Der Krieg gegen Afrin hat begonnen. Türkische Kampfjets fliegen 24 Stunden am Himmel über dem westlichsten Kantons von Rojavas in Nordsyrien. Sie bombardieren Städte und Dörfer. Am Boden versucht die türkische Armee vorzurücken, unter anderem mit deutschen Panzern und Sturmgewehren. Am Angriff beteiligt sind zudem zahlreiche djihadistische Banden, welche von der Türkei bereits seit geraumer Zeit als Proxys aufgebaut wurden.

Doch sie alle stossen auf den entschlossenen Widerstand der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG/YPJ). Im bewaldeten, bergigen Gebiet Afrins kann die Miliz ihre erprobte Guerillataktik anwenden.

Die jüngste Eskalation kommt weder plötzlich noch überraschend. Bereits seit Monaten geifert Erdogan er werde Rojava „ausräuchern“. Und seit Monaten melden die YPG/YPJ kleinere Angriffe der türkischen Armee, oder von jihadistischen Verbänden, die als Stellvertreter der Türkei agieren. Neu ist, dass sowohl die USA als auch Russland die türkische Aggression zulassen. Offensichtlich ist den Strategen in Washington und Moskau eine Schwächung des Projekts Rojava durch den NATO-Staat Türkei willkommen.

Afrin, das Grab des AKP-Faschismus?

Erdogan sieht sich in der Türkei grossen Problemen ausgesetzt. Seine Macht fusst auf einer instabilen Allianz. Ein Grossteil der Bevölkerung ist ihm feindlich gesinnt – und kann nur durch extreme Gewalt zum Schweigen gebracht werden. Der Verband des türkischen Grosskapitals TÜSIAD geht auf Distanz zur AKP und ein AKP-kritischer Flügel hat sich von der rechtsextremen MHP abgespalten. Erdogan kann diese Allianz nur noch zusammenhalten, indem er den Krieg gegen die KurdInnen weiter eskaliert. Ein faschistischer Führer, der an seiner Landesgrenze ein fortschrittliches Projekt akzeptiert, macht sich vor seinen faschistoiden Anhängern und Konkurrenten komplett lächerlich.

Die türkische Wirtschaft ist angeschlagen und sie kann ihr Wachstum und die permanente Kriegssituation mit der PKK nur aufrechterhalten, dank massiv beschleunigter Staatsverschuldung. Wenn die türkische Armee, geschwächt durch die Post-Putsch-Säuberungen, in einem verlustreichen Guerillakrieg in Afrin versumpft, kann das für Erdogans Herrschaft sehr gefährlich werden.

Afrin, die Strasse hier kämpft mit dir!

Die Lage ist dramatisch. Der Punkt ist gekommen, an dem Rojava von seinen taktischen Partnern, den USA und Russland zumindest temporär fallengelassen wird. Dies war absehbar, denn die langfristigen Interessen sind gegensätzlich. Nun ist erst recht die Stärke des natürlichen Freundes des Projekts Rojava gefragt: der Internationalismus. Der Widerstand in Afrin und im Rest Rojavas - zunächst gegen den IS und nun gegen die invasive Armee der Türkei – dieser Widerstand, ist auch unser Kampf. Verteidigt wird eine revolutionäre Perspektive, im Nahen Osten und überall. Das Fortleben dieses Projekt wird auch unsere Kämpfe hier stärken und umgekehrt ist jetzt massive Präsenz auf den Strassen hier gefragt!

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