Kurzbericht zur Demonstration gegen den Angriff auf Afrin in Basel

Rund 3000 Menschen haben in Basel gegen den Angriff auf Afrin demonstriert. Etwa 300 davon haben sich dem internationalistischen Block angeschlossen. Während der Demonstration wurde die Wichtigkeit der internationalen Solidarität betont, "Überall ist Afrin - Überall ist Widerstand" war von vielen Seiten zu hören und zu sehen. Der revolutionäre Aufbau war mit zwei Transparenten, einem Flugblatt, vielen Fahnen sowie mit gekleisterten Plakaten und Wandzeitungen präsent.

Die Polizei hat bereits im Vorfeld der Demonstration versucht, mit gezielten Kontrollen von "SchweizerInnen" die Solidarität gegenüber den kurdischen und türkischen Demonstrantinnen zu schwächen. In diesem Zusammenhang wurde auch eine Genossin des revolutionären Aufbaus bis nach der Demonstration festgenommen. Das Kalkül der Polizei ging aber nicht auf: Hunderte von SchweizerInnen haben mitdemonstriert, die OrganisatorInnen der Demonstration haben sich gegen die Angriffe der Polizei positioniert und der durchmischte internationalistische Block war praktisches Resultat der Solidarität.

Am Ende der Demonstration haben einige türkische Faschisten am Rand der Demonstration provoziert. Die Provokationen wurden von DemonstrantInnen schlagkräftig beantwortet. Die Polizei hat ein weiteres mal gezeigt, auf welcher Seite sie steht, und sich schützend vor die Faschos gestellt.

Flugblatt:

DEFEND AFRIN!

Das fortschrittlichste Projekt im Mittleren Osten wird von Faschisten und Islamisten angegriffen! Seit dem 20. Januar greift der NATO-Staat Türkei die Region Afrin im befreiten Nord-Syrien (Rojava) an. Mit Bomben, Panzern und dschihadistischen Milizen wird just jene Region angegriffen, in welcher hunderttausende Menschen Zuflucht vor den Schrecken des IS und des Syrischen Kriegs gefunden haben, und wo sich in den letzten Jahren ein gesellschaftliches Projekt etablierte, welches auf rätedemokratischer Selbstverwaltung, Solidarität und Emanzipation fusst.

Der Widerstand lebt...
Die zweitgrösste NATO-Armee kommt nur langsam  voran, weil der Widerstand gegen sie so entschlossen ist. Nicht nur die Volksverteidigungseinheiten YPG und YPJ, welche den Invasoren bereits hohe Verluste zugefügt haben, halten sie sie auf. Auch die zivile Bevölkerung lässt sich nicht vertreiben und strömt im Gegenteil massenhaft aus den verschiedenen Regionen Rojavas nach Afrin, um ihr Projekt zu verteidigen.

… doch die Lage ist ernst
Mittlerweile aber steht die türkische Armee und ihre Al-Qaeda-Kampfverbände unmittelbar vor Afrin-Stadt. Über eine halbe Million Menschen sind eingekesselt und ständigen Bombardements ausgeliefert. Der Sturm auf die Stadt steht unmittelbar bevor. Was es bedeutet wenn die türkische Armee eine kurdische Stadt überfällt, weiss man aus südtürkischen Städten wie Nuseybin, Sur oder Şirnak, welche bereits vor zwei Jahren zu grossen Teilen dem Erdboden gleich gemacht worden sind.

Europa ist Kriegspartei
Die Komplizenschaft der russischen, US-amerikanischen und europäischen Regierungen ist klar: Ohne die Öffnung des Luftraumes für die türkischen Bomber, wäre die Türkei niemals in der Lage gewesen zu einer ernsthaften Bedrohung für Afrin zu werden. Die westliche Duldung des  Vernichtungskrieges eines zunehmend faschistisch operierenden türkischen Staates mag auf den ersten Blick überraschen. Zumal er sich gegen genau jene richtet, welche als einzige willens und in der Lage gewesen sind den IS-Mörderbanden Einhalt zu gebieten.

It‘s the economy, stupid
Die Komplizenschaft muss aber angesichts der wirtschaftlichen und geopolitischen Interessen der Mächtigen nicht verwundern. Erdogan schafft es geschickt zwischen den Achsen USA-Europa und Russland-Iran zu lavieren und sich damit für beide Blöcke unentbehrlich zu machen. Dazu kommen die handfesten Interessen der Konzerne: Neben den grossen Waffenschmieden Europas, ist auch die Schweiz dick dabei, Novartis, Nestlé, Alstom, ABB, die Banken: Sie alle sind mit Milliarden in der Türkei investiert und haben null Interesse an einem Geschäftsausfall nur wegen ein wenig Krieg und Faschismus. Ganz im Gegenteil erweist sich Krieg nicht nur für die Rüstungsindustrie als wahrer Absatzbooster.

Afrin ist nicht alleine!
Doch es gibt auch ein anderes Europa als jenes der Banken und Konzerne. Afrin braucht unsere Unterstützung. Werden wir aktiv! Schliessen wir uns zusammen mit der kämpfenden kurdischen Bewegung! Erhöhen wir den Druck der Strasse, auf dass die Schweizerische Regierung ihre profitorientierte Komplizenschaft aufzugeben gezwungen wird!

Biji Berxwedana Afrine – Es lebe der Widerstand in Afrin!
Hoch die internationale Solidarität!

Flugblatt: Defend Afrin

DEFEND AFRIN!

Das fortschrittlichste Projekt im Mittleren Osten wird von Faschisten und Islamisten angegriffen! Seit dem 20. Januar greift der NATO-Staat Türkei die Region Afrin im befreiten Nord-Syrien (Rojava) an. Mit Bomben, Panzern und dschihadistischen Milizen wird just jene Region angegriffen, in welcher hunderttausende Menschen Zuflucht vor den Schrecken des IS und des Syrischen Kriegs gefunden haben, und wo sich in den letzten Jahren ein gesellschaftliches Projekt etablierte, welches auf rätedemokratischer Selbstverwaltung, Solidarität und Emanzipation fusst.

Der Widerstand lebt...
Der Widerstand der Volksverteidigungseinheiten YPG und YPJ, welche den Invasoren bereits hohe Verluste zugefügt haben, und die ungebrochene Moral der zivilen Bevölkerung, welche sich nicht vertreiben lässt, sondern im Gegenteil massenhaft aus den verschiedenen Regionen Rojavas nach Afrin strömt, um ihr Projekt zu verteidigen, führt dazu, dass die zweitgrösste NATO-Armee nur sehr langsam vorankommt.

… doch die Lage ist ernst
Mittlerweile aber steht die türkische Armee und ihre Al-Qaeda-Kampfverbände unmittelbar vor Afrin-Stadt. Über eine halbe Million Menschen sind eingekesselt und ständigen Bombardements ausgeliefert. Der Sturm auf die Stadt steht unmittelbar bevor. Was es bedeutet wenn die türkische Armee eine kurdische Stadt überfällt, weiss man aus südtürkischen Städten wie Nuseybin, Sur oder Şirnak, welche bereits vor zwei Jahren zu grossen Teilen dem Erdboden gleich gemacht worden sind.

Europa ist Kriegspartei
Die Komplizenschaft der russischen, US-amerikanischen und europäischen Regierungen ist klar: Ohne die Öffnung des Luftraumes für die türkischen Bomber, wäre die Türkei niemals in der Lage gewesen zu einer ernsthaften Bedrohung für Afrin zu werden. Die westliche Duldung des  Vernichtungskrieges eines zunehmend faschistisch operierenden türkischen Staates mag auf den ersten Blick überraschen. Zumal er sich gegen genau jene richtet, welche als einzige willens und in der Lage gewesen sind den IS-Mörderbanden Einhalt zu gebieten.

It‘s the economy, stupid
Die Komplizenschaft muss aber angesichts der wirtschaftlichen und geopolitischen Interessen der Mächtigen nicht verwundern. Erdogan schafft es geschickt zwischen den Achsen USA-Europa und Russland-Iran zu lavieren und sich damit für beide Blöcke unentbehrlich zu machen. Dazu kommen die handfesten Interessen der Konzerne: Neben den grossen Waffenschmieden Europas, ist auch die Schweiz dick dabei, Novartis, Nestlé, Alstom, ABB, die Banken: Sie alle sind mit Milliarden in der Türkei investiert und haben null Interesse an einem Geschäftsausfall nur wegen ein wenig Krieg und Faschismus. Ganz im Gegenteil erweist sich Krieg nicht nur für die Rüstungsindustrie als wahrer Absatzbooster.

Afrin ist nicht alleine!
Doch es gibt auch ein anderes Europa als jenes der Banken und Konzerne. Afrin braucht unsere Unterstützung. Werden wir aktiv! Schliessen wir uns zusammen mit der kämpfenden kurdischen Bewegung! Erhöhen wir den Druck der Strasse, auf dass die Schweizerische Regierung ihre profitorientierte Komplizenschaft aufzugeben gezwungen wird!

Biji Berxwedana Afrine – Es lebe der Widerstand in Afrin!
Hoch die internationale Solidarität!

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Kurzbericht zur Demo gegen das bevorstehende Massaker in Afrin

Die türkische Armee hat Afrin-Stadt umzingelt, die türkische Luftwaffe hat erste Angriffe im Stadtzentrum geflogten. Dass die türkische Armee skrupellos gegen hauptsächlich kurdische Zivilbevölkerung vorgeht, hat sich schon im Osten der Türkei gezeigt, eine brutalere Fortsetzung in Syrien zeichnet sich ab.

Gegen das in Afrin bevorstehende Massaker haben in Basel rund 200 Menschen demonstriert. Vom Claraplatz aus zog die kämpferische Demo mit Parolenrufen, Fackeln und Sprays zur deutschen Botschaft, wo auf die Beteiligung der europäischen Länder und speziell der Schweiz und Deutschlands hingewiesen wurden. An der deutschen Botschaft wurde ein entsprechendes Transparent hinterlassen. Die Demonstration lief anschliessend noch einige hundert Meter richtung Zentrum und löste sich dann auf.

Solidarität mit Afrin, Solidarität mit Rojava! Es gibt kein ruhiges Hinterland!

Rojava Report (neu online verfügbar)

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+++ Neu online einsehbar +++

Rojava Report: Erhältlich im Aufbau Vertrieb

Aus der Einleitung:

„Biji berxwedane Kobanê! Es lebe der Widerstand in Kobanê!“ - Dieser Ruf steht nicht nur für die wichtige Verteidigung Kobanês vor den Schlächtern des IS im Frühjahr 2014, er steht auch für das Umschlagen eines regionalen Kampfes in ein globales Projekt. Der Übergang von der Verteidigung in den Angriff, der Aufbau einer neuen Gesellschaft auf den Ruinen des syrischen Krieges und in direkter Konfrontation mit den barbarischen Auswüchsen des Imperialismus – überall auf der Welt ist das Projekt Rojava seither zu einem wichtigen Bezugspunkt linker Politik geworden.

Revolutionärer Internationalismus besteht immer aus zwei Teilen. Der eine ist die praktische Unterstützung der kämpfenden GenossInnen und findet seinen Ausdruck in Demos, Geldsammlungen sowie an der Front und im Aufbau des Internationalen Freiheitsbattallions. Der andere Teil besteht darin, Erfahrungen, die an anderen Orten gemacht werden für den hiesigen Prozess nutzbar zu machen. Keine Frage, unsere Kampfbedingungen in Westeuropa unterscheiden sich grundsätzlich von jenen in Nordsyrien. Dennoch sind wir überzeugt, als europäische RevolutionärInnen viel von Rojava lernen zu können.

Auf ihre spezifische historische Situation findet die kurdische Bewegung ihre spezifischen Antworten. Aus unserer Realität hier können wir diese Antworten weder einfach kopieren noch aus dem Nichts bewerten. Hingegen können und müssen wir versuchen zu lernen, wie methodisch zu diesen Antworten gefunden werden kann. Während mehreren Aufenthalten in Rojava und benachbarten Gebieten konnten wir einen Blick auf den methodischen Umgang des Projektes mit Widersprüchen und Ungleichzeitigkeiten, auf das Verhältnis von Verteidigung und Angriff, genauso wie auf jenes von Taktik und Strategie, erhaschen.

Es ist dieser Blick, den wir mittels dieses Buches mit anderen InternationalistInnen teilen wollen. Teilen, indem wir ein Fenster öffnen, das ermöglicht durch die Augen der Beteiligten auf den Prozess in Rojava zu blicken.

Verkaufsstellen und Bestellungen

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Aufbau Vertrieb

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An- und Verkauf kommunistischer Literatur, Infos, Kontaktmöglichkeiten und vieles mehr. Infos, Adressen und Öffnungszeiten.

RJZ & Rote Hilfe

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Weitere aktuelle Infos gibts auf der Seite der Revolutionären Jugend Zürich & auf dem Blog der Roten Hilfe

Rote Radios

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Rote Welle und Radio Widerspruch. Die Radiosendungen des revolutionären Aufbau.

Volkskrieg in Indien

graf indien

Seit längerem verfolgen wir solidarisch die revolutionäre Bewegung in Indien und melden uns immer wieder mit verschiedenen Aktionen und Hintergrundinformationen zu aktuellen Lage zu Wort. Auf dem Feature zu Indien findest du regelmässig die neusten Berichte und Erklärungen unsererseits.

Aufbau Zeitung

 84 Zeitung

Die offizielle Zeitung des revolutionären Aufbaus. Mehr Infos zur aktuellen und ein Archiv mit vergangenen Ausgaben gibt es hier. Zudem bieten wir verschiedene Texte, die nur online erschienen sind und eine kleine Auswahl von einzelnen Beiträgen aus der Printausgabe.