Heraus zur Anti-WEF-Demo in St. Gallen! Nehmt teil am revolutionären Block!

Das „Anti-WEF-Bündnis St. Gallen“ ruft für den Samstag, 22. Januar 2011, zu einer Demo gegen das World Economic Forum (WEF) auf. Wir unterstützen diesen Aufruf und mobilisieren auf einen revolutionären Block an der Demo.

Einheit unter den kapitalistischen Raubtieren?

Das WEF versteht sich seit seinen Anfängen im Jahr 1971 als Instrument der „wichtigsten Entscheidungsträger aus Staat und Wirtschaft“, um Lösungen für die Krise des Kapitalismus zu finden. Nachdem die rund 1500 Wirtschaftsführer, die rund 50 Staats- und Regierungschefs und zahllosen Medienbosse sowie einige bekannte Kulturschaffende letztes Jahr an der selbstgestellten Aufgabe, den Zustand der Welt „neu zu denken, neu zu gestalten und neu aufzubauen“ gescheitert sind, suchen sie dieses Jahr nach „gemeinsamen Normen für die neue Realität“. Dass sich all die heisse Luft, die Ende Januar in Davos an den zahlreichen Meetings und Gesprächsrunden abgegeben wird, auch dieses Jahr schnell verflüchtigen wird, wird einmal mehr nicht am winterlichen Klima in Davos liegen, sondern daran, dass sich die kapitalistischen Raubtiere einmal mehr nicht über das Aufteilen der Beute einig werden können.

Richtigerweise sehen die VorbereiterInnen des WEFs die kapitalistische Krise nicht nur als ökonomische, sondern heben die daraus folgende politische und kulturelle Krise mit in den Vordergrund ihrer Diskussionen. Passenderweise – wenn man die Verschärfung der Krise des Kapitalismus in den letzten Jahren berücksichtigt – gelingt es den Kapitalisten aber je länger desto weniger, gemeinsame Lösungen für die Krise zu finden: Die Interessen der einzelnen Kapitalfraktionen stehen (auch am WEF) im Vordergrund, eine Einheit zwischen Konkurrenten kann nicht gefunden werden.

Dem Klassenkampf von oben...

Der einzige Punkt, in dem die Bonzen noch einen gemeinsamen Nenner finden ist die Verschärfung der Ausbeutung und Unterdrückung der Mehrheit der Menschen weltweit. Und genau deshalb ist das WEF für die KapitalistInnen nach wie vor ein wichtiger Fixpunkt: Als Organisierung und Treffen, um Strategien für den Angriff von oben gegen die unten zu organisieren. Um Geschäfte rund um Produktionsverlagerungen abzuschliessen, mit denen die ArbeiterInnen der verschiedenen Standorte gegeneinander ausgespielt werden sollen. Um Lohndrückereien, den Abbau der Errungenschaften der ArbeiterInnenbewegung, Massenentlassungen und verschärfte Produktionsbedingungen durchzusetzen. Um ihre militärischen „Sicherheitsmissionen“ zu planen und auszuwerten, die nichts anderes sind als die kriegerische Aufteilung der Interessens- und Einflusssphären im Kampf um Produktionsstandorte, Absatzgebiete und Ressourcen. Um den Kampf um die öffentliche Meinung mittels Kontrolle der Medien und des öffentlichen Raumes zu führen. Dafür steht das WEF nebst all den anderen Interessensvertretungen und Wirtschaftsverbänden, die den Klassenkampf von oben führen!

...den Klassenkampf von unten entgegensetzen!

Demgegenüber ist die parlamentarische Linke machtlos, beschränkt sie sich doch darauf, diese Angriffe bloss abzufedern, statt sie zu denunzieren und anzugreifen. Wen wunderts da noch, dass auch dieses Jahr mit Bundesrätin Micheline Calmy-Rey die Sozialdemokratische Partei einmal mehr am WEF mitdiskutiert...

Der Politik des Klassenkampfs von oben und der reformistischen Politik des kleineren Übels stellen wir den Klassenkampf von unten entgegen! Der Logik des Profits zugunsten einer Minderheit und auf Kosten der Mehrheit stellen wir die Perspektive einer Gesellschaft frei von Ausbeutung und Unterdrückung entgegen! Der rechten Hetze und dem Konstrukt von Grenzen und Nationen stellen wir die internationale Solidarität der Ausgebeuteten entgegen!

Der Kapitalismus gehört weder erneuert noch verbessert, sondern zerschlagen!

Dabei zählen wir nicht auf den Dialog mit der herrschenden Klasse oder auf die Parlamente: Wir zählen auf unsere Möglichkeiten, uns zusammenzuschliessen, uns zu organiseren, eine Kollektivität gegen die Spaltung und Zersplitterung aufzubauen. Wir zählen auf die verschiedenen Kämpfe in den Betrieben, an den Schulen und Unis, auf die Mobilisierungen und Demos auf den Strassen und Plätzen.

Den Angriffen von oben entgegentreten heisst den Klassenkampf von unten zu führen!

Den Kapitalisten die Zukunft nehmen! WEF zerschlagen!

Heraus zur Anti-WEF-Demo am 22.1.11 in St. Gallen! Nehmt teil am revolutionären Block!

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