Am Freitag, dem 17. Juni haben wir in Solidarität mit den entlassenen Arbeitern der DESA Fabrik in der Türkei vor der Prada Filiale an der Zürcher Bahnhofstrasse eine Kundgebung gemacht.

Folgender Text  wurde verteilt und aufgehängt

 Prada:
·        miese Löhne
·        Entlassungen
·        Kinderarbeit
·        Kampf gegen Gewerkschaften

Das Modeunternehmen Prada bezieht seine Lederwaren hauptsächlich vom türkischen Produzenten DESA. Dieses Unternehmen betreibt seit langem eine aggressive Politik gegen die Gewerkschaften. 2008 etwa entliess DESA über 40 gewerkschaftlich organisierte ArbeiterInnen. Zahlreiche Organisationen solidarisierten sich daraufhin mit den Entlassenen und setzten eine internationale Kampagne gegen DESA in Gang. Diese Kampagne hat zu einem Erfolg geführt: Die Fabrik wurde von einem Gericht gezwungen, die Entlassenen wieder einzustellen und gewerkschaftliche Organisierung zu erlauben. Die Kampagne veranlasste zudem zahlreiche Firmen, ihre Aufträge bei DESA zu kündigen. Prada hielt dem Unternehmen die Treue und ist seither der Hauptabnehmer. Diese Vorrangstellung benutzt die Edelmodefirma, um die Preise zu drücken. Die Last tragen die ArbeiterInnen. Unter dem Preisdruck schleift DESA die Löhne und verschlechtert die Arbeitsbedingungen. Neuerdings verlegt das Unternehmen, um Produktionskosten zu sparen, Teile der Verarbeitung in die Heimproduktion. Damit umgeht es sämtliche arbeitsrechtlichen Bestimmungen wie Sozialleistungen, Mindestlöhne und Kündigungsschutz. Die Resultate sind Lohndumping, überlange Arbeitszeiten und Kinderarbeit.

Ausserdem geht das Unternehmen inzwischen wieder ungeniert gegen organisierte ArbeiterInnen vor, immer wieder kommt es zu Entlassungen. Nicht selten entlässt DESA nicht nur GewerkschafterInnen, sondern deren Familien gleich mit. Eine skandalöse Sippenhaftung.

Die Gewerkschaft DERI-IS organisiert gegen diese Geschäftspolitik weiterhin ihren Widerstand: Zusammen mit entlassenen AktivistInnen steht sie derzeit vor der Fabrik und fordert die Wiedereinstellung der Entlassenen sowie die Respektierung der Mindestlöhne.

Wir solidarisieren uns mit den kämpfenden ArbeiterInnen. DESA ist kein Einzelfall, massive Angriffe auf die Lebensbedingungen gehören zur kapitalistischen Normalität. Nicht nur bei DESA, überall auf der Welt, setzen sich ArbeiterInnen gegen die Ausbeutung und die kapitalistischen Zumutungen zur Wehr.

Ihnen allen gilt unsere Solidarität.

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