin, dass der Klassenkampf von oben zu verschärfen ist, um sich Profite weiterhin zu sichern. Umgesetzt wird das mit den bekannten kapitalistischen „Heilmitteln“ wie sie auch das WEF seit Jahrzehnten predigt: Deregulierungen von Arbeitsgesetzen, Privatisierungen, Sozialabbau und ungehemmte Ausbeutung und Zerstörung der Umwelt. Und dieser ökonomische Angriff auf unsere Lebens- und Arbeitsbedingungen wird noch verschärft durch reaktionäre Mobilisierung und in autoritäre Regimes.

…den Widerstand von unten vereinen!

Die Angriffe von oben bleiben aber nicht unbeantwortet. Überall auf der Welt entzünden sich immer wieder Kämpfe, wehren sich jene, welche die Folgen der kapitalistischen Krise nicht mehr länger zu schultern bereit sind – seien es die Gelbwesten in Frankreich, die Aufständischen in Lateinamerika oder die kämpfenden Frauen. Die Gründe für diese Aufstände mögen unterschiedlich sein, gemeinsam ist ihnen aber immer mehr, dass sie sich in einem offensiven, radikalen Bruch auf der Strasse manifestieren und als Klassenkampf konkretisieren. Der Bruch mit dem Bestehenden und das Vertrauen auf die eigene Stärke gehören auch zu den zentralen Faktoren für den Erfolg der Revolution in Rojava, ein basisdemokratisches, feministisches und ökologisches Projekt, das ganz real für eine Perspektive jenseits der kapitalistischen Ausbeutung und Zerstörung steht. Wenn wir die Profiteure von Krieg und Ausbeutung hier benennen und das „ruhige Hinterland“ der KapitalistInnen angreifen, können wir Teil dieser internationalen Offensive von unten sein. Das WEF und seine Gäste stehen exemplarisch für die Krise und Barbarei des Kapitalismus – vereinen wir die verschiedenen Kämpfe und führen wir sie in Solidarität mit all den Bewegungen weltweit im Kampf für eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung!

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