BS: Kein Fussbreit dem Faschismus! Pegida vertreiben!

20160203 Plakat Pegida Basel Web

Die rechtsextreme Bewegung Pegida, die mittlerweile zum deutschen Alltag gehört, mobilisiert für den 3. Februar nach Basel. Ihre zahlreichen, sturen Versuche der vergangenen Monaten im deutschen, grenznahen Weil am Rhein und in Kandern eine Dynamik zu entwickeln sind zwar klar gescheitert: ihre Zahl hatte sich auf etwa 50 Vollpfosten eingependelt und diese bekamen ihre Unerwünschtheit deutlich zu spüren. Dennoch darf der rechte Aufruf nach Basel nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Im letzten Jahr haben neonazistische und rechte Propaganda auf neue Art und Weise Präsenz in der Öffentlichkeit erlangt. Während der Rechtsterrorismus in Deutschland explodiert (2015 gab es mindestens 900 Angriffe auf Asylunterkünfte – vier mal mehr als im Vorjahr), können sich rechtsextreme Parteien in allen europäischen Ländern Rekordzustimmung erfreuen. Zutiefst rassistische und menschenverachtende Anschauungen, werden gar nicht mehr als solche wahrgenommen, da sie mittlerweile zum Mainstream geworden sind. Dabei sind sie gerade deshalb so gefährlich, weil sie versuchen sich ein widerständiges Image anzueignen. In einer Welt, welche keine Zukunft zu bieten scheint und in der sozialer Abstieg allgegenwärtig ist, gelingt es rechten Kräften zurzeit sich als eine Alternative zu präsentieren: Dem Chaos des Kapitalismus setzten sie eine heile Volksgemeinschaft, die auf der patriarchalen Familie gründet entgegen.

Die Krisenentwicklung wird nicht aufhören, die Kriege im Nahen Osten werden sich eher weiter entflammen als beruhigen und der Lebensstandard wird wohl infolge von Sparprogrammen, Arbeitslosigkeit und Lohnkürzungen auch in Europa weiter sinken. In diesem Kontext sind die faschistischen Tendenzen sehr ernst zunehmen, auch wenn ihre ungeniertesten Repräsentanten zuweilen wie Witzfiguren daherkommen. Um dieser Entwicklung zu begegnen, muss längerfristig eine internationalistische Praxis aufgebaut werden, welche aufzeigen kann, dass es quer durch alle Länder und Kulturen ein gemeinsames Interesse im Kampf gegen die Ausbeutung gibt.

Die Organisatoren der Demo – Tobias Steiger, Ignatz Bearth, Eric Weber – legen sich ins Zeugs, um sich die Strasse in Basel zu holen. Sie kündigten an auch unbewilligt zu demonstrieren und versuchen öffentlich rechte Schläger zu mobilisieren. Sorgen wir dafür, dass sie den 3. Februar so schnell nicht wieder vergessen! Stellen wir uns ihnen in den Weg und vertreiben sie! Bringt all eure FreundInnen und Bekannten mit!

Durch den Bewilligungsentzug hat sich die Situation verändert. Kommt dennoch auf den Marktplatz und haltet euch den ganzen Nachmittag bereit, allenfalls müssen wir schnell reagieren können. Kein Fussbreit den Rassisten!

Pegida blockieren, angreifen, vertreiben!

Hoch die internationale Solidarität!

Infos auch auf radar.blackblogs.org

Ort Marktplatz, Basel

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