Verlogene Sonntagspredigten zum Fall Roman Burger

Es ist das Neujahr in Köln im Kleinen. Das Aushängeschild der UNIA, Roman Burger, hat sich der sexuellen Belästigung schuldig gemacht und die verlogensten Blätter der Schweiz schwingen sich zu Beschützern der „Frau am Arbeitsplatz“ auf. Wir wagen zu behaupten, dass sie auf Burger schiessen, aber die ArbeiterInnenbewegung meinen.

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Indien: Millionen streiken, niemand berichtet

5 Zugverkehr wird lahmgelegtAm 2. September 2016 hat der "All India Strike" erfolgreich stattgefunden, ein Streik, der von allen indischen Gewerkschaften und Angestelltenverbänden unterstützt wurde. Zum eintägigen Generalstreik erwarteten die Organisierenden 150 Millionen Beteiligte, das erklärte Ziel war es, den grössten koordinierten Streik der Weltgeschichte durchzuführen. Dieses Ziel haben sie zweifelsfrei erreicht. Wie viele tatsächlich teilnahmen, lässt sich zwar nicht abschätzen, die Gewerkschaften sagen, es seinen 180 Millionen gewesen, aber sicher ist: es waren unfassbar viele!

Der Generalstreik richtet sich gegen die Sparpolitik und die unternehmerfreundlichen Wirtschaftsreformen der BJP-Regierung sowie gegen Privatisierungen und Betriebsschliessungen. Aber auch für einen besseren Minimallohn und für die Organisationsfreiheit. Die Verteidigung ihrer von Repression betroffenen Mitglieder war für die Gewerkschaften auch ein gewichtiger Grund, den Generalstreik auszurufen.

Je nach Bundesstaat und Industriezweig wurde der Streik verschieden befolgt, Kerala und Karnataka, Odisha im Osten und Haryana und Pundschab im Norden waren weitgehend lahmgelegt. Grosse Demonstrationen gab es in Chennai und Visakhapatnam in Südindien, in der Hauptstadt Neu-Delhi und im östlichen Bundesstaat Westbengalen.

Staatliche Angestellte wurden mit Entlassung bedroht, streikten aber trotzdem. In Deli wurden 20'000 PflegerInnen von der Polizei präventiv festgesetzt. Das Spitalpersonal wurde genötigt, den Streik abzusagen und dafür erhielten sie Verhandlungszusagen. in einigen Städten wurden von der Regierung Antistreikdemonstrationen unterstützt und Schlägereien angeheizt, zahlreiche DemonstrantInnen wurden verhaftet.

Über den Effekt des Generalstreiks lässt sich im Moment nichts sagen, an der Organisierung waren auch rechte Verbände beteiligt und viele, die auf Reformen abzielen, um zu befrieden. Doch ist der indischen ArbeiterInnenklasse mit dem "All India Strike" eine Machtdemonstration gelungen, sie hat gezeigt, wozu sie fähig sein kann und das ist gut. Es stärkt die Klasse und sendet der Bourgeoisie ein klares Signal.

7 Diesel soll 15 teurer werden3 Tamil Nadu6 Rikschafahrer streiken

Rechtsextreme in der Region Basel

Rechtsextreme versuchen öfter, sich die Strasse zu nehmen. Der Widerstand formiert sich.

Ein „Tag der europäischen Völker“ soll es werden, am 24. September. Da schaudert es einen schon beim Namen. Erst recht, wenn ein genauerer Blick auf die Menschen geworfen wird, die dahinter stehen: es sind nicht die klein- und wutbürgerlichen Mittvierziger, die sich auf der Strasse besammeln, um mit „Pegida“ ihre Angst vor allem Fremden und ihren Hass gegen alles Andersartige zu manifestieren, sondern eine tiefbraune Suppe von Rechtsextremen.

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Erlebnisbericht zum Antifa-Demo in Arth-Goldau

Am Samstag, 6. August, rief ein überregionales antifaschistisches Bündnis zu einer „bunten und selbstbestimmten Demo“ gegen rechte Hetze und faschistische Strukturen in Brunnen auf. Seit Jahren können sich Rechtsradikale und andere RassistInnen ungestört auf dem Rütli versammeln, ohne dabei auf entschlossene Gegenwehr zu stossen.

Regelmässig versammeln sich dort unter anderem Mitglieder der nationalsozialistischen Partei national orientierter Schweizer (PNOS). Dieser Tendenz und der weiteren Ausbreitung von rassistischem Gedankengut in der Region wollte man ein Ende setzen.

So machten sich ca. 50 AntifaschistInnen aus verschiedenen politischen Zusammenhängen auf den Weg nach Brunnen. Als man im dem Zug erfuhr, dass uns in Brunnen eine grosse Anzahl Polizisten erwartete, wurde die Entscheidung getroffen, schon in Arth Goldau auszusteigen und den Überraschungsfaktor auszunutzen. Lautstark nahmen wir uns die Strasse und skandierten Parolen gegen den Faschismus und gegen die anhaltende rechte Hetze. Einige PassantInnen und BewohnerInnen zeigten ihr Wohlwollen über die kleine aber lautstarke Demonstration und bekundeten durchaus Freude darüber, dass sich jemand dem rassistischen Konsens entgegenstellt.

Die Polizei kam erst nach ca. 20 Minuten in Arth Goldau an. Zwar versuchten sie sofort die Demo einzukesseln, dies gelang ihnen jedoch nicht. Ein Grossteil der Menschen konnten über Seitenstrassen entwischen. Einige erhielten dennoch Wegweisungen. Es war sicher nicht die grösste oder kräftigste antifaschistische Demonstration der letzten Jahre. Dennoch konnte trotz rassistischer Grundstimmung und Polizeiaufgebot, ein Zeichen gegen FaschistInnen und RassistInnen gesetzt werden, die in dieser Region völlig unbehelligt und unwidersprochen in der Öffentlichkeit auftreten.

Den Antifaschismus auf die Strasse zu tragen, ist gerade deshalb in dieser Region nicht einfach nur ein politisches Anliegen, sondern aktiver Widerstand gegen Faschismus und Rassismus der bitter nötig ist.

Machtkrise in Südkurdistan

(Rabs) In der „autonomen Region Kurdistan“ im Irak – von den KurdInnen meist Südkurdistan genannt – zeigen sich immer mehr Risse im Machtblock von Staatschef Massoud Barzani. Dazu trägt das Projekt Rojava wesentlich bei. Die erstarkte revolutionäre Perspektive lässt den opportunistischen Weg Barzanis in schäbigem Licht erscheinen.

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RJZ & Rote Hilfe

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Weitere aktuelle Infos gibts auf der Seite der Revolutionären Jugend Zürich & auf dem Blog der Roten Hilfe

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Ausgewählte Printartikel

Einige ausgewählte Artikel aus unserer Zeitung können wir euch auch hier online präsentieren. Ansonsten gibt es ein grosses Archiv mit Beiträgen bei Schattenblick.

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Die offizielle Zeitung des revolutionären Aufbaus. Mehr Infos zur aktuellen und ein Archiv mit vergangenen Ausgaben gibt es hier. Zudem bieten wir verschiedene Texte, die nur online erschienen sind und eine kleine Auswahl von einzelnen Beiträgen aus der Printausgabe.