Die "Aufwertung" des St. Johann-Quartiers hin zum Trendquartier für Gutverdienende ist seit längerem im Gange. Neue Einkaufszentren und Wohnhäuser werden errichtet und ganze Teile des Quartiers in Privatgelände der Pharmaindustrie verwandelt. Auf der anderen Seite sind alte Häuser, wie die an der Wasserstrasse, die günstiges Wohnen ermöglichen, vom Abriss bedroht. Andere bezahlbare Wohnungen werden aufwändig renoviert, damit die Mieten erhöht werden können. Dies setzt für uns einen Teufelskreis in Gang: Die niedrigeren Mieten werden immer versuchen, sich den höheren anzupassen.

Die "Aufwertung" des Quartiers wird auf alle Fälle auf unsere Kosten gehen: Was nützt uns, der arbeitenden Klasse, den Ausgesteuerten und Arbeitslosen, ein schönes Quartier, wenn wir durch steigende Mieten aus diesem vertrieben werden? Wer profitiert sind die Haus- und LandbesitzerInnen, die noch mehr Rendite aus ihrem Eigentum ziehen können.
Abgesichert werden soll diese Entwicklung durch zunehmende Repression und Einschränkung von Freiräumen. Dies zeigt sich zum Beispiel, wenn eine Party auf der Voltamatte gewaltsam durch die Polizei aufgelöst wird und politische AktivistInnen festgenommen werden.

Widerstand von unten oder „Mitspracherecht“ von oben?
Doch der Widerstand gegen diese Stadtentwicklung lebt. An einer Infoveranstaltung für ausgewählte AnwohnerInnen im Juni verschafften sich ca. 70 interessierte aber nicht eingeladene Personen Einlass, um ihre kritischen Fragen zu stellen. Das war der Stadtverwaltung offenbar schon zu viel der Partizipation: Sie sagte kurzerhand die nächste geplante (öffentliche) Infoveranstaltung ab.
Um der Bevölkerung doch noch ein Gefühl von Beteiligung zu geben, lädt man sie nun  ein, allfällige Fragen zur Quartierentwicklung zu stellen, in der Hoffnung, die Anwesenden würden das "Fragen-stellen" und "Meinung-sagen" mit "Mitentscheiden" verwechseln. Klar ist jedoch, dass nur die Reichen und Grosskonzerne die Politik wirklich beeinflussen: Wer das Geld hat, hat die Macht und wer die Macht hat, entscheidet.

Quartierkampf im Klassenkampf
Diese ganze Entwicklung sollte uns jedoch keineswegs verwundern. Die kapitalistische Logik zwingt die Unternehmen, immer den Profit im Auge zu behalten. Droht dieser, wie in der aktuellen Krise, zu schrumpfen, müssen die dafür aufkommen, die sich vermeintlich nicht wehren können: Massenentlassungen (wie aktuell z. B. bei Clariant), Ökonomisierung der Bildung (Stichwort Bologna-Reform und die dagegen laufenden Studierendenproteste), Druck auf die Löhne, Erhöhung der Mieten etc.

Doch wir können uns wehren! Setzen wir uns für eine Stadtentwicklung ein, die sich nach den Bedürfnisse der Bevölkerung richtet und nicht nach jenen der Reichen und Grosskonzernen. Kämpfen wir für ein St. Johann der ArbeiterInnen, StudentInnen und Erwerbslosen!

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1Ob in Zürich, Basel oder in Winterthur; die kapitalistischen Metropolen entwickelten sich in den letzten Jahren auf verschiedene Weisen. Eine Entwicklung, die wir in Theorie und Praxis schon seit längerem verfolgen; denn auch gegen Gentrifizierung lässt sich aktiv kämpfen!

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