Soli-HS im Zusammenhang mit dem Knastkampf gegen die Einführung von Isolationstrakten in Griechenland

Mehrere gefangene Genossen (Marco Camenisch, Ahmet Düzgün Yüksel, Andreas Krebs u.a.) in der BRD und der Schweiz haben sich  zu der Initiative entschlossen, einen dreitägigen Solidaritätshungerstreik vom 18. bis zum 20. Juli 2014 in mehreren Haftanstalten durchzuführen.

Hintergrund ist die Einführung der sog. C-Typ-Isolationstrakte in griechischen Knästen. Die Gesetzesvorlage wurde vom griechischen Parlament innerhalb weniger Wochen durchgepeitscht. Das zentrale Ziel des repressiven Staatsapparats liegt in der Isolierung politischer und rebellischer Gefangener. Damit ist der Versuch verknüpft, die Gefangenenkollektive  zu zerschlagen und  die Kommunikation innerhalb und außerhalb der Knäste zu blockieren.

Der sich formierende Protest in den Knästen, der seinen (ersten) vorläufigen Höhepunkt in dem Massenhungerstreik von ca. 4.500 rebellischen und politischen Gefangenen vom 23. Juni bis zum 1. Juli 2014 hatte, war ein starkes Zeichen an den griechischen Staat, dass die Zwangsverlegungen und die Sprengung der Kollektivstrukturen hinter Gittern nicht widerstandslos über die Bühne gehen werden.

Die (vorläufige) Aussetzung des Hungerstreiks ist keinesfalls ein Ende des Knastkampfes. Die Gefangenen haben in ihrer Abbruch-Erklärung versichert, dass sie zu „dynamischeren Aktionsformen“ übergehen werden, wenn die Repression im Zusammenhang mit der Etablierung der C-Typ-Trakte zunehmen sollte.

Wir können die rebellischen und politischen Gefangenen sowie die solidarischen AktivistInnen vor den Knasttoren nur darin bestärken, die Vielfalt von Aktionsformen gegen die drohende Isolationsfolter nach dem  Vorbild westeuropäischer Iso-Knäste aufrechtzuerhalten.

Unsere Aufgabe als solidarische Gefangene in der BRD und der Schweiz kann es nur sein, Euch trotz der geografischen Entfernung ermutigende Signale zukommen zu lassen. Mit unserer Initiative des Soli-HS versuchen wir, euren Mobilisierungsprozess gegen die Installierung der C-Typ-Trakte zu flankieren.

Die organisierte Gegenwehr innerhalb und außerhalb der Knäste gegen die Isolierung von politischen und rebellischen Gefangenen ist ein existenzieller Kampf. Der Knast ist eines der Kampfterrains, in dem sich die Herrschaft des Gewaltapparates des Staates wie in einem Brennglas zeigt.

Ich sehe in dem Zusammenwirken von rebellischen und politischen Gefangenen eine konkrete Perspektive des Knastkampfes. An zwei Strängen können wir ziehen: zum einen können wir in den Knästen mit der Gründung einer Gefangenen-Gewerkschaft eine Massenbasis schaffen, die sich auf (ökonomische) Tagesforderungen konzentriert, die die Inhaftierten in ihrer Gesamtheit betreffen. Zum anderen können wir als politische, revolutionäre, proletarische und freie Gefangene über eine Organisierung im Rahmen der Roten Hilfe Internationale (RHI) eine Stärkung der internationalen Solidarität unter inhaftierten AktivistInnen verschiedener Organisationen und Befreiungsbewegungen bewirken. Nutzen wir unsere Möglichkeiten der Koordination…

Solidarität mit den kämpfenden Gefangenen und gefangenen GenossInnen in Griechenland!

Oliver Rast - § 129-Gefangener aus dem mg-Verfahren

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Soli-Erklärung von Thomas Meyer-Falk

„Wo einer sich aufstellt, im Glauben, es sei das Beste so, dort muß er ausharren und die Gefahr auf sich nehmen, ohne an den Tod zu denken“

(Platon, Apologie des Sokrates)

Die neofaschistischen Gesetze der griechischen Regierungsfraktion im Parlament, zur Unterdrückung der Stimmen der Gefangenen sind entschieden zu bekämpfen. Zum einen agiert der griechische Staat aus sich selbst heraus, um die zunehmenden gesellschaftlichen Spannungen auch auf dem Feld der Knäste unterdrücken zu können, zum anderen erfüllen die Mitglieder der Regierungsfraktion Auflagen und Weisungen aus der EU, darunter insbesonder der deutschen Regierung unter Angela Merkel, die sich schon seit langem mit einer sogenannten „effizienten Aufstandsbekämpfung“ beschäftigt – und hier werden Griechenlands Knäste zu einem gesamteuropäischen Versuchsgebiet für entsprechende Maßnahmen zuvörderst der Technik der Isolation.

Ich selbst saß 11 Jahre in Isolationshaft (1996-2007) und zur Zeit in „Sicherungsverwahrung“, einer Haftmaßnahme die auf einem Gesetz der Nationalsozialisten vom 24.11.1933 basiert.

Uns so schlägt mein Herz für die kämpfenden Genossinnen und Genossen in Griechenland. Es gilt jetzt aufzustehen und auszuharren – nicht nur gegen die neofaschistischen Regierungspläne innerhalb der Knäste, sondern auch die darüber hinaus reichenden Vorhaben zur Unterdrückung derer die sich gegen die erpresserische Politik aus der EU wehren.

„Wo einer sich aufstellt, im Glauben, es sei das Beste so, dort muß er ausharren und die Gefahr auf sich nehmen, ohne an den Tod zu denken“

(Platon, Apologie des Sokrates)

Die neofaschistischen Gesetze der griechischen Regierungsfraktion im Parlament, zur Unterdrückung der Stimmen der Gefangenen sind entschieden zu bekämpfen. Zum einen agiert der griechische Staat aus sich selbst heraus, um die zunehmenden gesellschaftlichen Spannungen auch auf dem Feld der Knäste unterdrücken zu können, zum anderen erfüllen die Mitglieder der Regierungsfraktion Auflagen und Weisungen aus der EU, darunter insbesonder der deutschen Regierung unter Angela Merkel, die sich schon seit langem mit einer sogenannten „effizienten Aufstandsbekämpfung“ beschäftigt – und hier werden Griechenlands Knäste zu einem gesamteuropäischen Versuchsgebiet für entsprechende Maßnahmen zuvörderst der Technik der Isolation.

Ich selbst saß 11 Jahre in Isolationshaft (1996-2007) und zur Zeit in „Sicherungsverwahrung“, einer Haftmaßnahme die auf einem Gesetz der Nationalsozialisten vom 24.11.1933 basiert.

Uns so schlägt mein Herz für die kämpfenden Genossinnen und Genossen in Griechenland. Es gilt jetzt aufzustehen und auszuharren – nicht nur gegen die neofaschistischen Regierungspläne innerhalb der Knäste, sondern auch die darüber hinaus reichenden Vorhaben zur Unterdrückung derer die sich gegen die erpresserische Politik aus der EU wehren.

Für eine Gesellschaft ohne Knäste

Thomas Meyer-Falk, z.Zt. JVA Freiburg

http://www.freedom-for-thomas.de

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Gruß zu dem Soli-Hungerstreik der Gefangenen in Deutschland und der Schweiz von 18.7. bis zum 20.7.14

Am 8.7.14 wurde hier in Griechenland der Gesetzentwurf für die Anschaffung neuer Gefängnissen und Sonderhaftbedingungen. Die Reaktionen gegen diesen Gesetzentwurf sind schon mit seiner Bekanntmachung drinnen und draußen von der Mauer. Der Hohepunkt der Aktionen der Gefangenen war ihr massiver Hungerstreik mit 4500 hungerstreikenden aus all den Gefängnissen in ganz Griechenland.

Die Mobilisierung gegen dieses Gesetz sowie unsere Solidarität mit dem Kampf der Gefangenen geht weiter und hat als Ziel die Abschaffung des Gesetzes in seiner Anwendung.

Wir als Versammlung AnarchistInnen/AntiautoritärInnen gegen die Sonderhaftbedingungen legen viel Wert auf eure Bewegung, da sie auf die beste Weise eure tätige Solidarität mit dem Kampf hier zeigt.

Solidarität ist unsere Waffe

Die Leidenschaft für die Freiheit ist stärker als all die Zellen

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Soli-Transpi für Nikos

Greece: Strength to anarchist Nikos Maziotis, arrested in Athens on 16/7

In the evening of July 16th, 2014 comrades put up a solidarity banner at the gate of the Polytechnic School, on Patission Street, in response to the fact that Revolutionary Struggle member Nikos Maziotis was recaptured by police in central Athens.

Anarchist Nikos Maziotis, who was on the run for two years, was seriously wounded and arrested earlier today after a shootout with cops in Monastiraki. He was then transferred to the tightly-guarded Evangelismos hospital, where he remains hospitalized. According to his lawyer, the comrade’s life is out of danger.

From 22:30, dozens of anarchists gathered outside the hospital to demonstrate their solidarity with urban guerrilla fighter Nikos Maziotis. At about 23:30 the solidarity intervention was over, and an assembly was called for tomorrow, Thursday 17/7, at 19:30, in the Polytechnic School in Exarchia

Aufbau Vertrieb

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An- und Verkauf kommunistischer Literatur, Infos, Kontaktmöglichkeiten und vieles mehr. Infos, Adressen und Öffnungszeiten.

RJZ & Rote Hilfe

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Weitere aktuelle Infos gibts auf der Seite der Revolutionären Jugend Zürich & auf dem Blog der Roten Hilfe

Rote Radios

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Rote Welle und Radio Widerspruch. Die Radiosendungen des revolutionären Aufbau.

Anti-Repression

faust rotAntirepressionstelefon  079 626 84 21 (Generell vor, während und nach Mobilisierungen ist das Antirep-Telefon in Betrieb.)

Ruf an, falls du an der Grenze blockiert wirst, Festnahmen siehst oder selber festgenommen worden bist. Falls du festgenommen wirst: Unbedingt Aussagen verweigern, nur Name, Meldeadresse und Geburtsdatum nennen! Für weitere Infos haben empfehlen wir zusätzlich unsere Antirepression Broschüre

Wurdest du verhaftet und du fragst dich was jetzt auf dich zu kommt? Sitzt ein Genosse oder Genossin von dir oder deiner Organisation in Moment im Knast und du willst ihn rausholen? Hast du eine Vorladung oder einen Prozess und du willst wissen wie du dich verhalten sollst? Möchtest du/ihr eine Antirep-Schulung? Dann melde dich rasch bei rotehilfe@aufbau.org! Wir unterstützen dich gerne im Kampf gegen die Repression! Wenn du einen solidarischen Anwalt suchst oder konkrete juristische Fragen hast kannst du dich auch direkt bei jus@aufbau.org melden!

Weitere Literatur über den Staatsapperat und die Repression gibts im Vertrieb. Meldungen und Berichte auf dem Blog der Roten Hilfe Schweiz. Aktuelle Informationen betreffend laufenden Aktionen, Treffen und Verfahren gibts unter der Kategorie Antirepression.

Dossier Prozess Andi

andi

Alle Informationen, wie Prozesserklärungen, Berichte, Solidaritätserklärungen oder verschiedene Solidaritätsaktionen zum Prozess gegen Andi in Bellinzona aus dem Jahre 2011 findest du hier.

Aufbau Zeitung

 84 Zeitung

Die offizielle Zeitung des revolutionären Aufbaus. Mehr Infos zur aktuellen und ein Archiv mit vergangenen Ausgaben gibt es hier. Zudem bieten wir verschiedene Texte, die nur online erschienen sind und eine kleine Auswahl von einzelnen Beiträgen aus der Printausgabe.