Aktion anlässlich des Aktionstages "wir tragen eure Krise nicht"

Post273Die Coronapandemie hat die Verlagerung des Handels der produzierten Waren vom Ladenlokal ins Internet weiter beschleunigt. Als Profiteurin dieser Entwicklung hat die Post CH AG im Jahr 2020 191 Millionen Pakete verarbeitet und zugestellt. Dies entspricht einer Zunahme von 23% im Vergleich zum Vorjahr und reiht sich ein in die Entwicklung des Onlineversandhandels der letzten Jahre. Zusammen mit den anderen Konzernbereichen hat die Post einen Gewinn von CHF 178 Millionen gemacht. Ein Schlag ins Gesicht für alle Postangestellten, als vor wenigen Wochen auskam, dass trotz der verarbeiteten Rekordmengen unter prekären Arbeitsbedingungen keine Lohnerhöhung gewährt wird. Arbeiten bis zum Umfallen und dann ohne etwas dastehen? Wenig überraschend ist es, wenn das Ganze mit der Logik der kapitalistischen Produktionsweise betrachtet wird. Als alleiniger Eigentümer und Aktionär der Post CH AG tritt der Staat hier als Kapitalist auf. Es handelt sich um denjenigen Staat, der gleichzeitig als Apparat die organisierte Klassenherrschaft der Bourgeoisie sichert und dieser als Werkzeug zur Ausbeutung der unterdrückten Klasse, der Massen der Lohnabhängigen dient. Als Besitzer der Produktionsmittel fordert er Gewinne in Form von Dividenden. Alleine im Jahr 2018 hat sich der Staat CHF 200 Millionen auszahlen lassen. Während auf der einen Seite die Gewinne einkassiert werden, arbeiten gegen 40'000 Postangestellte unter teilweise prekären Arbeitsbedingungen und zu wenig Lohn. Nicht erst seit der Coronapandemie dauert ein Arbeitstag in der Zustellung regelmässig auch mal 10 Stunden und mehr. Mit dubiosen Arbeitszeitberechnungssystemen werden die Zusteller_innen dann aber auch noch um einen Teil der verkauften Arbeitskraft geprellt. Oder es werden ganze Produktionszweige wie der Transportbereich oder Teilbereiche in der Paketzustellung systematisch an Subunternehmen ausgelagert, da sich die Arbeitskräfte dort noch besser ausbeuten lassen. Egal in welchem Sektor, die Krise trifft das Proletariat in allen Arbeits- und Lebensbereichen. Ob nun im Gesundheitsbereich, im Detailhandel, auf der Baustelle oder in der Logistik, überall stehen die Massen der Werktätigen den wenigen besitzenden der Produktionsmittel gegenüber. Gerade die sogenannt systemrelevanten Berufe wurden durch die Coronakrise besonders hart getroffen. Es sind diejenigen Bereiche, die für die Versorgung der Bedürfnisse der Menschen von besonderer Bedeutung und Wichtigkeit sind. Applaus für unsere Arbeit ändert aber gar nichts an unseren Bedingungen, genauso wie sich auch mit einer Lohnerhöhung nichts Grundlegendes ändern wird. Auf die Ausbeutung in den Betrieben gibt es nur eine Antwort: Organisierung – Streik – Klassenkampf! Die Bourgeoisie enteignen, damit auf kollektive Produktion auch kollektive Aneignung folgen kann! Wir tragen eure Krise nicht!

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