Pressemitteilung 7. Mai 2020

Revolutionärer 1. Mai Basel – Wir nahmen uns die Strasse und werden dies auch wieder tun!

In Basel fand letzte Woche die revolutionäre 1. Mai-Demonstration statt. Mehrere hundert Menschen zogen durch die Innenstadt, mit etlichen Transpis, vielen Parolen und mit Masken und Abstand zueinander. Die überschäumenden Reaktionen der Bürgerlichen zeigen, dass sich die Kämpfe langsam verschärfen. Wer bestimmt was der richtige Umgang mit der Corona-Krise ist? Wie werden die Lasten verteilt?

Die Coronakrise trifft Arbeiter*innen, Prekäre, Sans-Papiers oder Menschen, die kein Zuhause haben, sehr hart. Die Krise wird auf ihrem Rücken ausgetragen. Gleichzeitig werden die Reichen dieser Gesellschaft grösstenteils genauso reich oder noch reicher aus dieser Krise hervorgehen. Sie profitieren von den staatlich eingeworfenen Steuergeld-Milliarden, streichen weiterhin Miete ein oder werden später an erster Stelle stehen, wenn es um das Privatisieren der Gewinne nach der Krise geht.

Das ist nicht überraschend und auch kein moralisches Problem: Es ist die Funktionsweise dieser Gesellschaft. Und genau diese bekämpfen wir. Wir können es uns nicht leisten zu Hause zu bleiben, bis der letzte COVID19-Fall durch ist. Denn die Angriffe auf unsere Lebensbedingungen passieren jetzt stärker denn je.

Dass bürgerliche Politiker*innen nun von der SP bis zur SVP eine solche Demonstration hart attackieren, war abzusehen. Trotzdem ist es für deren Politik entlarvend: Denn während sie als Interessensvertreter*innen der Unternehmen auf ein baldiges Ende der wirtschaftlichen Massnahmen drängen, werden politische Kundgebungen ins Visier genommen. Sie haben kein Problem damit, wenn Tausende mitten in der Gesundheitskrise aufgrund ihrer Lohnabhängigkeit dazu gezwungen werden, auf Grossbaustellen arbeiten zu gehen. Doch was für sie gar nicht geht: wenn dann Menschen selbstbestimmt und mit Abständen auf die Strasse gehen, um für eine solidarische, gerechte Gesellschaft zu kämpfen.

Eine kapitalistische Gesellschaftsordnung wird die Bedürfnisse einer grossen Mehrheit immer hinten anstellen – denn zuerst kommen die Interessen des Kapitals. Besonders verheerend ist das zu Zeiten einer globalen Gesundheitskrise. Wir brauchen radikale Veränderungen! Es gibt kein zurück zur Normalität, denn das „Normale“ war bereits das Problem! Erkämpfen wir uns eine andere, solidarische Zukunft! Für diese Perspektive haben wir uns die Strasse genommen. Und wir werden es auch wieder tun!


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